FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Steigende Bauzinsen und erneute Inflationssorgen bremsen die Nachfrage nach Immobilien spürbar. Das Hamburger Gewos-Institut erwartet, dass sich die Käufe im laufenden Jahr deutlich abkühlen. Als Treiber nennt Gewos neben den Zinsen auch höhere Baupreise, allgemeine Teuerung sowie ein insgesamt schwierigeres Umfeld. Für 2026 wird zudem ein weiterer Druck auf Eigenheime und Wohnbauland erwartet.

Der deutsche Immobilienmarkt steht nach zwei Jahren spürbar steigender Verkäufe wieder unter Druck: Mit den Inflationssorgen und den deutlich höheren Bauzinsen setzen sich viele Haushalte und Investoren vorsichtiger mit Kaufentscheidungen auseinander. Genau diese Gemengelage spiegelt eine neue Prognose des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wider. Gewos rechnet damit, dass die Nachfrage dieses Jahr „deutlich“ abkühlt und sich damit eine Phase beengter Finanzierungsbedingungen in realen Transaktionen widerspiegelt.
Im Kern wirkt das Zinsniveau wie ein Dämpfer auf die Zahlungsbereitschaft. Wenn die Monatsrate steigt, werden nicht nur Budgets kleiner, auch die Planbarkeit von Finanzierungen wird schwieriger, etwa bei langen Bau- und Finanzierungszeiträumen. Laut Barkow Consulting liegen die Zinsen für Baufinanzierungen mit zehnjähriger Zinsbindung zuletzt bei rund 4,25 Prozent pro Jahr – damit auf dem höchsten Stand seit Mai 2011. Für Käufer bedeutet das: Schon relativ kleine Aufschläge summieren sich, und die Finanzierungslücke kann Kauf- oder Bauvorhaben kippen.
Gewos verknüpft die Nachfrageschwäche deshalb nicht ausschließlich mit Zinsen, sondern auch mit dem gesamten Preis- und Risikoumfeld. Neben den Bauzinsen ziehen laut Gewos-Immobilienexperte Sebastian Wunsch auch Baupreise und allgemeine Teuerung wieder stärker an. Dazu kommen Sorgen über Kriege und Zollkonflikte sowie eine etwas strengere Kreditvergabe von Banken – Faktoren, die die Kreditprüfung und damit die reale Machbarkeit von Angeboten beeinflussen können. Diese Kombination erklärt, warum die Nachfrage bei verschiedenen Segmenten nicht gleich stark nachgibt.
Konkret prognostiziert Gewos, dass die Zahl der Käufe von Wohnimmobilien – von Eigenheimen über Eigentumswohnungen bis zu Mehrfamilienhäusern und Wohnbauland – in diesem Jahr auf rund 612.000 sinkt. Das wären 4,4 Prozent weniger als 2025. Gleichzeitig erwartet das Institut beim Umsatz mit Wohnimmobilien einen Rückgang um 2,0 Prozent auf knapp 211 Milliarden Euro. Bei Wirtschaftsimmobilien sieht Gewos etwas größere Rückgänge, was die Abkühlung als marktbreites Phänomen beschreibt statt als rein wohnsegmentbedingte Korrektur.
Der Blick auf die Entwicklung innerhalb des Jahres zeigt ebenfalls, wie schnell sich Nachfrage in Kennzahlen übersetzt: Im zweiten Quartal habe die Nachfrage nach Wohneigentum laut Wunsch einen „erheblichen Dämpfer“ erhalten. Gewos verweist dabei auf gesunkene Anfragen auf Inserate bei Immobilienportalen sowie längere Vermarktungszeiträume. Besonders stark dürfte 2026 demnach die Zahl der Eigenheimkäufe schrumpfen – mit einem Minus von mehr als fünf Prozent. Ähnlich sieht es bei Wohnbauland aus; Grundstücke und Bauflächen reagieren häufig überproportional, weil sie oft als „Optionsmasse“ betrachtet werden und Finanzierungslimits schneller auf den Kaufpreis durchschlagen.
Nicht alle Segmente folgen dem gleichen Muster. Während Eigenheime und Wohnbauland unter Druck geraten, könnten Transaktionen von Mehrfamilienhäusern leicht wachsen, weil Investoren von steigenden Mieten profitieren. Das ist vor allem für professionelle Käufer relevant, die Cashflow-Stabilität höher gewichten als kurzfristig sinkende Verkaufspreise. Gleichzeitig bleibt das mittelfristige Wachstumspotenzial nach Gewos-Einschätzung begrenzt: Auch wenn sich einzelne Teilmärkte stabilisieren können, bestimmt die Finanzierungslage weiterhin Tempo und Umfang neuer Abschlüsse.
Technisch betrachtet lässt sich die Dynamik auch als Kette aus Zinskosten, Haushaltsbudget und Verhandlungsspielraum verstehen: Höhere Zinsen erhöhen den Kapitaldienst, verringern dadurch die Tragfähigkeit und verschieben die Preisstellung in laufenden Projekten. Wenn dann zudem Kreditvergabeprozesse strenger werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass weniger Käufer aktiv in den Markt gehen. Gewos bezieht sich für die Prognose auf Daten der Gutachterausschüsse aus dem ersten Halbjahr und ordnet damit nicht nur Stimmungswerte, sondern verbriefte Kaufvertragszahlen ein.
Für Marktteilnehmer ist deshalb weniger die Frage „ob“ sich die Nachfrage abkühlt, sondern „wie schnell“ sie sich in Angebot und Preisbildung verlagert. Baufirmen, Makler, Projektentwickler und Banken bekommen den Effekt zeitversetzt über Vermarktungszeiträume, Umfinanzierungen und die Geschwindigkeit neuer Genehmigungs- und Bauplanungen zu spüren. Gewos deutet zudem an, dass sich nach einer Erholung bei den Baugenehmigungen der Trend wieder drehen könnte – dann würde die nächste Stufe der Anpassung an die schwächere Nachfrage sichtbar. In Summe zeigt die Prognose: Der Immobilienmarkt arbeitet derzeit nicht gegen die Zinsen an, sondern reagiert auf sie – segmentweise, aber mit spürbarer Gesamtrichtung nach unten.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Hohe Bauzinsen dämpfen Immobiliennachfrage deutlich: Prognose von Gewos" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Hohe Bauzinsen dämpfen Immobiliennachfrage deutlich: Prognose von Gewos" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Hohe Bauzinsen dämpfen Immobiliennachfrage deutlich: Prognose von Gewos« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!