Privilegierte Zugänge entwickeln sich zu einem zentralen Kontrollpunkt moderner IT-Sicherheit. Denn wird ein Administratorkonto kompromittiert, können Angreifer im schlimmsten Fall weitreichende Rechte auf Systeme, Anwendungen und sensible Daten erhalten. Mit hybriden IT-Landschaften, Cloud-Diensten und einer wachsenden Zahl digitaler Identitäten steigt deshalb auch der Druck auf Unternehmen, besonders sensible Zugriffe gezielter abzusichern.
Genau hier setzt Privileged Access Management (PAM) an. Statt privilegierte Konten wie gewöhnliche Benutzerzugänge zu behandeln, werden zusätzliche Kontrollmechanismen für Anmeldedaten, Berechtigungen und administrative Sitzungen eingesetzt. One Identity verfolgt mit seinem PAM-Portfolio einen solchen Ansatz und verbindet den Schutz privilegierter Zugangsdaten mit Überwachung, Governance und kontrollierter Rechtevergabe.
Privilegierte Zugänge werden zum zentralen Sicherheitsfaktor
Nicht jeder Zugang zu einem System hat das gleiche Gewicht. Ein regulärer Mitarbeiter-Account ermöglicht in der Regel nur Zugriff auf einen begrenzten Teil der Unternehmensressourcen. Ein privilegiertes Konto kann dagegen weitreichende Änderungen an Systemen, Konfigurationen, Benutzerrechten oder Daten ermöglichen. Diese Reichweite macht privilegierte Zugänge sowohl für Angreifer attraktiv als auch für Sicherheitsteams besonders relevant.
Von Administratorenkonten bis zu privilegierten Sitzungen
Zu privilegierten Zugängen zählen nicht nur klassische Administratorenkonten. Auch Service-Accounts, Datenbankzugänge oder temporär erweiterte Berechtigungen können weitreichende Zugriffe auf Systeme und Daten ermöglichen.
Ebenso wichtig ist die privilegierte Sitzung selbst – also der Zeitraum, in dem ein Nutzer oder Prozess mit erhöhten Rechten auf ein System zugreift. Gerade hier entscheidet sich, welche Aktionen tatsächlich ausgeführt werden. Ein zeitlich begrenzter legitimer Zugriff kann deshalb ebenso kontrolliert und nachvollziehbar gestaltet werden wie die privilegierten Anmeldedaten, die ihn ermöglichen.
Warum kompromittierte Zugangsdaten besonders kritisch sind
Administratorkonten und andere privilegierte Berechtigungen können im Fall einer Kompromittierung weitreichenden Zugriff auf Systeme und Daten ermöglichen. Der Verizon Data Breach Investigations Report 2025 zeigt beispielsweise, dass gestohlene oder kompromittierte Zugangsdaten weiterhin eine bedeutende Rolle bei Sicherheitsvorfällen spielen. Dabei beziehen sich solche Zahlen auf Zugangsdaten insgesamt und nicht ausschließlich auf privilegierte Konten.
Besonders problematisch wird es, wenn privilegierte Konten über längere Zeit bestehen, obwohl sie für ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr benötigt werden. Ein typisches Beispiel ist ein Administratorkonto, das für eine Migration oder ein zeitlich begrenztes Projekt eingerichtet wurde, nach dessen Abschluss jedoch aktiv bleibt. Wird ein solches Konto später kompromittiert, steht Angreifern möglicherweise ein Zugang zur Verfügung, dessen Nutzung im laufenden Betrieb kaum noch erwartet wird.
Genau dieses Zusammenspiel aus weitreichenden Berechtigungen, unzureichender Kontenhygiene und fehlender Überwachung macht privilegierte Zugänge zu einem wichtigen Bestandteil des Identity and Access Management.
Warum klassisches Zugriffsmanagement bei privilegierten Konten an Grenzen stößt
Viele Unternehmen verwalten Zugriffsrechte über etablierte IAM-Prozesse, die für einen großen Teil der Belegschaft gut funktionieren. Bei privilegierten Konten reichen klassische Mechanismen jedoch häufig nicht aus. Hier sind die Anforderungen an Kontrolle, zeitliche Begrenzung und Nachvollziehbarkeit deutlich höher als bei regulären Benutzerzugängen.
