BARCELONA / LONDON (IT BOLTWISE) – Honor zeigt mit dem Robot Phone ein Smartphone, bei dem ein Falt-Gimbal direkt im Gehäuse integriert ist. Das Experiment zielt auf Content-Ersteller: drei Achsen Stabilisierung für die 200-Megapixel-Hauptkamera, plus ein ARRI-gestütztes Video-UI und LogC3-Unterstützung. In London demonstriert das Gerät eine „Super-Steady“-Aufnahme, die auch bei starken Bewegungen erstaunlich ruhig bleibt. Gleichzeitig bleibt der Marktstart zunächst auf China begrenzt, der Preis liegt bei 9.999 Yuan.

Honor positioniert das Robot Phone als Antwort auf einen Trend, den viele Smartphone-Nutzer längst aus der Praxis kennen: Wenn Videos nicht „handheld“ aussehen sollen, greifen Creator häufig zu externen Gimbals oder gleich zu dedizierten Stabilisierungskameras. Genau an dieser Stelle setzt das Konzept an und versucht, die entscheidende Mechanik in das Smartphone selbst zu verlagern. Im Kern ist das Robot Phone weniger „Roboter“ als vielmehr ein Smartphone mit integrierter Gimbal-Funktion – und damit eine kleine Systemverschiebung: Statt zusätzliche Hardware mitzuschleppen, soll Stabilisierung direkt aus dem Gerät heraus erfolgen.
Das Setup bleibt dabei ungewöhnlich kompakt. Honor beschreibt das integrierte Gimbal als besonders klein und fertigt den 2,6-Gramm-Gimbal-Motor offenbar in eigener Fertigung, damit die Mechanik in den Smartphone-Körper passt. Entsprechend wirkt das Gerät nicht wie ein klassisch flaches Flaggschiff: Mit 9,6 Millimetern Dicke ist es zwar tragbar, aber eben nicht „Slim“, weil der Mechanismus im Inneren Platz beansprucht. Gelöst hat Honor das über ein Klapp-/Faltprinzip, bei dem das „Robot“-Gimbal im geschlossenen Zustand in einer kleinen Rückseite-Kompatibilität verschwindet und zum Fotografieren beziehungsweise Filmen ausgeklappt wird.
Die Stabilisierung bleibt nicht nur Marketing, sondern adressiert sehr konkret die Kamera-Architektur. Das Gimbal bedient die drei Achsen Stabilisierung für die 200-Megapixel-Hauptkamera. Gleichzeitig kann der gleiche Sensor im eingefalteten Zustand als normale Smartphone-Kamera genutzt werden – also mit klassischem Smartphone-Workflow, inklusive f/1.6-Linse und optischer Bildstabilisierung (OIS). Dazu kommen eine 200-Megapixel-Telekamera mit OIS für bis zu 2,7-fachen optischen Zoom und eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit 122 Grad Bildwinkel. Wer zudem selfies plant, hat eine 50-Megapixel-Frontkamera; in der Praxis dürfte aber das neue „Gimbal-Feeling“ eher für dynamische Videoaufnahmen interessant sein.
Auch die Bedienlogik versucht, das Gimbal-Gefühl in eine Smartphone-Interaktion zu übersetzen. Um das System zu aktivieren, schiebt man zuerst die Abdeckung manuell, öffnet dann den Launcher in der Kamera- oder KI-Assistent-App, und das Arm-Element klappt aus. Auf dem Display erscheint eine X-Ray-artige Visualisierung dessen, was hinter dem Panel passiert, was die Bedienung eher „erklärbar“ macht als bei reinen Gimbal-Apps mit externer Steuerbox. Die Shooting-Modi sind außerdem mit KI-gestützter Assistenz versehen; relevant bleibt jedoch: Viele Funktionen dieser „Yoyo“-Assistentenebene sollen vorerst stark auf China ausgerichtet sein. Für internationale Nutzer ist damit vor allem die Kamera- und Stabilisierungsebene entscheidend, nicht die lokale KI-Integration.
