KÖLN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Nutzung von Prepaid-SIM-Karten in Deutschland nimmt weiter ab. Eine aktuelle Marktstudie zeigt, dass bis Ende des Jahres nur noch 25,6 Millionen Prepaid-Karten im Umlauf sein werden, was einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zu 2025 entspricht. Gleichzeitig steigt die Zahl der Postpaid-Verträge, was auf veränderte Nutzerpräferenzen und die Verbreitung von Flatrates zurückzuführen ist.

Die Nutzung von Prepaid-SIM-Karten in Deutschland ist rückläufig, wie eine aktuelle Marktstudie des Internet-Branchenverbandes VATM zeigt. Bis Ende des Jahres wird erwartet, dass nur noch 25,6 Millionen Prepaid-Karten im Umlauf sind, was einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zu 2025 entspricht. In den letzten Jahren war der Rückgang noch deutlicher, mit einem Minus von neun beziehungsweise zehn Prozent. Im Jahr 2023 gab es noch 33,6 Millionen Prepaid-SIM-Karten, von denen viele ungenutzt in Schubladen liegen.
Prepaid-Karten, bei denen Nutzer vorab Geld einzahlen, um eine Handyverbindung zu erhalten, verlieren an Beliebtheit. Ist das Guthaben aufgebraucht, endet die Verbindung. Im Gegensatz dazu stehen Postpaid-Verträge, bei denen monatlich gezahlt wird. Diese sind im Aufwind, und laut der Studie werden es am Jahresende 88 Millionen Postpaid-Karten sein, ein Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Trend zu Postpaid-Verträgen wird durch die Verbreitung von Flatrates und die Reife des Marktes begünstigt.
Marktforscher Andreas Walter von Dialog Consult erklärt, dass die Verträge heute fairer gestaltet sind und das Misstrauen der Kunden abgenommen hat. Früher lag der Prepaid-Anteil bei über 50 Prozent, heute sind es nur noch 22,5 Prozent. Der Fokus hat sich von Anrufen auf Datenübertragung verlagert, was die Nachfrage nach Postpaid-Verträgen weiter antreibt. VATM-Präsidentin Valentina Daiber ergänzt, dass der Kostenkontroll-Effekt von Prepaid-Karten im Zeitalter der Flatrates nicht mehr nötig sei.
Die Studie zeigt auch Fortschritte beim Glasfaser-Internetausbau in Deutschland. Bis Ende des Jahres wird es voraussichtlich 7,8 Millionen aktive Glasfaseranschlüsse geben, fast doppelt so viele wie 2023. Diese Technologie gilt als besonders schnell und stabil. Währenddessen bleiben die Anschlüsse über Fernsehkabel stabil bei 8,5 Millionen, und DSL-Anschlüsse dominieren mit 21,8 Millionen weiterhin den Markt, obwohl sie als technologisch überholt gelten. Der Glasfaserausbau schreitet voran, und Unternehmen investieren in die Modernisierung der digitalen Infrastruktur.
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