DARMSTADT / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck sieht sich aufgrund des schwachen US-Dollars und harter Konkurrenz mit schwierigen Zeiten konfrontiert. Der Umsatz könnte bestenfalls das Niveau des Vorjahres erreichen, während ein Rückgang des Ergebnisses erwartet wird. Die Aktie geriet bereits vorbörslich unter Druck.

Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck steht vor einer herausfordernden Phase, da der schwache US-Dollar und eine verstärkte Konkurrenz den Konzern unter Druck setzen. Für das laufende Jahr erwartet Merck, dass der Umsatz bestenfalls das Niveau des Vorjahres von 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro erreichen wird. Analysten gehen davon aus, dass die Gewinnerwartungen am Markt sinken könnten, was sich bereits in einem vorbörslichen Druck auf die Aktie widerspiegelt.
Ein wesentlicher Faktor für die Unsicherheiten ist der schwache US-Dollar, der unter der Präsidentschaft von Donald Trump an Wert verloren hat. Die aggressive Zollpolitik der USA hat das Vertrauen der Finanzmärkte erschüttert, was den Dollar im Vergleich zum Euro auf ein langjähriges Tief sinken ließ. Da Merck etwa ein Viertel seines globalen Umsatzes in den USA erzielt, trifft diese Entwicklung den Konzern besonders hart.
Zusätzlich zu den Währungsschwankungen sieht sich Merck mit einem zunehmenden Wettbewerb konfrontiert, insbesondere im Bereich der Multiple-Sklerose-Medikamente. Ab März erwartet das Unternehmen, dass die Umsätze mit dem Medikament Mavenclad in den USA aufgrund von Konkurrenz durch Generika zurückgehen werden. Diese Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern bereits im vergangenen Jahr mit einem leichten Umsatzrückgang von 0,3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro zu kämpfen hatte.
Die scheidende Merck-Chefin Belen Garijo betonte die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens angesichts der geopolitischen Herausforderungen und der starken Währungsgegenwinde. Trotz eines Gewinnrückgangs nach Steuern um rund 6 Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro soll die Dividende für die Aktionäre stabil bei 2,20 Euro je Anteil bleiben. Diese Stabilität könnte helfen, das Vertrauen der Investoren zu bewahren, während der Konzern sich auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet.
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