PARIS / LONDON / ZÜRICH / LONDON (IT BOLTWISE) – Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten am Mittwoch erneut Verluste, da Anleger vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den bevorstehenden Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne wie Alphabet, Amazon und Microsoft vorsichtig agierten. Der EuroStoxx 50 fiel um 0,34 Prozent, während der britische FTSE 100 und der schweizerische SMI ebenfalls Verluste hinnehmen mussten.

Die europäischen Aktienmärkte standen am Mittwoch unter Druck, da die Unsicherheit über die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank und die Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne die Anleger verunsicherte. Der EuroStoxx 50, ein wichtiger Index für die Eurozone, verzeichnete den achten Handelstag in Folge Verluste und schloss mit einem Minus von 0,34 Prozent bei 5.816,48 Punkten. Auch der britische FTSE 100 und der schweizerische SMI mussten Verluste hinnehmen, was die allgemeine Unsicherheit auf den Märkten widerspiegelt.
Marktanalysten beschrieben die Lage als zwiespältig. Einerseits übt der Konflikt im Nahen Osten Druck auf die Energiepreise und damit auf die Wirtschaft aus, was sich auf die Inflationsentwicklung und die Geldpolitik der großen Notenbanken auswirkt. Andererseits könnten positive Unternehmensdaten die trüben Konjunkturaussichten aufhellen. Besonders die Telekomwerte konnten von positiven Quartalszahlen profitieren. Die Deutsche Telekom legte um 2,1 Prozent zu, unterstützt durch die starke Performance ihrer US-Tochter T-Mobile.
Im Gegensatz dazu standen die Pharmawerte unter Druck. AstraZeneca verzeichnete einen Rückgang von 1,5 Prozent, trotz solider Quartalszahlen. Analysten bemängelten, dass die Ergebnisse zu unspektakulär seien, um der Aktie neue Impulse zu geben. Ähnlich erging es GSK, deren Aktien um 5,4 Prozent fielen. Analysten führten dies auf einmalige Effekte wie aufgestockte US-Lagerbestände und Einsparungen bei Rechtskosten zurück.
Die Finanzdienstleister profitierten hingegen von den Gewinnen der UBS-Aktie, die um gut drei Prozent zulegte. Die starke Kundenaktivität trug zu den positiven Ergebnissen der Großbank bei. Auch die Ölwerte waren gefragt, gestützt durch die anhaltend hohen Ölpreise. Unter den Autowerten zeigte sich Volvo Car schwach, da der Autobauer weiterhin mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen hat.
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