LONDON (IT BOLTWISE) – Jeremy Grantham, Co-Founder von GMO, hält Bitcoin für wertlos und erwartet, dass Krypto „mit einem Knall“ nicht, sondern „mit einem Wimmern“ ausläuft. Ausschlaggebend ist für ihn vor allem die fehlende Stabilität als Wertaufbewahrung: Bitcoin sei zuletzt stark gefallen, während Gold neue Bestmarken erreicht habe. Gleichzeitig räumt Grantham Blockchain als Technologie eine mögliche, langfristig transformierende Rolle ein – aber eben nicht als Synonym für Kryptowährungen.

Jeremy Grantham, Mitgründer der Investmentfirma GMO, bringt die Debatte über Krypto erneut auf den Punkt – nicht als Technikdiskussion, sondern als Frage nach Nutzwert und Marktmechanismus. In einem Auftritt bei CNBCs „Squawk Box“ bezeichnete er Krypto allgemein als „nutzlos“ und als „spekulativen Mechanismus“. Seine zugespitzte Prognose lautet, dass diese Asset-Klasse über Jahre hinweg an Bedeutung verlieren werde. Der Kern seiner Argumentation: Bitcoin wird in seiner aktuellen Form nicht zuverlässig als „store of value“ funktionieren, weil die Preisbildung zu stark schwankt.
Konkreter wird Grantham mit dem Kursbild der jüngsten Monate. Bitcoin lag laut Bericht zeitweise mehr als 50% unter seinem Allzeithoch von 126.080 US-Dollar. Überdies betont er den Zusammenhang zwischen „normalen“ makroökonomischen Rahmenbedingungen und trotzdem schwacher Performance des Coins: Selbst wenn wirtschaftlich eher stabile Phasen vorliegen, zeige Bitcoin eine ausgeprägte Instabilität. Diese Beobachtung passt in ein länger geführtes Muster der Krypto-Diskussion: Während Befürworter auf Liquidität, Akzeptanz und langfristige Netzwerkeffekte verweisen, werfen Kritiker vor, dass Krypto aktuell stark von Risikoappetit und Liquiditätszyklen abhängt – und damit eher wie ein Wetteinsatz als wie eine Rücklage wirkt.
Im gleichen Atemzug stellt Grantham eine direkte Vergleichsachse zu Gold her. Das Edelmetall habe in dem genannten Zeitraum beträchtlich zugelegt und sogar ein neues Allzeithoch jenseits von 5.500 US-Dollar je Unze erreicht. Anschließend sei der Goldpreis zwar wieder zurückgekommen, aber nicht in dem Ausmaß, das Granthams These einer fehlenden Stabilität bei Bitcoin untermauert. Er argumentiert dabei nicht nur mit Zahlen, sondern mit Alltagstauglichkeit: Bitcoin werde nicht für „ernsthafte“ Geschäfte genutzt, weder um professionell zu handeln noch um alltägliche Zahlungen zu leisten. Das Bild dahinter ist klar: Ein Asset, das nicht breit als Tauschmittel oder Wertanker dient, wird schwer zu einem verlässlichen Sparvehikel.
Technisch betrachtet ist Granthams Kritik allerdings weniger gegen die zugrunde liegende Infrastruktur gerichtet als gegen die Nutzungsebene. Denn er räumt ein, dass die Blockchain selbst als „Rails“ – also als Transport- und Abwicklungsinfrastruktur – in Zukunft eine transformative Rolle spielen könnte. Diese Unterscheidung ist wichtig: Eine Distributed-Ledger-Architektur kann prinzipiell auch dann wertvoll sein, wenn einzelne Tokens als Anlagevehikel scheitern. In der Praxis bedeutet das: Unternehmen könnten Blockchain-ähnliche Verifikations- und Konsensmechanismen künftig für Auditierbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Automatisierung in Workflows einsetzen, während die Frage nach dem Tokenpreis und der Spekulation davon getrennt bewertet werden muss.
Marktseitig ordnet sich Granthams Position in eine Reihe prominenter Gegenstimmen ein. So hatte zuletzt auch der milliardenschwere Investor Mark Cuban Bitcoin kritisiert und darauf verwiesen, dass es als Absicherung („Hedge“) die Erwartungen nicht erfüllt habe. Cuban ging dabei offenbar sogar so weit, den Großteil seines BTC-Bestands zu verkaufen. Für die Märkte ist das mehr als rhetorische Ablehnung: Wenn bekannte Investoren ihre Risikoexponierung reduzieren, verstärkt das häufig die Wahrnehmung, dass das Asset in Krisenphasen nicht zuverlässig „defensiv“ ist. Genau an diesem Punkt treffen sich Granthams Argumente mit dem allgemeinen Verhalten vieler Krypto-Märkte: Der Preis reagiert überdurchschnittlich auf Liquiditätsbedingungen, nicht ausschließlich auf fundamentale Wertargumente.
