TOKIO / LONDON (IT BOLTWISE) – Die asiatischen Börsen verzeichneten am Donnerstag überwiegend Verluste, da steigende Ölpreise und enttäuschende Geschäftszahlen großer US-Technologieunternehmen die Stimmung belasteten. Der Nikkei-225-Index in Tokio fiel um 1,1 Prozent, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,2 Prozent nachgab. Trotz dieser Rückgänge konnte der südkoreanische Kospi im April um beeindruckende 31 Prozent zulegen.

Die asiatischen Aktienmärkte standen am Donnerstag unter Druck, da steigende Ölpreise und enttäuschende Geschäftszahlen großer US-Technologieunternehmen die Investoren verunsicherten. Der Nikkei-225-Index in Tokio schloss 1,1 Prozent niedriger, während der breiter gefasste Topix um 1,2 Prozent fiel. In Hongkong lag der Hang-Seng-Index im späten Handel 1,2 Prozent im Minus. Diese Entwicklungen spiegeln die Unsicherheiten wider, die durch die jüngsten Anstiege der Ölpreise und die gemischten Ergebnisse von Unternehmen wie Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft ausgelöst wurden.
Besonders bemerkenswert ist der Anstieg des Ölpreises, der zeitweise auf über 125 Dollar pro Barrel Brent kletterte. Dies sind die höchsten Stände seit dem Ausbruch des Iran-Krieges. Beobachter führen diesen Anstieg auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zurück, dass die Straße von Hormus möglicherweise länger geschlossen bleiben könnte. Diese Meerenge ist von entscheidender Bedeutung, da sie ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert.
In Südkorea fiel der Kospi um 1,4 Prozent, obwohl der Index im April um 31 Prozent gestiegen ist und in dieser Woche ein weiteres Rekordhoch erreicht hat. Der Kurs des Kospi-Schwergewichts Samsung Electronics fiel um 2,4 Prozent. Trotz eines fast versechsfachten Gewinns im ersten Quartal aufgrund der hohen Nachfrage nach KI-Chips sieht sich das Unternehmen mit einem Tarifstreit konfrontiert. Die Gewerkschaften fordern, dass Samsung 15 Prozent seines operativen Jahresgewinns als Boni an die Mitarbeiter auszahlt, andernfalls droht ein Streik.
Der australische Aktienmarkt sank um 0,2 Prozent, während die Börse in Schanghai der negativen Tendenz trotzte und der Composite-Index um 0,2 Prozent zulegte. Diese positive Entwicklung in Schanghai wurde durch einen besser als erwarteten Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im April unterstützt. Der Index sank zwar leicht auf 50,3 Punkte, lag jedoch über den Erwartungen der Volkswirte.
In Tokio erlebte Fujitsu einen dramatischen Rückgang von fast 14 Prozent, nachdem das Unternehmen mit seiner Umsatz- und Gewinnprognose die Markterwartungen verfehlt hatte. Im Gegensatz dazu konnten NTN und TDK von positiven Gewinnprognosen profitieren und verzeichneten Kursgewinne von 8,8 Prozent bzw. 8 Prozent. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Volatilität und die Herausforderungen, mit denen asiatische Märkte derzeit konfrontiert sind.
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