OBERHAUSEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Cureus richtet gemeinsam mit dem künftigen Betreiber Amando Seniorenresidenzen den Richtkranz für die neue Seniorenresidenz Oberhausen aus. Die Feier zeigt, dass der Rohbau bereits abgeschlossen ist und der Innenausbau vorbereitet wird. Gleichzeitig betonen beide Seiten den Bedarf an zusätzlichen Pflegeplätzen in der Region und investieren in einen Neubau mit barrierefreier Ausstattung. Als Ziel nennt Cureus die Fertigstellung im Frühjahr 2027 inklusive Übergabe an Amando.

In Oberhausen rückt der Startschuss für eine neue Generation von Pflegeimmobilien einen Schritt näher: Cureus, der spezialisierte Bestandshalter mit Fokus auf stationäre Pflege, hat gemeinsam mit Amando Seniorenresidenzen den Richtkranz für die Seniorenresidenz Oberhausen gesetzt – nur drei Monate nach der Grundsteinlegung. Die Zeremonie fiel in einen Moment, in dem der Bau bereits sichtbar vorangeschritten ist: Der Rohbau gilt als fertig, die Gebäudehülle ist geschlossen, und damit sind die Weichen für den Innenausbau gestellt. Im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Bauumfeld sowie dem künftigen Betreiber wurde der Fortschritt zugleich als Signal für den lokalen Pflegemarkt verstanden.
Bemerkenswert ist dabei die Rolle von Cureus in der Projektabwicklung: Das Unternehmen fungiert selbst als Generalunternehmer und steuert die Bauprozesse damit eng aus einer Hand. Das reduziert typischerweise Schnittstellenrisiken zwischen Planung, Materialfluss und Ausführung – ein Punkt, der gerade im Pflegebereich relevant ist, weil Entwurfsentscheidungen später in Betriebskosten, Laufwegen und Personalaufwand einzahlen. Der Neubau entsteht an der Weseler Straße 138 in 46149 Oberhausen. Für die weitere Umsetzung nennen die Verantwortlichen eine Übergabe an den Betreiberpartner im Frühjahr 2027, wodurch sich ein klarer Zeitrahmen für Planung, Abnahme und anschließende Betriebsaufnahme ergibt.
Technisch lässt sich das Vorhaben als Mix aus standardisierten Qualitätszielen und konkreten energetischen sowie barrierefreien Anforderungen beschreiben. Der Neubau wird barrierefrei ausgeführt und folgt dem staatlichen Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) sowie der KfW-Effizienzhaus-40-Bauweise. Ergänzend ist das Ziel einer DGNB-Silberzertifizierung gesetzt. Heizen soll das Gebäude über eine Wärmepumpe, während eine Solaranlage umweltfreundlichen Strom auf dem begrünten Flachdach produziert. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt weg vom reinen Flächenwachstum hin zu einem deutlich stärker gesteuerten Lebenszyklusdenken, bei dem Betriebskosten und CO₂-Faktoren von Beginn an mitgeplant werden.
Grundriss und Architektur sind auf ein funktionsfähiges Pflegeumfeld ausgelegt. Auf einem Grundstück von rund 4.665 Quadratmetern entsteht ein etwa Z-förmiges Gebäude, das sich von der Straßenseite in den hinteren Bereich öffnet und dort in eine großzügig parkartig gestaltete Außenanlage übergeht. Der Gesamtkomplex kommt auf rund 5.640 Quadratmeter Bruttogrundfläche und verteilt sich auf vier Etagen. Die Residenz ist mit einer hotelartig gestalteten Lobby mit Foyer und Empfang geplant sowie mit einer Kamin-Lounge einschließlich Bibliothek. Dazu kommen Angebote wie Friseur, Therapieräume, Pflegebad und eine hauseigene Wäscherei, wodurch ein ganzheitliches Servicekonzept im Gebäude selbst unterstützt wird.
