VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA / LONDON (IT BOLTWISE) – Monument Mining hat seine Jahresergebnisse für das am 30. Juni 2026 endende Geschäftsjahr veröffentlicht und dabei vor allem beim Cashflow deutlich zugelegt. Der Nettogewinn stieg auf 68,80 Millionen US-Dollar, während der Cashflow aus dem operativen Geschäft von 48,65 Millionen US-Dollar auf 82,21 Millionen US-Dollar kletterte. Auch die Liquidität nahm spürbar zu: Die Zahlungsmittelreserven wuchsen auf 109,56 Millionen US-Dollar. Operativ meldet das Unternehmen zudem höhere Goldmengen und steigende Kostenkennzahlen, die es mit Förder- und Lizenzkosten begründet.

Das Geschäftsjahr 2026 ist für Monument Mining vor allem ein Liquiditäts- und Ergebnis-Upgrade: Statt nur über Kennzahlen wie Umsatz oder Goldmenge zu berichten, stellt das Unternehmen den höheren operativen Cashflow in den Mittelpunkt und verknüpft ihn mit einer klaren Kapitalpriorisierung. Für das am 30. Juni 2026 beendete Geschäftsjahr weist Monument einen Nettogewinn von 68,80 Millionen US-Dollar aus, nach 37,54 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Die Entwicklung schlägt sich auch im Ergebnis je Aktie nieder: 0,20 US-Dollar statt 0,11 US-Dollar. Gleichzeitig erhöhte sich der Cashflow aus dem operativen Geschäft auf 82,21 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahr 48,65 Millionen US-Dollar erzielt worden waren. Damit verschiebt sich der Fokus von der klassischen Produktionsstory stärker in Richtung Finanzierungskraft, was in der Projektbewertung für Goldproduzenten häufig entscheidend ist, weil Explorations- und Modernisierungsprogramme typischerweise längerfristig Vorleistung verlangen.
Ein wesentlicher Treiber steckt in der Goldvermarktung aus der Sulfidproduktion von Selinsing. Monument berichtet für das Geschäftsjahr 2026 Erlöse von 165,72 Millionen US-Dollar, gegenüber 98,64 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Unterschied entsteht dabei nicht nur durch das mengengetriebene Volumen, sondern auch durch den realisierten Goldpreis: Verkauft wurden 45.010 Unzen zu einem durchschnittlich realisierten Preis von 4.280 US-Dollar je Unze. Im Vorjahr lag der realisierte Preis bei 2.947 US-Dollar je Unze; damals wurden 41.183 Unzen verkauft. Die Bruttomarge kletterte auf 109,76 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 65,11 Millionen US-Dollar) und wird als Anstieg um 69 % ausgewiesen. Technisch betrachtet ist dieser Hebel für das Unternehmen besonders relevant, weil Goldminen über ein Kostenprofil verfügen, das je nach Erzgehalt, Aufbereitung und Abbausituation zwar schwankt, aber selten im gleichen Maß wie der Preis steigt oder fällt. Genau deshalb wirken sich Preisänderungen in der Regel überproportional auf Gewinn und Cashflow aus.
Mit Blick auf die Kosten zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild: Die Cash-Kosten je verkaufter Unze stiegen von 814 US-Dollar im Vorjahr auf 1.243 US-Dollar im Geschäftsjahr 2026. Monument führt das im Kern auf höhere Abbaukosten durch tieferen Abbau, gestiegene Lizenzgebühren sowie höhere Lizenzgebühren je Unze zurück, die wiederum mit dem höheren realisierten Goldpreis zusammenhängen. Gleichzeitig nennt das Unternehmen höhere Ausbeuten als teilweise kompensierenden Faktor. Noch deutlicher wird die Kostenentwicklung bei den All-in-Sustaining-Costs (AISC): Diese stiegen auf 1.446 US-Dollar je verkaufter Unze nach 1.093 US-Dollar im Vorjahr. Solche AISC-Zahlen bündeln typischerweise nicht nur Cash-Operating-Kosten, sondern auch Aufwendungen für erhaltende Investitionen und bestimmte Zusatzkostenblöcke. Für Entscheider im operativen Controlling bedeutet das: Selbst wenn die Ertragsseite durch höhere Preise und größere Erlöse stark ist, müssen Budgetplanung und Kostensteuerung parallel laufen, weil steigende AISC das „Qualitätsgefühl“ eines Gewinnanstiegs beeinflussen können – also die Frage, wie viel Ergebnis tatsächlich aus operativer Effizienz entsteht und wie viel aus Marktparametern.
Die Bilanz- und Liquiditätsperspektive macht die Ausrichtung des Managements noch greifbarer. Zum 30. Juni 2026 nennt Monument Zahlungsmittelreserven in Höhe von 109,56 Millionen US-Dollar, davon 37,10 Millionen US-Dollar an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie 72,46 Millionen US-Dollar in Festgeldanlagen mit Laufzeiten von 90 bis 270 Tagen. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 45,94 Millionen US-Dollar zum Vorjahresstichtag. Ergänzend meldet das Unternehmen ein Nettoumlaufvermögen von 122,86 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 58,54 Millionen US-Dollar). Auch die Investitionstätigkeit wird konkret: Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag bei 85,93 Millionen US-Dollar; ein großer Anteil entfiel dabei auf kurzfristige Finanzanlagen. Daneben investierte Monument in Selinsing – unter anderem für Abbau- und Abtragungsarbeiten, Erweiterungsbohrungen und Modernisierungen an der Flotationsanlage sowie für Verbesserungen an der Tailings-Lagerstätte. Gerade diese Mischung aus „Parken“ von Liquidität und gezielten Anlageausgaben ist ein typisches Muster, wenn ein Produzent gleichzeitig finanzielle Robustheit aufbauen und die operative Leistungsfähigkeit langfristig stabilisieren will.
