FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die europäischen Börsen stehen unter Druck, da die jüngsten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran von erneuten Kampfhandlungen überschattet werden. Der DAX und der Euro-Stoxx-50 verzeichnen Verluste, während der Ölpreis stabil bleibt. Anleger zeigen sich risikoscheu, was sich in einem Abverkauf von Rüstungsaktien widerspiegelt. Gleichzeitig rücken die US-Arbeitsmarktdaten in den Fokus, die Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik der Fed geben könnten.

Die europäischen Börsen stehen derzeit unter erheblichem Druck, da die jüngsten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran von erneuten Kampfhandlungen überschattet werden. Diese Entwicklungen haben zu einer erhöhten Risikoscheu unter den Anlegern geführt, was sich in einem deutlichen Rückgang der Aktienkurse widerspiegelt. Der DAX fiel um 0,9 Prozent auf 24.454 Punkte, während der Euro-Stoxx-50 um 0,8 Prozent auf 5.923 Punkte sank. Trotz dieser Unsicherheiten bleibt der Ölpreis stabil, wobei der Preis für ein Barrel Brent-Öl kaum verändert bei über 100 Dollar liegt.
US-Präsident Donald Trump betonte, dass der Waffenstillstand mit dem Iran weiterhin in Kraft sei, und bezeichnete die jüngsten US-Angriffe als “liebevollen Klaps”. Diese Äußerungen konnten jedoch die Unsicherheiten an den Märkten nicht zerstreuen. Besonders betroffen sind Rüstungsaktien, die aufgrund der Hoffnung auf einen baldigen Friedensschluss stark abverkauft werden. Rheinmetall-Aktien verloren 6,3 Prozent und belasteten damit auch den DAX. Auch andere Rüstungsunternehmen wie Leonardo und BAE Systems verzeichneten Kursverluste.
Parallel dazu richten sich die Blicke der Anleger auf die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Diese könnten entscheidende Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed geben. Experten erwarten für April einen Zuwachs von 55.000 neuen Stellen sowie einen Anstieg der Stundenlöhne um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Daten sind von besonderer Bedeutung, da sie als Indikator für die künftige Inflation und die geldpolitischen Entscheidungen der Fed gelten.
In der Zwischenzeit hat das US-Handelsgericht den globalen Zehn-Prozent-Zoll von Präsident Trump für unrechtmäßig erklärt, was den Druck auf europäische Autohersteller etwas mindert. Die USA werden die Zölle auf europäische Autos und Lkw vorerst nicht erhöhen, was den Unternehmen eine Atempause verschafft. Auch die Berichtssaison geht weiter, wobei die Commerzbank nach Vorlage ihrer Zahlen um 2,4 Prozent nachgab. Trotz besserer Ergebnisse im Bankgeschäft und erhöhter Gewinnziele für 2026 konnte der Bankensektor insgesamt nicht überzeugen und fiel um 1,4 Prozent.
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