Dauerhafte Berechtigungen als Sicherheitsrisiko
Ein zentrales Problem sind dauerhaft vergebene, sogenannte stehende Berechtigungen. Wird ein privilegierter Zugang einmal eingerichtet, kann er über Monate oder sogar Jahre bestehen bleiben – selbst dann, wenn die ursprüngliche Aufgabe längst abgeschlossen ist.
Damit wächst die Zahl der Zugriffswege, die ein Unternehmen dauerhaft schützen und überwachen muss. Das Prinzip des Least Privilege verfolgt deshalb einen anderen Ansatz: Nutzer erhalten möglichst nur diejenigen Berechtigungen, die sie für ihre jeweilige Aufgabe tatsächlich benötigen – und idealerweise nur so lange, wie diese benötigt werden.
Fehlende Transparenz über privilegierte Aktivitäten
Eine weitere Herausforderung ist die mangelnde Sichtbarkeit. Unternehmen müssen nicht nur wissen, wer über privilegierte Rechte verfügt, sondern auch nachvollziehen können, wann und wofür diese Rechte genutzt wurden.
Werden administrative Aktivitäten nicht ausreichend protokolliert, kann es bei Sicherheitsvorfällen oder Audits schwierig sein nachzuvollziehen, welche Systeme aufgerufen, welche Änderungen vorgenommen oder welche Daten eingesehen wurden.
Genau an dieser Stelle geht Privileged Access Management über klassisches Zugriffsmanagement hinaus: Es verbindet die Verwaltung privilegierter Konten mit zusätzlichen Kontroll-, Überwachungs- und Governance-Mechanismen.
One Identity stärkt Privileged Access Management für Unternehmen
One Identity verfolgt einen umfassenden Ansatz für den Schutz privilegierter Zugriffe. Statt privilegierte Konten, Anmeldedaten und administrative Sitzungen isoliert zu betrachten, werden zentrale Aufgaben des Privileged Access Management miteinander verbunden. Die Privileged Access Management Lösungen des Anbieters unterstützen Unternehmen dabei, besonders sensible Zugriffe zu schützen, zu verwalten, zu überwachen und nachvollziehbar zu kontrollieren.
Privilegierte Anmeldedaten zentral schützen und verwalten
Im Zentrum steht das Safeguard-Portfolio von One Identity, das unter anderem auf die zentrale Absicherung und Verwaltung privilegierter Anmeldedaten ausgerichtet ist. Statt Passwörter für Administratorkonten dezentral und schwer kontrollierbar vorzuhalten, lassen sich privilegierte Zugangsdaten geschützt verwalten und auf Basis definierter Richtlinien freigeben.
Dadurch erhalten Unternehmen mehr Kontrolle darüber, wer zu welchem Zeitpunkt auf besonders sensible Systeme zugreifen darf. Gleichzeitig lässt sich das Risiko reduzieren, das durch unkontrolliert gespeicherte, gemeinsam genutzte oder dauerhaft verfügbare privilegierte Zugangsdaten entsteht.
Privilegierte Sitzungen überwachen, aufzeichnen und analysieren
Safeguard ist zudem darauf ausgelegt, privilegierte Sitzungen zu kontrollieren, zu überwachen und aufzuzeichnen. Aktivitäten innerhalb solcher Sitzungen können dadurch nachvollziehbar dokumentiert und bei Bedarf ausgewertet werden – etwa bei Sicherheitsvorfällen, forensischen Untersuchungen oder Compliance-Prüfungen.
Damit entsteht eine zusätzliche Transparenzebene, die über die reine Verwaltung privilegierter Konten und Zugangsdaten hinausgeht: Nicht nur die Berechtigung zum Zugriff wird kontrollierbar, sondern auch die tatsächliche Nutzung privilegierter Rechte.
Least Privilege und Just-in-Time-Zugriffe in der Praxis
Ein weiterer Baustein ist die Begrenzung privilegierter Zugriffe nach dem Least-Privilege-Prinzip: Nutzer sollen nur die Berechtigungen erhalten, die sie für eine konkrete Aufgabe tatsächlich benötigen. In Verbindung mit zeitlich begrenzten Zugriffsmodellen lassen sich privilegierte Rechte für definierte Zeiträume und Ressourcen bereitstellen, anstatt weitreichende Berechtigungen dauerhaft vorzuhalten.
