Künstliche Intelligenz steuert seit etlichen Jahrzehnten, wie Gegner auf den Spieler reagieren. In den letzten Jahren ist KI zu einem noch wichtigeren Tool geworden. Sie beeinflusst, wie heutige Games entwickelt und gespielt werden.

Daten zu Spielverhalten sammeln und auswerten

Entwickler sammeln mit Vorliebe Daten zum Spielverhalten. Welche Spielmechaniken werden im Kampf eingesetzt? Gibt es Level oder Rätsel, die Kopfzerbrechen hervorrufen? Abgeschlossene Kapitel schalten häufig Achievements frei. Auch das Beenden des Spiels auf einem bestimmten Schwierigkeitsgrad wird mit einem Erfolg bedacht. Mithilfe dieser Daten ergründen Entwickler, was gut funktioniert hat – und worauf beim Sequel achtzugeben ist.

KI kann die gesammelten Daten ordnen, auswerten, lesbar machen. Moderne KI ist imstande, wie ein Beobachter zuzuschauen und fortwährend neue Daten zu erheben. Games as a Service nutzen diese Daten, um künftige Events zu planen und Mikrotransaktionen zu verändern. Selbst Indie-Entwickler erfahren, ob Stellschrauben zu justieren sind, um das Spielerlebnis auf ein neues Level zu heben.

Casino-Seiten machen sich KI auf diese Weise zunutze, um bei ungesunden Spielgewohnheiten frühzeitig die Notbremse zu ziehen. Wer beliebte Online Spielautomaten in Österreich spielt, kann Tools wie MENTOR einsetzen, um sich mit anderen Usern zu vergleichen. Andere Länder – etwa Spanien – bauen auf Algorithmen, die über 60 Risikofaktoren im Auge behalten. Ziel ist es, Glücksspiel im Internet unterhaltsam und sicher zu gestalten.

Adaptiver Schwierigkeitsgrad

Wer im Kampf gegen einen schwierigen Boss mehrmals hintereinander das Zeitliche segnet, wird manchmal gefragt, ob das Spiel den Schwierigkeitsgrad senken soll. Mittels KI lässt sich der Schwierigkeitsgrad variabel einstellen. Wem Rätsel schwerfallen, findet mehr Hinweise – oder muss Rätsel bloß teilweise lösen. Wer in Kämpfen jedem Gegner problemlos den Garaus macht, könnte sich mit besser ausgerüsteten Widersachern konfrontiert sehen.

Moderne Videospiele wie Shadow of the Tomb Raider haben separate Schwierigkeitsgrade für Kämpfe, Erkundung und Rätsel. Horizon Forbidden West erlaubt es, im Optionsmenü individuell festzulegen, wie viel Schaden Aloy verursacht oder wie lange die Zeitlupe beim Zielen mit dem Bogen andauert. In Zukunft könnte KI den Schwierigkeitsgrad je nach Geschick wiederholt neu anpassen.

Ein adaptiver Schwierigkeitsgrad hat nicht automatisch zur Folge, dass der Spieler stärker an die Hand genommen wird. In Alien: Isolation merkt sich das Spiel beispielsweise, ob man sich am liebsten in Schränken oder unter Schreibtischen versteckt. Wer in Muster verfällt, macht umso schneller Bekanntschaft mit dem Alien. Und dann heißt es: Game over. Mit KI gebaute Spielmechaniken verhindern, dass eine bestimmte Vorgehensweise garantiert zum Erfolg führt. Selbst hartgesottene Core-Gamer müssen sich neue Strategien aneignen, wandlungsfähig sein.

Maßgeschneidertes Spielerlebnis

Wenn die KI laufend Daten zusammenträgt, bietet sich die Gelegenheit, positiv auf das Spielerlebnis einzuwirken. So könnte die KI neue Taktiken für den Kampf vorschlagen – gesetzt den Fall, dass einfache Gegner Schwierigkeiten bereiten. Bei veralteter Rüstung wird der Händler im angrenzenden Dorf angepriesen. Vor dem Betreten eines optionalen Dungeons wird eine Warnung ausgesprochen, wenn die Feinde ein viel zu hohes Level haben.

