LONDON (IT BOLTWISE) – Die Empira Group hat das Final Closing ihrer ersten Transition-to-Green-Strategie T2G I abgeschlossen. Dabei wurden Eigenkapitalzusagen von über 700 Millionen Euro durch eine Gruppe institutioneller Investoren eingeworben. Die Strategie setzt auf den Kauf solider Wohnimmobilien mit Modernisierungs- und Energieeffizienzpotenzial und will die Energieeffizienzklasse von E auf B verbessern. Bis Ende 2026 soll ein Großteil investiert sein; parallel arbeitet Empira bereits an der Skalierung mit Transition-to-Green II.

Mit dem Final Closing von T2G I setzt die Empira Group ein klares Signal im deutschen Wohnimmobilienmarkt: Kapital wird nicht nur in Lage und Substanz gelenkt, sondern direkt an eine Modernisierungslogik gekoppelt. Konkret berichtet der Anbieter über Eigenkapitalzusagen von über 700 Millionen Euro, die im Rahmen des Abschlusses von einer Gruppe institutioneller Investoren erzielt wurden. Damit wird die Strategie als ernstzunehmender Versuch positioniert, Wertschöpfung im Bestand systematisch über energetische Verbesserungen und aktives Asset Management zu heben.
Technisch und operativ ist T2G I darauf ausgerichtet, Wohnimmobilien in Deutschland zu erwerben, die zwar grundlegend tragfähig sind, zugleich jedoch ein erhebliches Energieeffizienz- und Modernisierungspotenzial besitzen. Empira beschreibt das Ziel, die Qualität und Energieeffizienz der Objekte durch gezielte Investitionen zu steigern. Dazu gehört auch die Idee, mehrere Werthebel gleichzeitig anzuschieben: Modernisierung, Mietwachstum sowie die Neupositionierung von Immobilien für den institutionellen Markt. In der Praxis bedeutet das, dass das Asset-Management nicht erst nach dem Kauf „nachschlägt“, sondern bereits während der Planungs- und Umsetzungsphase mit den Investorenzielen verzahnt wird.
Die Größenordnung der Umsetzung unterstreicht, warum die Strategie bei institutionellem Publikum auf Interesse stößt. Seit Auflegung hat Empira laut eigenen Angaben ein Portfolio in den größten deutschen Wohnimmobilienmärkten aufgebaut; aktuell umfasst es mehr als 7.200 Wohneinheiten, verteilt auf 18 Transaktionen, mit einem Bruttoimmobilienwert von über 1,5 Milliarden Euro. Der Fokus liegt unter anderem auf Metropolregionen wie Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt und München. Für Investoren ist das nicht nur ein geografisches Signal, sondern auch ein Hinweis auf Portfolio- und Umsetzungsfähigkeit: Wer in mehreren Märkten skaliert, muss Modernisierungsprogramme, Dienstleistersteuerung und technische Zielpfade konsistent aufsetzen.
Finanz- und Zielbild sind bei T2G I zudem relativ konkret beschrieben. Das Konzept rechnet derzeit mit einer prognostizierten Brutto-IRR von über 20,5 % sowie einem prognostizierten Equity Multiple von 1,85x. Auf der technischen Seite nennt Empira eine Verbesserung der Energieperformance von Klasse E auf B, was einer Reduzierung des Energieverbrauchs um rund 40 % entsprechen soll. Diese Spanne ist entscheidend, weil sie die Renditeerwartung mit messbaren Verbesserungen verknüpft: Der Weg von E zu B erfordert typischerweise Maßnahmen am Gebäudehülle- und Heizungssystem, und genau dort setzt die Modernisierungsarbeit an.
Zu den bereits laufenden Modernisierungsmaßnahmen zählt Empira beispielsweise Verbesserungen an Fassaden und Dächern, den Austausch von Fenstern sowie die Dämmung von Bauteilen. Ergänzend werden Heizungssysteme modernisiert und einzelne Wohneinheiten saniert. Diese Aufzählung wirkt auf den ersten Blick wie eine klassische Bestandssanierung; der Unterschied liegt jedoch in der Gesamtsystematik und im Timing. Gerade bei Mehrfamilienhäusern müssen Maßnahmen so geplant werden, dass sie in Bau- und Betriebsphasen zusammenpassen, Mieterbelastungen beherrschbar bleiben und die technische Zielerreichung nicht „verfehlt“ wird. Dazu kommt, dass der Energiepfad nicht isoliert betrachtet wird: Modernisierungen beeinflussen Betriebskosten, Instandhaltungsprofile und langfristige Vermietbarkeit.
Marktseitig fällt zusätzlich auf, wie klar der institutionelle Charakter des Abschlusses hervorgehoben wird. Das Final Closing umfasst Kapitalzusagen einer diversifizierten Gruppe anspruchsvoller institutioneller Investoren aus Europa und internationalen Märkten. Die Argumentationslinie lautet: Strategien, die den Kapitalbedarf für Dekarbonisierung und Modernisierung des europäischen Gebäudebestands adressieren, verbinden gesellschaftlich relevante Themen mit risikoadjustierten Renditeerwartungen. In diese Richtung ordnet auch Lahcen Knapp, Gründer und Präsident des Verwaltungsrats der Empira Group, die Entscheidung ein: Der erfolgreiche Abschluss sei ein Meilenstein, der die Sicht untermauere, dass Chancen vor allem in der Verbesserung von Qualität und Energieeffizienz des Wohnungsbestands liegen.
Für die nächsten Schritte plant Empira bereits die Skalierung über Transition-to-Green II (T2G II). Laut Bericht soll die Strategie bis Ende 2026 weitgehend investiert sein; zugleich verweist Empira auf eine gesicherte Akquisitionspipeline in Deutschland. Jorge Veiga Juiz, Global Head of Client Solutions der Empira Group, beschreibt T2G I als Bestätigung durch erfahrene institutionelle Investoren und hebt hervor, dass diese das Potenzial sowohl in den Chancen des bestehenden deutschen Wohnungsbestands als auch in der Verbindung mit attraktiven risikoadjustierten Renditen erkannt hätten. Für Unternehmen im Umfeld der Immobilien- und Bauwertschöpfungskette bedeutet das: Der Bedarf an energetischer Sanierung, Projektsteuerung und Umsetzungskompetenz steigt nicht nur punktuell, sondern strukturell, weil sich die Nachfrage nach „Invest-in-Modernisierung“-Modellen zunehmend als Finanzierungskonzept etabliert.
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