LONDON (IT BOLTWISE) – Die Artemis II Mission verläuft größtenteils reibungslos, trotz eines Heliumlecks im Orion-Raumschiff. NASA plant eine Neugestaltung der Ventile, um zukünftige Missionen abzusichern. Die Rückkehr zur Erde ist jedoch nicht gefährdet, da das Leck die Leistung des Antriebssystems bisher nicht beeinträchtigt hat.

Die Artemis II Mission der NASA hat trotz eines Heliumlecks im Orion-Raumschiff, das für den Antrieb des Raumfahrzeugs entscheidend ist, bisher keine größeren Probleme verursacht. Das Leck befindet sich im Heliumdruckversorgungssystem auf der Oxidatorseite, was bedeutet, dass es nicht in den Weltraum austritt, sondern innerhalb des Systems bleibt. Diese Herausforderung erfordert jedoch eine Neugestaltung der Ventile für zukünftige Missionen.
Das Heliumleck wurde bereits vor dem Start der Mission festgestellt, aber die NASA entschied sich, die Mission fortzusetzen, da die volle Antriebskapazität nicht benötigt wurde. Die Mission folgt einer sogenannten ‘freien Rückkehrbahn’, die die Schwerkraft des Mondes nutzt, um die Kapsel zur Erde zurückzuschleudern. Bisher hat das Raumfahrzeug nur 40 Prozent seines Treibstoffs verbraucht, was zeigt, dass genügend Spielraum eingeplant wurde.
Die NASA hat einige Kurskorrekturen gestrichen, da die Flugbahn des Orion-Raumschiffs nahezu perfekt den Vorhersagen entspricht. Die bisherigen Manöver wurden mit den kleineren Düsen des Servicemoduls durchgeführt, die nicht auf das Heliumsystem angewiesen sind. Die Ventile, die das Leck verursachen, werden mit dem Servicemodul vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abgeworfen.
Für die Zukunft plant die NASA, die Ventile grundlegend zu überarbeiten, um die Leckrate zu reduzieren. Diese Neugestaltung ist besonders für die Artemis IV Mission entscheidend, die Menschen wieder auf die Mondoberfläche bringen soll. Die Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation und Airbus, die das Servicemodul bauen, wird als entscheidend angesehen, um die Probleme rechtzeitig zu lösen.
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