HECKLINGEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Integration von unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) in den europäischen Luftraum schreitet voran. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet mit der Frequentis-Tochter skyzr zusammen, um sichere und koordinierte Verfahren für den Betrieb von Drohnen zu entwickeln. Ziel ist es, ein interoperables Umfeld zu schaffen, in dem UAS-Betriebsverfahren unter realistischen Bedingungen getestet werden können.

Die Integration von unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) in den europäischen Luftraum ist ein komplexes Unterfangen, das eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren erfordert. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sich mit der Frequentis-Tochter skyzr aus Wien zusammengeschlossen, um die sichere und koordinierte Einbindung von Drohnen in den europäischen Luftraum zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, fortschrittliche Verfahren zu entwickeln, die den Betrieb von UAS in einem sicheren und koordinierten Rahmen ermöglichen.
Ein zentrales Element dieser Bemühungen ist die Entwicklung eines interoperablen und praxisnahen Umfelds, in dem UAS-Betriebsverfahren unter realistischen Bedingungen getestet und verfeinert werden können. Dies geschieht im Einklang mit den Vorschriften der Europäischen Union für den sogenannten U-Space, einem digitalen, dienstbasierten Rahmen, der groß angelegte Drohnenoperationen unter EU-Recht ermöglicht. U-Space dient als Grundlage für Europas Ansatz zur unbemannten Luftfahrt und das zukünftige integrierte Luftraummanagement.
Die DLR-Forscher am Standort Braunschweig arbeiten intensiv an der Bereitstellung wesentlicher U-Space-Dienste wie Netzwerkidentifikation, Geo-Bewusstsein, UAS-Flugautorisierung und Verkehrsinformationen. Diese Dienste bilden die Grundlage für die sichere Integration von UAS in den Luftraum neben bemannten Flugzeugen. Über die Zeit wird erwartet, dass die U-Space-Infrastruktur für externe Partner geöffnet wird, um vor Ort Tests durchzuführen.
Die modulare Architektur des U-Space erlaubt die Hinzufügung optionaler Dienste, die durch Forschungsprojekte evaluiert werden können. Dazu gehören Konzepte wie mehrere U-Space-Dienstleister, die Integration von Vertiports für Lufttaxis und Fracht-Drohnen sowie die Koordination mit bemannten Flugzeugoperationen. Laut DLR bleiben die Operationen unabhängig von externen Netzwerken und Diensten.
Die Zusammenarbeit zwischen DLR und Frequentis baut auf einer langjährigen Kooperation im Bereich Flugführung und Luftverkehrsmanagement auf. Diese Partnerschaft ermöglicht die Implementierung und Weiterentwicklung zertifizierter Dienste unter operativen Bedingungen. Erste U-Space-Operationen sind innerhalb der Verkehrszone des Flugplatzes Cochstedt geplant, wo das DLR-Testzentrum Infrastruktur für Forschung, Tests und Demonstrationen unbemannter Luftfahrttechnologien bereitstellt.
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