LONDON (IT BOLTWISE) – „Ghost Recon Wildlands: Last Rites“ ist als großes, kostenloses Update für Xbox Series X|S gestartet. Spieler bekommen eine neue, storygetriebene Mission rund um La Llorona und ihr fanatisches Umfeld Los Penitentes sowie die Rückkehr der bekannten Predator-„Jagd“. Ubisoft erweitert zudem UI- und Gameplay-Optionen wie ausgeblendete Treffer- und Flugbahn-Previews, fixe Zeit- und Wetterbedingungen sowie fein granular einstellbare Schwierigkeit. Gleichzeitig stärkt das Update den Community-Fokus: Viele Änderungen gehen auf Rückmeldungen, Playtests und Wunschlisten aus der Spielerschaft zurück.

Mit „Ghost Recon Wildlands: Last Rites“ geht für Xbox Series X|S ein kostenloses Update an den Start, das vor allem eines adressiert: mehr Spielraum zwischen Action und Rollenspiel. Im Zentrum steht eine neue, storygetriebene Mission, in der die Ghosts La Llorona gegenüberstehen soll – inklusive ihres kultartigen Gefolges Los Penitentes. Laut den Entwicklern wird La Llorona dabei als neuer Gegenspieler inszeniert, der Rache übt und so die Präsenz im bolivianischen Setting zusätzlich zuspitzt. Ergänzt wird diese inhaltliche Erweiterung durch die Rückkehr der klassischen Predator-Mission, die als besonders fordernder Kampf im Spielumfeld gilt.
Die technische und designbezogene Richtung des Updates wird dabei besonders über die Anpassungen sichtbar, mit denen sich der Spielfluss in Richtung „selbst gewählter Regeln“ verschieben lässt. Spieler können neue UI-Elemente ausblenden: Dazu gehören nun auch Impact- und Trajectory-Previews für Wurfgegenstände wie Granaten. Ebenso lässt sich der Shader auf Interaktionsobjekten wie Munitionskisten oder sogar auf Zielobjekte reduzieren, wenn das HUD mehr ablenken als helfen soll. Interessant ist die konsequente Kopplung an das Feedback: Wenn UI-Elemente verborgen werden, wird – sofern vorhanden – auch das zugehörige Sound-Feedback deaktiviert, sodass visuelle und akustische Hinweise nicht auseinanderlaufen.
Damit allein wäre Last Rites aber noch kein „Toolset“, sondern eher nur ein Komfortpaket. Ubisoft führt deshalb die sogenannten „Ghost Parameters“ ein, die aus Mechaniken bekannter PvE-Varianten wie dem Ghost Mode inspiriert sind und nun breiter nutzbar werden. Genannt werden vor allem drei Stellschrauben: Beim taktischen Nachladen sollen beim Reload verbleibende Patronen im Magazin verloren gehen; außerdem lässt sich festlegen, ob man ein primäres Waffenset (eins) oder zwei Primärwaffen mitführen darf. Und als dritte Ebene kommt die Anzahl zulässiger Wiederbelebungen ins Spiel, von „keine“ bis „limitless“ – eine direkte Einflussnahme auf das Risiko, das ein Team eingeht, bevor das Spiel in einen Game Over-Zustand kippt.
Auch außerhalb des Kampfes liefert Last Rites konkrete Steuerungsmöglichkeiten, die im Lobby-Umfeld unter „World and Session settings“ starten. Zwar konnte man bereits die Tageszeit verändern, doch jetzt soll sich die Zeit für eine komplette Session fixieren lassen, sodass ein Spielabend wirklich als „Nacht-only“ durchgezogen werden kann. Gleiches gilt für das Wetter: Wetter-Profile sollen erstmals als Session-Option verfügbar sein und sich ebenfalls fixieren lassen – inklusive dauerhaftem Regen. Darüber hinaus lassen sich Systeme wie Feindpatrouillen, Alarmzustände oder sogar SAM-Launcher anpassen, entweder über komplette Deaktivierung oder indem ihre Zerstörung innerhalb einer Session dauerhaft bleibt. Dazu kommt die Verbesserung der Team-Komposition: Statt nur „KI-Mitspieler an oder aus“ zu kennen, kann man in Zukunft je nach Wunsch mit ein, zwei oder drei Teamkameraden spielen.