Aus Sicht der Marktmechanik lässt sich Granthams These auch mit einem einfachen Vergleich erklären: Gold ist seit Jahrhunderten an vielfältige institutionelle Verwendungsmuster gekoppelt – es profitiert von Nachfrage aus Zentralbanken, Schmuck- und Industrieanwendungen sowie Absicherungsstrategien. Bitcoin hingegen ist stärker ein „Finanz- und Netzwerkasset“, dessen Preisbildung in der Regel über Börsen, Derivate und Erwartungen an künftige Adoption gesteuert wird. Das führt zu anderer Volatilität und damit zu einem anderen Risikoprofil. Granthams Aussage „Man kann sich nicht darauf verlassen“ zielt deshalb auf etwas sehr praktisches: Wenn ein Asset in kurzen Zeitfenstern massiv schwankt, ist es schwierig, es operativ als Wertanker in Portfolios oder Sicherungslogiken zu verankern.
Gleichzeitig sollte man beachten, dass Kritik an Bitcoin nicht automatisch Kritik an Krypto-Innovationen bedeutet. Der Hinweis Granthams, Bitcoin ermögliche es „Crooks“, Geld zu verschieben, ohne Spuren zu hinterlassen, ist zwar normativ zugespitzt, weist aber auf ein reales regulatorisches Problemfeld hin: Transparenzgrade, Auswertung von On-Chain-Daten und die Grenzen von Pseudonymität. Für Unternehmen und Intermediäre wird in diesem Zusammenhang entscheidend, wie gut sich Transaktionen nach Marktstandards überwachen, klassifizieren und mit Compliance-Prozessen verknüpfen lassen. Ohne dieses Zusammenspiel bleibt Blockchain-Infrastruktur aus Enterprise-Sicht oft ein Pilot- oder Nischenfall – besonders dort, wo Datenschutz, Geldwäscheprävention und Audit-Anforderungen zusammenkommen.
Für die Enterprise-Landschaft ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Wenn Blockchain-ähnliche Muster eingesetzt werden, sollten Organisationen nicht blind auf den Tokenwert optimieren, sondern auf messbare Funktionen im Prozess. Das betrifft beispielsweise unveränderliche Protokollierung, Identitäts- und Berechtigungsmodelle, sowie Orchestrierung von Transaktionsketten über automatisierte Prüfregeln. In der Praxis ist das eher ein MLOps-/DevOps-ähnliches Thema für Daten- und Auditpipelines als eine Spekulationsfrage. Granthams Haltung macht die Trennung zwischen „Infrastruktur“ und „Anlageklasse“ besonders sichtbar. Entwickler bekommen damit einen klareren Rahmen: Reine Token-Optimierung ist ein unsicherer Weg, robuste Logik für Compliance und Nachvollziehbarkeit hingegen ist ein belastbarer Build.
Wie könnte die Entwicklung weitergehen? Grantham erwartet ein allmähliches Verblassen der Kryptowährungen als breite Anlagekategorie. Ob er damit recht behält, hängt jedoch nicht nur von Kursbewegungen ab, sondern auch davon, wie Regulierung und Marktstrukturen wirken. Für 2026/2027 ist denkbar, dass Token weiterhin in spezialisierten Bereichen existieren, während der „Mainstream“-Investmentfall bei vielen institutionellen Investoren schwieriger bleibt, solange Stabilitäts- und Hedge-Argumente nicht überzeugen. Gleichzeitig ist die wahrscheinlichste Zukunftsoption für Blockchain-Use-Cases eher hybrider Natur: selektive, kontrollierte Netzwerke, starke Zugriffskontrollen und nachvollziehbare Datenflüsse. Genau dort entstehen neue Chancen für Teams, die Skalierbarkeit, Sicherheit und Datenschutz gemeinsam denken.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Jeremy Grantham: Bitcoin bleibt für ihn ein Spekulationsvehikel" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Jeremy Grantham: Bitcoin bleibt für ihn ein Spekulationsvehikel" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Jeremy Grantham: Bitcoin bleibt für ihn ein Spekulationsvehikel« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!