TORONTO / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein massiver Datenleak hat 149 Millionen Zugangsdaten von Nutzern weltweit offengelegt. Die ungesicherte Datenbank enthielt unter anderem Millionen von Gmail- und Facebook-Logins sowie Zugangsdaten für Banken und Kryptowährungsplattformen. Experten vermuten, dass die Daten durch Infostealing-Malware gesammelt wurden.

Ein massiver Datenleak hat weltweit für Aufsehen gesorgt, nachdem eine ungesicherte Datenbank mit 149 Millionen Zugangsdaten entdeckt wurde. Diese enthielt unter anderem 48 Millionen Gmail- und 17 Millionen Facebook-Logins sowie Zugangsdaten für Banken und Kryptowährungsplattformen wie Binance. Der Sicherheitsforscher Jeremiah Fowler entdeckte die Datenbank und meldete sie dem Hosting-Anbieter, der sie daraufhin entfernte.
Fowler, ein erfahrener Sicherheitsanalyst, konnte nicht feststellen, wem die Datenbank gehörte oder wer sie betrieb. Er vermutet jedoch, dass die Daten durch Infostealing-Malware gesammelt wurden, die Geräte infiziert und Techniken wie Keylogging verwendet, um Informationen aufzuzeichnen, die Opfer auf Websites eingeben. Während seiner Bemühungen, den Hosting-Dienst zu kontaktieren, wuchs die Datenbank weiter an und sammelte zusätzliche Logins für eine Vielzahl von Diensten.
Die Datenbank war öffentlich zugänglich und konnte mit einem Webbrowser durchsucht werden. Neben den Millionen von Gmail- und Facebook-Logins enthielt sie auch etwa vier Millionen Yahoo-Konten, 1,5 Millionen Microsoft Outlook- und 900.000 Apple iCloud-Zugangsdaten. Auch Logins für TikTok, OnlyFans und Netflix waren darunter. Die Struktur der Datenbank deutet darauf hin, dass sie für die Abfrage durch Cyberkriminelle optimiert war, die für verschiedene Datensätze je nach ihren Betrugsmaschen zahlten.
Infostealing-Malware hat das Problem verschärft, indem sie es Angreifern ermöglicht, die Sammlung von Zugangsdaten und anderen sensiblen Daten zu automatisieren. Laut Allan Liska, einem Bedrohungsanalysten bei Recorded Future, schaffen Infostealer eine sehr niedrige Eintrittsbarriere für neue Kriminelle. Die Miete einer beliebten Infrastruktur kostet zwischen 200 und 300 US-Dollar pro Monat, was es Kriminellen ermöglicht, monatlich potenziell Zugang zu Hunderttausenden neuer Benutzernamen und Passwörter zu erhalten.
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