Ein typischer Workflow kann beispielsweise vorsehen, dass ein Administrator Zugriff auf ein bestimmtes System anfordert, die Anfrage anhand festgelegter Richtlinien geprüft beziehungsweise freigegeben wird und der Zugriff nur für den vorgesehenen Zeitraum besteht. One Identity Safeguard unterstützt entsprechende richtlinienbasierte Workflows mit zeitlichen Beschränkungen und Genehmigungsprozessen.
Dieser Ansatz lässt sich zugleich in eine Zero-Trust-Strategie einordnen. Entscheidend ist nicht allein die Identität eines Nutzers, sondern auch, auf welche Ressource unter welchen Bedingungen zugegriffen werden soll. In der Praxis sollten Unternehmen solche Freigabeprozesse allerdings so gestalten, dass ein höheres Sicherheitsniveau nicht unnötig zulasten der betrieblichen Handlungsfähigkeit geht.
PAM und Identity Governance wachsen enger zusammen
Privileged Access Management entfaltet seinen größten Nutzen nicht als isolierte Sicherheitsdisziplin. Privilegierte Konten sind Teil einer umfassenderen Identitätslandschaft, in der reguläre Benutzerkonten, administrative Rollen, Service-Accounts und weitere Identitäten miteinander verknüpft sind. Deshalb gewinnen Ansätze an Bedeutung, die PAM und Identity Governance enger zusammenführen.
Privilegierte und reguläre Identitäten gemeinsam betrachten
Hinter einem privilegierten Zugang steht häufig eine Person oder ein Prozess, der zugleich über reguläre Zugriffsrechte verfügt. Werden beide Bereiche getrennt verwaltet, können Inkonsistenzen entstehen – beispielsweise dann, wenn sich Aufgaben oder Rollen ändern, privilegierte Berechtigungen aber unabhängig davon bestehen bleiben.
One Identity adressiert diese Verbindung durch die Verzahnung von Safeguard mit Identity Manager. Dadurch können privilegierte und reguläre Zugriffe in miteinander verbundenen Prozessen beantragt, bereitgestellt und überprüft werden. Für Unternehmen entsteht so ein umfassenderes Bild darüber, wer auf welche Ressourcen zugreifen darf und welche privilegierten Rechte mit einer Identität verbunden sind.
Richtlinien, Freigaben und Audits zentralisieren
Eine engere Verbindung zwischen PAM und Identity Governance kann auch administrative Prozesse vereinfachen. Richtlinien, Genehmigungen und regelmäßige Überprüfungen von Zugriffsrechten müssen dann nicht vollständig getrennt für privilegierte und reguläre Identitäten organisiert werden.
Besonders relevant ist dies bei Rollenwechseln, neuen Verantwortlichkeiten oder dem Ausscheiden von Mitarbeitenden. Berechtigungen sollten in solchen Situationen nicht nur für Standardanwendungen überprüft werden, sondern ebenso für administrative und andere privilegierte Zugänge.
Für Sicherheits- und IT-Teams bedeutet eine solche Verzahnung vor allem mehr Transparenz und konsistentere Governance-Prozesse. Gleichzeitig können Audits erleichtert werden, wenn nachvollziehbar dokumentiert ist, warum ein Zugriff gewährt wurde, wer ihn genehmigt hat und ob die Berechtigung weiterhin erforderlich ist.
Cloud, hybride IT und Remote-Zugriffe verändern die Anforderungen
Privilegierte Zugänge müssen heute in einer deutlich heterogeneren IT-Landschaft abgesichert werden als noch vor einigen Jahren. Neben lokalen Rechenzentren gehören Cloud-Plattformen, SaaS-Anwendungen, hybride Infrastrukturen und Remote-Zugriffe längst zum Unternehmensalltag.
Damit wächst nicht nur die Zahl möglicher Zugriffspunkte. Auch die Frage, wo privilegierte Berechtigungen existieren und wie sie kontrolliert werden, wird komplexer.
Privilegierte Zugriffe über unterschiedliche Umgebungen absichern
Während privilegierte Zugänge früher häufig auf eine überschaubare lokale Infrastruktur konzentriert waren, können sie sich heute über On-Premises-Systeme, Cloud-Plattformen, SaaS-Anwendungen und automatisierte Prozesse verteilen.