Beim Video zeigt sich, warum das Robot Phone trotz klarem „Proof-of-Concept“-Charakter nicht nur Nebenspiel sein will. Honor arbeitet hier mit ARRI zusammen, unter anderem für UI-Elemente, LUTs und die Unterstützung von ARRI LogC3 für einfacheres Color-Editing. Das Besondere: LUTs lassen sich bereits in der Vorschau anwenden, sodass man die Wirkung filmischer Looks beurteilen kann, ohne sich sofort auf einen finalen Effekt festzulegen. In der Bedienung soll das Erlebnis zwischen Smartphone und Gimbal liegen: Man bekommt ein großes Display für Einstellungen statt vieler kleiner Bedienelemente, kann aber trotzdem die Gimbal-Tracking-Parameter über ein Einstellkonzept wie „Tracking Speed“ sowie manuelle Winkelkorrektur per on-screen Stick beeinflussen. Positiv fällt dabei auch die Fähigkeit auf, sowohl Menschen als auch unbelebte Motive zu verfolgen, was bei manchen Smartphone-Gimbals nicht selbstverständlich ist.
Die praktische Stabilitätswirkung wurde im Hands-on mit einer „Super-Steady“-Aufnahme sichtbar, die selbst bei kräftigem Springen und Hüpfen in Bewegungsszenen auffällig ruhig blieb. Gleichzeitig zeigte sich das System lernfähig: In einem Test sprang das Robot Phone zunächst auf Gesichter von Passanten über, obwohl die gewünschte Ausrichtung eine andere war. Hier dürfte die Priorisierung des Subject-Tracking eine zentrale Stellschraube sein, die Nutzer nach kurzer Eingewöhnung besser handhaben können. Interessant ist auch der Workflow-Freedom-Aspekt: Man kann horizontales Filmen ausführen, obwohl das Gerät vertikal gehalten wird, ohne dass man das Setup ständig drehen muss.
Am Ende bleibt die Preis- und Marktrealität der entscheidende Bremsklotz. Das Robot Phone kostet in China 9.999 Yuan und damit grob umgerechnet rund 1.500 US-Dollar. Honor testet den Absatz offenbar über eine limitierte Produktion, ähnlich wie zuvor bei einzelnen „Early“-Formfaktoren. Zusätzlich gilt: Honor-Preise sind in Großbritannien und anderen Regionen außerhalb Asiens häufig höher als in der chinesischen Startphase; als Vergleich nennt der Hands-on etwa den Magic V6, der in China günstiger als das Robot Phone ausfällt, in Großbritannien aber deutlich teurer ist. Dazu kommt ein Mechanik-Thema: Sobald im Gerät bewegliche Teile integriert sind, steigt grundsätzlich das Ausfallrisiko. Zwar nennt Honor IP54 als Schutz gegen Staub und Wasser, allerdings nur, wenn der Gimbal im Inneren verstaut ist – das hilft dann vor allem im Alltag, aber nicht als Schutzschild für die mechanischen Komponenten selbst während des Betriebs. Für Interessierte heißt das: Das Robot Phone ist „consumer-ready“, aber aktuell eher ein Produkt für China-Käufer oder Import, bis die weitere Expansion entschieden und umgesetzt wird.
Für die Branche ist das Konzept trotzdem spannend, weil es eine reale Schnittstelle zwischen Smartphone-Kameratechnik und mobilen Stabilisierungssystemen neu bewertet. Ein integriertes Gimbal kann den Creator-Workflow vereinfachen: weniger Zubehör, schnellere Einsatzbereitschaft, und dennoch eine filmnahe Stabilität. Genau deshalb lohnt der Blick auf die nächste Frage, die der Hands-on aufwirft: Ob Honor das Prinzip nur als Smartphone-Experiment versteht oder daraus auch eigenständige Geräte ableitet. Wenn der winzige Gimbal-Mechanismus in Zukunft nicht nur an eine Smartphone-Front gebunden wird, könnte daraus mittelfristig eine neue Kategorie entstehen, in der sich „Stabilisierung als Baugruppe“ aus dem Smartphone heraus löst – und damit auch in anderen Formfaktoren platzieren lässt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Honor Robot Phone im Hands-on: Das Gimbal steckt im Smartphone" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Honor Robot Phone im Hands-on: Das Gimbal steckt im Smartphone" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Honor Robot Phone im Hands-on: Das Gimbal steckt im Smartphone« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!