Für den Schwierigkeitsgrad geht das Update noch einen Schritt weiter, weil es nicht bei vier Presets bleibt. Anfangs gab es vier Schwierigkeitslevel, doch nun sollen Spieler in die Einstellungen tiefer einsteigen und Parameter gezielt so kombinieren können, dass ein eigenes, maßgeschneidertes Schwierigkeitsprofil entsteht. Als Beispiele nennen die Verantwortlichen Anpassungen beim Schaden, den Fahrzeuge einstecken dürfen, bevor sie zerstört sind; außerdem kann man die Wahrnehmung von Gegnern beeinflussen. Zusätzlich lässt sich die Wartezeit vor einer HP-Regeneration verändern – ein Detail, das besonders für Taktik-orientiertes Spielen relevant ist, weil es die Schlagabtausch-Frequenz und die Erholungsfenster unmittelbar verschiebt.
Die Balance aus Story, Atmosphäre und Spielerfreiheit spiegelt sich auch in der Community-Arbeit wider, die die Entwickler explizit als Grundlage der Priorisierung nennen. Laut Game Director Benjamin Rousseau Lemaire und Live Strategy & Analytics Director Yossef Benzeghadi baut „Last Rites“ auf fast ein Jahrzehnt gesammelten Informationen dazu auf, wie Menschen Wildlands gespielt haben. In den Gesprächen wurde insbesondere eine wachsende Gruppe sichtbar, die sie als „Sandbox Players“ beschrieben: Spieler, die Missionen teils bewusst verlangsamen oder scheinbar nichts tun, um eigene Herausforderungen zu setzen – etwa nachts, mit nur einer Waffe oder ohne Drohnen, bis hin zu der Frage, wie unentdeckt eine Mission wirklich bleiben kann. Diese Erkenntnisse sollen in den neuen Anpassungsoptionen weitergeführt werden; daneben führt Ubisoft auch Co-op-Ansätze aus der Community an, etwa Rollenteilung nach Rolle wie Sniper oder Engineer, die durch Host-basierte „World and Setting“-Optionen stärker unterstützt werden sollen.
Auch die technische Plattformseite bleibt nicht außen vor. Im Gespräch wird betont, dass die Aktualisierung auf Xbox Series X|S inklusive eines besseren Framerates kommt und dass damit eine 4K- und 60-FPS-Erwartung kostenlos erfüllt wird. Gleichzeitig arbeiten die Entwickler schnelle „Quick Wins“ ein: Dazu gehört etwa das Freischalten zuvor zeitgebundener Items, die nicht mehr über abgelaufene Challenges erreichbar waren, sowie zusätzliche Waffen- und Ausrüstungsbestandteile, die nun standardmäßig verfügbar sein sollen. Inhaltlich ergänzen neue Audio- und Charakterelemente die Bedrohung durch La Llorona, und es soll bestätigt werden, dass die Original-„Nomad“-Sprecher sowie weitere Hauptfiguren für die englische Vertonung ihre Rollen wieder aufnehmen.
Wer neu in das Setting startet, bekommt zudem einen befristeten Einstieg: Laut dem Text beginnt zeitgleich eine Free-Play-Phase, die bis zum 9. August läuft, sodass der Titel kostenlos heruntergeladen werden kann. Die Verantwortlichen nennen als Vorteil, dass Last Rites direkt aus dem Hauptmenü spielbar sein soll und nicht erfordert, die ursprüngliche Kampagne komplett abgeschlossen zu haben. Das Update soll dabei auch keine Inhalte der Hauptkampagne vorwegnehmen; wer dennoch erst die Hauptstory angeht, kann später sogar über einen Fast-Travel an einem Rally Point in der Caimanes-Provinz nahe der Predator-Mission schneller umschalten. Abgerundet wird das durch Austausch von Belohnungen: Der Predator-Loop liefert etwa eine Bio-Maske, die anschließend in Last Rites nutzbar sein soll, während umgekehrt neue Operator-Skins aus Last Rites in der Hauptkampagne wiederverwendbar sein sollen. Zusammen ergibt das weniger ein „weiteres DLC“, sondern eher eine Schicht aus Werkzeugen, die aus einer offenen Welt eine noch stärker selbst definierte Spielwiese macht.
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