Für den Betreiber steht vor allem die Passung zwischen Immobilie und Versorgung im Vordergrund. Amando nennt eine steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen in Oberhausen und Umgebung und erwartet, die Kapazitäten langfristig mit einem breiten Pflege- und Betreuungsangebot weiter zu decken. Konkurrenz entsteht dabei nicht nur über den Standort, sondern auch über das Leistungsversprechen und die Prozessfähigkeit im Alltag. Im Marktsegment der stationären Pflege treten hierbei regelmäßig auch etablierte Betreiber wie Kursana mit neueren Wohnkonzepten auf, weshalb Unterschiede in Bauqualität, Zimmerausstattung und Alltagsorganisation spürbaren Einfluss auf die Rekrutierung von Fachkräften sowie die Wahrnehmung durch Angehörige haben. In Oberhausen soll das Haus zudem einen Wohlfühlcharakter entwickeln.
Die Personalseite wird mit konkreten Beschäftigungszahlen hinterlegt: In Oberhausen-Sterkrade entstehen durch die neue Seniorenresidenz rund 70 krisenfeste Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit, verteilt auf Pflege, Verwaltung sowie Hauswirtschaft und -technik. Gleichzeitig wird eine teamorientierte Arbeitsatmosphäre als Kulturbaustein genannt, was im Kontext der wachsenden Fachkräfteknappheit als wichtiges Differenzierungsmerkmal gilt. Die Zimmerausstattung folgt modernem Standard: In den drei Obergeschossen sind 86 Einzelzimmer mit eigenem Bad vorgesehen, jeweils mit Schwesternruf sowie eigenem Telefon-, Internet- und Fernsehanschluss. 56 Zimmer werden rollstuhlgerecht ausgeführt. Die Gliederung in sechs Wohngruppen mit Aufenthaltsraum, Wohnküche und Balkon schafft zugleich kleinere „Alltagsinseln“, die den Betrieb organisatorisch entlasten können.
Auch Nachhaltigkeit und Betriebseffizienz werden als Teil eines wiederholbaren Systems adressiert. Der Neubau entsteht entsprechend dem Cureus-Standard der Systempflegeimmobilie, der auf einheitliche Qualitätsmaßstäbe setzt und sich unter anderem an den Bedürfnissen der Betreiber orientiert. So sollen bauliche Prozesse und Objekte vom Inneren nach außen optimiert werden: Dazu zählen beispielsweise Raumgrößen und die Anordnung, um Flächen und Laufwege zu verbessern. Technisch-professionelle Details wie Tageslicht in Fluren und bodentiefe Fenster in den Zimmern treffen auf einen standardisierten Systemansatz bei Bädern und Fensteranordnungen. Gleichzeitig bleibt durch die Fassaden- und Kubaturgestaltung genug Individualität, um sich in das Umfeld einzupassen.
Die Lage in Oberhausen-Sterkrade unterstützt die Erreichbarkeit für Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende: Der Standort liegt fußläufig zum Volkspark mit Weiher und Stadion sowie zum Naherholungsgebiet Historische Zeche Sterkrade. Auch Ärzte, Nahversorgungseinrichtungen und Kirchen befinden sich in unmittelbarer Nähe, während das Zentrum Sterkrades mit Bahnhof, Klinikum und Einkaufsmöglichkeiten über die nahe Bushaltestelle schnell erreichbar ist. Für den Betrieb sind zudem Außenanlagen und Mobilität vorgesehen, darunter Rundwege, Ruhezonen sowie Stellplätze mit Infrastruktur für E-Mobilität. Für die Zukunft deutet Amando außerdem auf den Einsatz digitaler Lösungen hin, die moderne Arbeitsplätze unterstützen sollen. Entscheidend wird sein, dass bis 2027 nicht nur das Gebäude fertig ist, sondern auch die Betriebsprozesse, IT-Unterstützung und Wartungslogik so abgestimmt sind, dass das Haus dauerhaft qualitativ stabil bleibt.
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