LONDON (IT BOLTWISE) – Lenovo bringt mit dem Yoga 9i 2-in-1 Gen 9 ein 14-Zoll-Convertible mit 360-Grad-Scharnier in den Tablet-Modus. Herzstück ist ein Intel Core Ultra 7 155H mit 16 Kernen, kombiniert mit 32 GB RAM und einer 512-GB-SSD. Das OLED-Display arbeitet mit 120 Hertz und erreicht 100 % DCI-P3 bei bis zu 400 Nits Helligkeit. Entscheidend für mobile Produktivität sind zudem der integrierte Slim Pen, Windows Hello per Infrarot und eine beworbene Laufzeit von rund 803 Minuten im Testlauf.

Lenovo positioniert das Yoga 9i 2-in-1 Gen 9 klar als „All-in-One“-Gerät für unterwegs: Ein 360-Grad-Scharnier macht aus dem 14-Zoll-Notebook ohne Handgriffe einen Tablet-ähnlichen Begleiter, der auch fürs Aufstellen („Stand-Modus“) und Präsentieren taugt. Das Konzept zielt dabei weniger auf reines Medienkonsumieren als auf eine Mischung aus Notizen, Inhalt erstellen und gelegentlich auch kollaborativen Präsentationen. Wer häufig in Vorlesungen, im Studio oder im Zug arbeitet, bekommt mit dem Vollklapp-Design vor allem dann einen echten Mehrwert, wenn Stift-Eingaben und schnelles Wechseln zwischen Bedienmodi den Alltag strukturieren.
Technisch setzt Lenovo auf den Intel Core Ultra 7 155H mit 16 Kernen. Dazu kommen 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 512-Gigabyte-SSD, sodass typische Workloads wie Browser-Tabs, Office-Anwendungen, Recherche-Workflows und auch KI-gestützte Produktivitätsfunktionen im Hintergrund nicht sofort an „Speicherknappheit“ hängen bleiben. Für Grafikleistung greift Lenovo auf die integrierte Intel-Arc-Grafik zurück; das ist vor allem eine praktische Lösung für Bürosoftware, Medienwiedergabe und leichte Bildbearbeitung. Anspruchsvolle 3D-Engines oder professionelle Videoprojekte mit hohen Exportanforderungen profitieren in der Regel von einer dedizierten GPU, und genau an dieser Stelle wird ein Unterschied im Alltag spürbar.
Beim Display zeigt sich, warum das Gerät nicht nur „Convertible“ heißt, sondern konkret für Stift- und Mediennutzung ausgelegt ist: Das 14-Zoll-OLED-Panel löst mit 2.880 x 1.800 Pixeln auf, arbeitet mit 120 Hertz und erreicht 400 Nits Helligkeit. 100 Prozent DCI-P3 und Dolby Vision sind außerdem klare Hinweise auf eine farb- und dynamikbetonte Ausrichtung. Gerade bei Zeichnen, UI-Design oder Farbprüfung kommt OLED oft entgegen, weil Kontrast und Reaktionszeiten den Look von Feingrafiken stabiler wirken lassen als bei vielen IPS-Alternativen. Gleichzeitig ist die Kombination aus hoher Bildwiederholrate und kompaktem 14-Zoll-Formfaktor ein Argument dafür, dass die Eingaben des Stifts „satt“ im System ankommen und Animationen nicht nach kurzer Zeit müde machen.
Lenovo packt zudem mehrere typische Touchpoints für Windows-User in das System: Ein integrierter Lenovo Slim Pen ist für handschriftliche Notizen, Skizzen und Markups gedacht, während eine 5-Megapixel-Infrarotkamera zusammen mit einer Sichtschutzblende für Windows Hello sorgt. Ergänzend kommt ein Fingerabdruckleser hinzu, wodurch sich die Anmeldung je nach Situation flexibel gestalten lässt. Für den mobilen Alltag zählt neben dem Bedienkomfort auch die Sicherheit im Kerngeschäft: Windows Hello per Infrarot reduziert den Bedarf an Passwörtern, und die Sichtschutzblende adressiert das klassische „Kamera immer mit dabei“-Gefühl.
Auch die Akkuseite ist ein zentraler Teil der Kaufentscheidung. Lenovo nutzt einen 75-Wh-Akku, und in einem PC-Welt-Test aus dem Jahr 2024 wird für das Notebook eine durchschnittliche Laufzeit von 803 Minuten genannt – genug, um einen Arbeitstag ohne Netzteil zu überbrücken, sofern die Nutzung im Rahmen bleibt. Beim Gewicht startet das Yoga 9i laut den Angaben bei 1,32 Kilogramm; das ist für ein 2-in-1 mit OLED und 360-Grad-Scharnier ein solides Zielgewicht, das in Rucksack und Pendelroutine gut funktioniert. Gleichzeitig bleibt die Praxisfrage: Wer dauerhaft mit maximaler Displayhelligkeit, vielen externen Monitor-Setups oder intensiven Creator-Workloads arbeitet, wird eher früher nachladen müssen.
Der Vergleich zur Vorgängergeneration liefert einen weiteren Hinweis auf die Strategie: Im Vergleich zum Yoga 9i 14 Gen 8 nennt Lenovo eine kompaktere und leichtere Bauweise. Bei den Anschlüssen setzt das Gerät aber erkennbar auf schlankere Kabellösungen: Zwei Thunderbolt-4-Ports, ein USB-C-Anschluss, ein USB-A-Port sowie eine 3,5-Millimeter-Kombibuchse stehen bereit. HDMI, Ethernet und ein Kartenleser fehlen; externe Monitore, Netzwerkzugang und SD-Karten laufen damit typischerweise über USB-C-Zubehör. Das ist für viele Nutzer im Alltag akzeptabel, kann aber für Teams, die regelmäßig Präsentationen „ohne Adapter-Kette“ planen, oder für Creators mit SD-Workflow zusätzliche Planungsschritte bedeuten.
Für wen lohnt sich das Lenovo Yoga 9i 2-in-1 Gen 9 konkret? Laut der Zielgruppenbeschreibung passt das Konzept besonders zu Medienfans, Studierenden und Kreativen, die ein 14-Zoll-Convertible mit 120-Hertz-OLED, Stiftunterstützung und Tablet-Modus wirklich nutzen wollen. Die Kombination aus 803 Minuten Laufzeit im Testlauf und dem Startgewicht von 1,32 Kilogramm unterstützt genau den mobilen Einsatz, bei dem man nicht ständig zwischen Laptop, Tablet und Zubehör hin- und herwechseln möchte. Weniger passend ist es hingegen, wenn ein Setup dauerhaft HDMI-fest sein muss, wenn SD-Karten routinemäßig im Kamerabetrieb ankommen sollen oder wenn schwere 3D- bzw. Videoprozesse über Stunden laufen. In solchen Fällen wird ein stärkeres Notebook mit separater Grafikkarte oder ein Gerät mit mehr nativen Ports oft die bequemere Wahl sein.
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