Damit steigt das Risiko eines sogenannten Privilege Sprawl: Privilegierte Rechte entstehen an unterschiedlichen Stellen und werden über verschiedene Verwaltungssysteme kontrolliert. Ohne eine übergreifende Sicht kann es schwieriger werden, festzustellen, welche menschlichen oder maschinellen Identitäten tatsächlich über weitreichende Berechtigungen verfügen und ob diese weiterhin benötigt werden.
Auch Zugangsdaten von Service-Accounts, API-Schlüssel und andere maschinell genutzte Credentials verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Gerade in komplexen Cloud- und SaaS-Umgebungen können solche Zugangsdaten über unterschiedliche Systeme verteilt sein und dadurch schwerer zentral zu erfassen, einem Verantwortlichen zuzuordnen oder regelmässig zu überprüfen sein.
Für Unternehmen wird es deshalb wichtiger, privilegierte Zugriffe über verschiedene Infrastrukturgrenzen hinweg nach konsistenten Sicherheitsprinzipien zu verwalten – unabhängig davon, ob ein Administrator lokal, aus dem Homeoffice oder über eine Cloud-Umgebung auf ein System zugreift.
Warum flexible Bereitstellungsmodelle wichtiger werden
Mit heterogenen IT-Landschaften verändern sich auch die Anforderungen an PAM-Technologien. Unternehmen benötigen Lösungen, die sich in ihre vorhandene Architektur integrieren lassen und unterschiedliche Betriebsmodelle berücksichtigen können.
Dabei geht es nicht darum, On-Premises grundsätzlich durch Cloud-Angebote zu ersetzen. Je nach Sicherheitsanforderungen, regulatorischem Umfeld und bestehender Infrastruktur können unterschiedliche Bereitstellungsmodelle sinnvoll sein. Entscheidend ist vielmehr, dass privilegierte Zugriffe auch über hybride Umgebungen hinweg kontrollierbar und nachvollziehbar bleiben.
Gerade Unternehmen, die lokale Systeme mit mehreren Cloud-Diensten verbinden, sollten deshalb frühzeitig prüfen, welche Identitäten, privilegierten Konten und administrativen Zugriffswege über die verschiedenen Umgebungen hinweg berücksichtigt werden müssen.
Was Unternehmen bei der Einführung von PAM beachten sollten
Die Einführung von Privileged Access Management ist mehr als die Installation eines zusätzlichen Security-Tools. PAM berührt technische Systeme ebenso wie interne Prozesse, Verantwortlichkeiten und bestehende IAM-Strukturen. Eine erfolgreiche Einführung beginnt deshalb mit Transparenz darüber, welche privilegierten Zugänge überhaupt vorhanden sind und wie sie heute genutzt werden.
Privilegierte Konten und Zugriffswege vollständig erfassen
Am Anfang sollte eine möglichst vollständige Bestandsaufnahme stehen: Welche privilegierten Konten existieren? Wem sind sie zugeordnet? Welche Systeme lassen sich damit erreichen? Welche Service-Accounts und technischen Identitäten verfügen über erhöhte Rechte? Und welche Zugänge werden tatsächlich noch benötigt?
Diese Inventarisierung schafft die Grundlage für alle weiteren Schritte. Unbekannte oder vergessene privilegierte Konten können sonst außerhalb der neuen PAM-Prozesse bestehen bleiben und damit genau jene Transparenzlücke erhalten, die mit der Einführung geschlossen werden soll.
Least Privilege statt dauerhaft weitreichender Berechtigungen
Auf dieser Grundlage lassen sich Berechtigungen schrittweise nach dem Least-Privilege-Prinzip ausrichten. Ziel ist nicht, administrative Arbeit unnötig einzuschränken, sondern weitreichende Rechte nur dort und so lange bereitzustellen, wie sie tatsächlich erforderlich sind.
Wo es technisch und organisatorisch sinnvoll ist, können dauerhaft bestehende Berechtigungen durch zeitlich begrenzte Zugriffe ersetzt werden. Gleichzeitig sollten Unternehmen Ausnahme- und Notfallprozesse berücksichtigen. Ein PAM-Konzept muss auch dann funktionieren, wenn bei einem kritischen Systemausfall kurzfristig administrative Eingriffe erforderlich sind.
