BENGALURU / LONDON (IT BOLTWISE) – Das indische Startup Digantara hat in einer neuen Finanzierungsrunde 50 Millionen US-Dollar gesammelt, um seine Weltraum-Überwachungstechnologie weiterzuentwickeln. Mit dieser Investition plant das Unternehmen, seine Fähigkeiten im Bereich der Raketenverfolgung auszubauen und den wachsenden Bedarf an weltraumgestützter Verteidigungstechnologie zu decken.

Das indische Unternehmen Digantara hat sich in der Raumfahrtbranche einen Namen gemacht, indem es sich auf die Überwachung von Weltraumobjekten spezialisiert hat. Mit einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von 50 Millionen US-Dollar plant das Startup, seine Technologie zur Raketenverfolgung weiterzuentwickeln. Diese Investition unterstreicht das zunehmende Interesse von Regierungen an weltraumgestützten Verteidigungssystemen, die eine schnellere Erkennung von Bedrohungen ermöglichen als herkömmliche bodengestützte Radarsysteme.
Die Finanzierungsrunde wurde von neuen Investoren wie 360 ONE Asset und SBI Investments aus Japan unterstützt, während bestehende Investoren wie Peak XV Partners und Kalaari Capital ebenfalls beteiligt waren. Digantara, das 2020 in Bengaluru gegründet wurde, hat sich ursprünglich auf die Überwachung von Weltraumschrott konzentriert. Mit der neuen Finanzierung will das Unternehmen seine Infrarotsensoren und softwarebasierten Analysen für die Raketenverfolgung einsetzen.
Im Januar startete Digantara seinen ersten Weltraumüberwachungssatelliten SCOT an Bord der SpaceX Transporter-12-Mission. Dieser Satellit ermöglicht die Beobachtung von Weltraumobjekten aus dem All. Im Februar eröffnete das Unternehmen ein Büro in Colorado Springs, um in den US-amerikanischen Verteidigungsmarkt einzutreten. Diese Expansion hat bereits zu Verträgen mit dem US Space Command geführt.
Digantara plant, seine Produktionskapazitäten in Indien erheblich zu erweitern. Derzeit betreibt das Unternehmen eine 25.000 Quadratmeter große Fertigungsanlage, die bis zu fünf Satelliten gleichzeitig produzieren kann. Eine neue Vereinbarung mit der Regierung von Andhra Pradesh sieht den Bau einer größeren Anlage vor, die bis zu 30 Satelliten gleichzeitig herstellen kann. Diese soll im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden.
Die Zukunftspläne von Digantara umfassen den Ausbau ihrer Infrastruktur sowohl im Weltraum als auch am Boden. Dazu gehören zusätzliche elektro-optische und LiDAR-Satelliten für die Weltraumüberwachung sowie weltraumgestützte Sensoren für die Frühwarnung und Verfolgung von Raketen. Das Unternehmen plant, bis 2026 insgesamt 15 Satelliten zu starten, um seine Überwachungsfähigkeiten weiter zu verbessern.
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