Vergleichbare Systeme wurden bereits ohne KI implementiert. Allerdings kann KI noch genauer und zielführender arbeiten. Womit Entwickler in jedem Fall gut beraten sind: Dass sich die Spielhilfe im Optionsmenü abschalten lässt. In God of War Ragnarök werden Rätsel etwa vom Begleiter gelöst, kaum dass man der Fragestellung gewahr wurde. Erst nach einem Update ließen sich die ungefragten Hinweise zurückfahren.

Wälder, Höhlen, Gebirge – mit wenigen Klicks erschaffen

In einem Rogue-like sind bereits erkundete Abschnitte nach dem Ingame-Tod nicht mehr wiederzuerkennen. Prozedural werden Level immer wieder neu generiert, wodurch sich jeder Run frisch anfühlt. Moderne Engines sind mittels KI in der Lage, Spielwelten innerhalb kürzester Zeit entstehen zu lassen. Vor wenigen Jahren hätte ein Level-Designer Tage und Wochen damit zugebracht, Bäume, Stalaktiten und Berge in Form zu bringen.

Via KI lassen sich Spielsysteme entwerfen, die für dynamisches Wetter sorgen oder das Verhalten von Wildtieren steuern. Nicht-Spieler-Charaktere könnten einen Tagesablauf verpasst bekommen. Klar: Gothic hat letzteres schon 2001 vorgemacht. Damals war aber keine selbstständige KI im Spiel, sondern jeder NPC bekam seine Handlungen einzeln einprogrammiert.

Warum menschliche Entwickler wichtig bleiben

Mittlerweile ist manchmal zu lesen, KI könnte Videospiele kreieren. Ganz allein. Aus dem Nichts. Doch ein reines KI-Game wäre wahrscheinlich mit zahllosen Fehlern behaftet. Bastelt die KI eine Spielwelt, muss der Level-Designer nach wie vor jeden Wald zurechtstutzen, Höhlen verschönern und Gebirgslandschaften geraderücken. Was ästhetisch aussieht und zum Erkunden einlädt, kann eine KI nicht beurteilen.

Andere Entwickler wollen mit KI nie enden wollende Dialogzeilen verbauen und vertonen. Hier besteht die Gefahr, am Ende mit einem wüsten Wortsalat ohne Aussagekraft dazustehen. Mittelalterliche Rollenspiele haben eine eigene Mythologie und Hintergrundgeschichte. In einem Glossar werden Begriffe näher erklärt. Selbst der unwichtige NPC hat eine unnachahmliche Art. Zwar kann eine LLM auf die Lore trainiert werden. Dennoch werden Autoren gebraucht, um die Texte gegenzulesen und abzustimmen.

Bei neu veröffentlichten Indie-Spielen beschweren sich deutschsprachige Märkte gerne über die fehlende Lokalisation. In Bewertungen wird Unverständnis kundgetan. Mit KI sei es angeblich mühelos, Spiele in diverse Sprachen zu übersetzen. In Wahrheit verfehlt eine automatische Übersetzung gern den Sinn. Oder Beziehungen zwischen Charakteren werden falsch dargestellt. Auch wenn KI bei der Lokalisation ein Grundgerüst liefert, muss ein Übersetzer nachbessern.

Fazit: KI ist im Gaming verwurzelt

Bereits das 1980 erschienene Pac-Man hatte eine KI für die Gegner, die mit Algorithmen darüber befand, wie der Spieler am besten zu verfolgen wäre. Heutige KI rafft Daten besser und schneller als jeder Mensch zusammen. Dies lenkt den Blick bei der Entwicklungsarbeit auf Bereiche, die überarbeitet werden müssen – und steigert so letztlich das Spielvergnügen.













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