DARESSALAM / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Gesundheitsbehörden der Vereinigten Republik Tansania haben offiziell das Ende des Marburg-Virus-Ausbruchs erklärt. Diese Ankündigung erfolgte nach zwei aufeinanderfolgenden Inkubationsperioden ohne neue bestätigte Fälle.

Am 13. März 2025 erklärte das Gesundheitsministerium der Vereinigten Republik Tansania das Ende des Marburg-Virus-Ausbruchs. Diese Entscheidung fiel, nachdem zwei aufeinanderfolgende Inkubationsperioden ohne neue bestätigte Fälle vergangen waren. Der letzte bestätigte Fall war am 28. Januar 2025 verstorben und erhielt eine sichere und würdevolle Beerdigung gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Der Ausbruch wurde ursprünglich am 20. Januar 2025 in der Region Kagera, insbesondere im Bezirk Biharamulo, festgestellt. Insgesamt wurden zwei bestätigte und acht wahrscheinliche Fälle gemeldet, wobei alle zehn Fälle tödlich endeten. Acht der Todesfälle traten auf, bevor der Ausbruch offiziell bestätigt wurde.
Die WHO und ihre Partner unterstützten die tansanische Regierung mit technischer, operativer und finanzieller Hilfe, um den Ausbruch einzudämmen. Trotz der offiziellen Erklärung des Endes des Ausbruchs bleibt das Risiko eines Wiederauftretens des Marburg-Virus aufgrund des Vorhandenseins des tierischen Reservoirs im Land bestehen.
Das Marburg-Virus ist bekannt für seine hohe Virulenz und klinische Ähnlichkeit mit dem Ebola-Virus. Beide gehören zur Familie der Filoviren. Menschen infizieren sich häufig nach längerer Exposition in Minen oder Höhlen, die von Rousettus-Fledermauskolonien bewohnt werden. Das Virus verbreitet sich dann durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen.
Während der Ausbruchskontrolle wurden insgesamt 272 Kontakte überwacht, die ihre 21-tägige Nachverfolgung erfolgreich abgeschlossen haben. Die WHO betont die Notwendigkeit, die Kapazitäten zur Früherkennung und Behandlung aufrechtzuerhalten, um im Falle eines erneuten Auftretens schnell reagieren zu können.
Die WHO rät weiterhin zu Maßnahmen zur Risikominderung, um die Übertragung des Marburg-Virus zu verhindern. Dazu gehören der Schutz vor Fledermaus-zu-Mensch-Übertragungen und die Vermeidung von direktem Kontakt mit infizierten Personen. Gesundheitsbehörden sollten sicherstellen, dass die Bevölkerung gut informiert ist und notwendige Maßnahmen zur Eindämmung von Ausbrüchen ergriffen werden.
Obwohl es derzeit keine zugelassenen Behandlungen oder Impfstoffe für das Marburg-Virus gibt, befinden sich einige Kandidaten in der Erprobung. Die WHO empfiehlt, keine Reise- oder Handelsbeschränkungen mit der Vereinigten Republik Tansania zu verhängen.
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