LONDON (IT BOLTWISE) – Eine heiße Woche steht bevor: Im Südwesten sind am Dienstag bis zu 33 Grad möglich, am Donnerstag im Oberrhein und in Franken sogar 39 Grad. Entscheidend für den Komfort ist, dass die Nächte deutlich weniger abkühlen. Parallel dazu nimmt das Risiko für Schauer und Gewitter spürbar zu, inklusive potenziell kräftigem Starkregen. Wer die Fenster noch nutzen will, sollte vor allem die letzte kühle Nacht einplanen.

Deutschland steuert auf eine ausgeprägte Hitzewoche zu, in der sich vor allem zwei Dinge gegenseitig verstärken: tagsüber hohe Temperaturen und nachts spürbar weniger Abkühlung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet bereits am Dienstag im Südwesten mit 33 Grad. Am Donnerstag können am Oberrhein und in Franken sogar 39 Grad erreicht werden; damit rückt nicht nur der Tageswert, sondern auch die Belastung über mehrere Stunden hinweg in den Fokus. Die Spannweite zwischen Regionen bleibt aber groß, denn der Norden bekommt zunächst mehr Wolken und damit eine langsamere Erwärmung.
Am Dienstag zeigt sich die erste Aufteilung ziemlich deutlich: In der Nordhälfte sind viele Wolken am Himmel zu erwarten, außerdem ziehen Schauer über Schleswig-Holstein hinweg. Im Süden dagegen lösen sich zum Tagesbeginn teils letzte Wolken auf, und im Südwesten stört laut DWD „gar keine Wolke“ den blauen Himmel. Das ist meteorologisch relevant, weil Sonne die Strahlungsbilanz dominiert und die Erwärmung beschleunigt, während Wolken die direkte Einstrahlung dämpfen. So bleibt es im Norden bei Temperaturen um 22 Grad, während anderswo bis zu 33 Grad möglich sind. Für viele Menschen bedeutet das: Die Hitze ist regional nicht gleich verteilt, aber sie greift dennoch großflächig in den Alltag ein, sobald die Sonne durchkommt.
Besonders praktisch klingt der Hinweis des DWD-Meteorologen Markus Eifried auf den ersten Blick, ist aber ein echter Hebel gegen die Hitzebelastung: Am Dienstagabend sollte man die Fenster öffnen, weil die Nacht zum Mittwoch die letzte kühle Nacht zum Durchlüften sein dürfte. Genau dieser Übergang von „durchlüftbar“ zu „bleibt warm“ entscheidet oft darüber, wie gut Räume und Körper in der folgenden Phase regenerieren können. Am Mittwoch selbst scheint nahezu überall die Sonne; im Nordosten gibt es den ganzen Tag über Wolkenfelder, und an den Alpen bilden sich Quellwolken, aus denen vereinzelt Gewitter entstehen können. Gleichzeitig bleibt es im Südwesten verbreitet sehr heiß, bis zu 37 Grad sind möglich, und selbst Helgoland liegt mit etwa 25 Grad vergleichsweise angenehm.
Der eigentliche Belastungspunkt rückt dann am Donnerstag nach vorn, wenn sehr heiße Bedingungen großflächig auftreten. Selbst an der See erwartet der DWD Werte bis 31 Grad, während am Oberrhein und in Franken wieder 39 Grad möglich sind. Dazu kommt ein wichtiger Begleitfaktor: Im Tagesverlauf nimmt die Quellbewölkung vom Südwesten über den Westen bis zum Nordwesten zu, wodurch sich Schauer und auch Gewitter entwickeln können. Diese sind nicht nur „gelegentlich“, sondern können laut DWD kräftig ausfallen. Für die nächsten Tage heißt das: Hitze und Gewitterrisiko laufen parallel, und genau dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit von kurzfristigen Wetterumschwüngen, die zwar Abkühlung bringen können, aber auch lokal sehr belastend sind – etwa durch Starkregen, Hagel und sturmartige Böen.
Ab Freitag setzt sich das Muster fort: In Bayern sind nochmals bis zu 37 Grad möglich, ansonsten bleibt es vom Südwesten bis nach Brandenburg heiß, während der Nordwesten deutlich angenehmer ausfallen kann. Der DWD betont dabei, dass das Schauer- und Gewitterrisiko deutlich ansteigt. Auch für das Wochenende erwartet der Meteorologe eine Fortsetzung der sehr warmen bis heißen Phase; lokal kann am Sonntag und Montag im Südwesten sogar nochmals die 35-Grad-Marke geknackt werden. Für Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und alle, die im Freien arbeiten, ist diese Kombination aus anhaltender Wärme und erhöhter Gewitterneigung besonders relevant: Planungen müssen sowohl die Hitzephase als auch die Möglichkeit kurzfristiger Wetterumschwünge berücksichtigen, etwa bei Schichtwechseln, Transportfenstern und der Arbeitssicherheit im Außenbereich.
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