Operativ lag der Schwerpunkt weiterhin auf Selinsing, inklusive laufender Explorationsaktivitäten zur Verlängerung der Lebensdauer. Für das Geschäftsjahr 2026 berichtet Monument über 44.942 produzierte Unzen Gold nach 38.530 Unzen im Vorjahr. Die Daten deuten außerdem darauf hin, dass die Anlage im Jahresverlauf höhere Mengen verarbeitet hat: Erzförderung stieg auf 868.712 Tonnen (Vorjahr: 726.012 Tonnen), während das Abraumverhältnis mit 9,03 unter dem Vorjahreswert von 11,83 lag. Im vierten Quartal produziert Selinsing 9.902 Unzen Gold, während im Vorjahresvergleich 12.315 Unzen ausgewiesen wurden. Beim Verkauf im Quartal nennt das Unternehmen 9.581 Unzen aus Konzentrat mit einem Bruttoumsatz von 37,05 Millionen US-Dollar. Interessant ist hier die Preis- und Mengen-Dynamik: Der realisierte Preis im Quartal liegt bei 4.349 US-Dollar je Unze, gegenüber 3.368 US-Dollar je Unze im Vergleichsquartal. Gleichzeitig stiegen die Cash-Kosten je verkaufter Unze im Sulfidbetrieb im vierten Quartal auf 1.433 US-Dollar nach 701 US-Dollar. Dazu kommen AISC von 1.898 US-Dollar nach 853 US-Dollar. Solche Sprünge passen zu der im Bericht beschriebenen Kombination aus Förderbedingungen, Lizenzgebühren und Aufbereitungs-/Mischfaktoren – und zeigen, dass das Unternehmen die Kostenentwicklung nicht „weginterpretiert“, sondern mit Ursachen verknüpft.
Für die weitere Bewertung ist zudem relevant, wie Monument die nächste Phase vorbereitet. Neben den Ergebnissen aus Selinsing nennt der Bericht Fortschritte in Projekten und Systemen, die eher im Hintergrund wirken, aber operativ großen Einfluss haben: Das Unternehmen implementierte ein computergestütztes Instandhaltungsmanagementsystem, das zu höherer Effizienz und besserer Kostenkontrolle beitragen soll. Bei Infrastrukturmaßnahmen wird außerdem erwähnt, dass die Erweiterung des Goldkonzentratlagers von 4.000 auf 7.000 Wet Metric Tonnes abgeschlossen wurde und zusätzliche Tailings-Kapazität bereitstellt. Auf der Projektseite Murchison setzt Monument technische und wirtschaftliche Studien fort, inklusive möglicher Anlagenoptionen und Leistungsbeschreibungen für künftige Erweiterungen, während im Explorationsprogramm in Malaysia (Buffalo Reef) im vierten Quartal 43 Bohrlöcher mit 5.868,60 Metern niedergebracht wurden. Diese Elemente sind mehr als „Nebenkriegsschauplätze“: Sie bestimmen, ob aus dem aktuellen Cashflow später nachhaltige Reserveaufbauten und Produktionsstabilität werden. Damit erhält das Zahlenwerk für Investoren und Branchenbeobachter eine zweite Ebene – nicht nur wie stark das Jahr gelaufen ist, sondern wie belastbar die nächste Produktionsphase aus heutiger Sicht wirken könnte.
Abseits der reinen Zahlen bleibt der entscheidende Punkt, wie Monument das Management der Zuflüsse in konkrete Prioritäten überführt. Im Bericht wird zudem eine Sonderdividende von 5,04 Millionen US-Dollar (6,91 Millionen kanadische Dollar) erwähnt, die am 19. Januar 2026 ausgezahlt wurde. Solche Ausschüttungen sind zwar kein technisches Detail aus der Produktion, aber sie verändern das Erwartungsbild: Kapital soll offenbar nicht nur „geparkt“, sondern als Teil einer Shareholder-Value-Strategie verstanden werden, die gleichzeitig die operative Substanz absichert. Für Unternehmen und Projektfinanzierer ist das relevant, weil sich an der Balance aus Dividende, Explorationsdruck und Anlagenmodernisierung ablesen lässt, wie Management Risiko zwischen kurzfristiger Rendite und langfristiger Entwicklungsfähigkeit verteilt. Dass das Unternehmen zugleich den Ausbau in Selinsing und die Weiterarbeit in Murchison beschreibt, deutet auf eine Fortsetzung des Kurswechsels hin: Ergebnisstärke soll nicht nur konsumiert, sondern in Produktions- und Projektoptionen überführt werden – inklusive der Erkenntnis, dass steigende AISC künftig besonders eng gesteuert werden müssen, um Margenqualität zu sichern.
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