Least Privilege ist deshalb kein einmaliges Bereinigungsprojekt. Rollen, Systeme und Verantwortlichkeiten verändern sich laufend – und mit ihnen sollten auch privilegierte Berechtigungen regelmässig überprüft werden.
PAM in bestehende IAM- und Security-Prozesse integrieren
PAM sollte schließlich nicht als isolierte Sicherheitsinsel betrieben werden. Je enger privilegierte Zugriffe mit bestehenden IAM-, Governance- und Security-Prozessen verbunden sind, desto konsistenter können Unternehmen den gesamten Lebenszyklus einer Identität betrachten.
Dazu gehören beispielsweise die Vergabe und Genehmigung von Rechten, regelmässige Überprüfungen, Rollenänderungen und das Entziehen nicht mehr benötigter Zugänge. Auch Protokollierung und Audits spielen eine wichtige Rolle, um nachvollziehen zu können, ob privilegierte Berechtigungen weiterhin erforderlich sind und entsprechend den definierten Richtlinien verwendet werden.
Eine solche Integration macht PAM nicht nur zu einem Werkzeug für den Schutz einzelner Administratorkonten, sondern zu einem Bestandteil einer umfassenderen Identity-Security-Strategie.
Ausblick: Identität wird 2026 noch stärker zum Sicherheitsperimeter
Der klassische Netzwerkperimeter allein reicht als Verteidigungslinie längst nicht mehr aus. Anwendungen, Daten und administrative Zugänge verteilen sich heute über lokale Infrastrukturen, Cloud-Plattformen und SaaS-Dienste. Damit gewinnt die Identität als Kontrollpunkt weiter an Bedeutung: Entscheidend ist zunehmend, wer auf welche Ressource zugreifen darf, unter welchen Bedingungen dieser Zugriff erfolgt und wie lange die entsprechenden Rechte bestehen.
Privilegierte Konten nehmen dabei eine besondere Rolle ein. Aufgrund ihrer weitreichenden Berechtigungen können kompromittierte administrative Zugänge besonders schwerwiegende Folgen haben. Gleichzeitig wächst mit hybriden Infrastrukturen, Service-Accounts und automatisierten Prozessen die Zahl der privilegierten Identitäten und Zugriffswege, die Unternehmen im Blick behalten müssen.
Für 2026 zeichnet sich deshalb eine Entwicklung ab, bei der Privileged Access Management stärker mit Identity Governance und übergeordneten Security-Prozessen zusammengedacht wird. Es geht nicht mehr nur darum, privilegierte Passwörter sicher zu speichern. Unternehmen benötigen Transparenz darüber, welche privilegierten Zugänge existieren, wer sie nutzt, warum sie benötigt werden und was während einer administrativen Sitzung tatsächlich geschieht.
Genau hier liegt auch die strategische Bedeutung eines integrierten Ansatzes, wie ihn One Identity verfolgt. Die Verbindung von PAM, Identity Governance und kontrollierten Zugriffsprozessen kann dazu beitragen, privilegierte Berechtigungen nicht als isoliertes technisches Problem zu behandeln, sondern als Bestandteil einer umfassenderen Identity-Security-Strategie.
Technologie allein löst diese Aufgabe allerdings nicht. Auch klare Verantwortlichkeiten, regelmässige Überprüfungen und sinnvoll ausgestaltete Freigabeprozesse bleiben entscheidend. Unternehmen müssen dabei einen praktikablen Mittelweg finden: Privilegierte Zugriffe sollten so weit wie möglich begrenzt und nachvollziehbar sein, ohne notwendige administrative Arbeit unnötig zu behindern.
Damit verändert sich auch die Rolle von PAM. Aus einem spezialisierten Werkzeug zum Schutz von Administratorkonten wird zunehmend ein Baustein für die Absicherung moderner Identitätslandschaften. Wer privilegierte Zugriffe konsequent in seine Identity- und Security-Strategie einbindet, schafft damit eine wichtige Grundlage, um auch in komplexeren und stärker verteilten IT-Umgebungen die Kontrolle über besonders sensible Berechtigungen zu behalten.
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