OMAHA / LONDON (IT BOLTWISE) – Immer mehr Restaurants entscheiden sich gegen die Nutzung von Liefer-Apps aufgrund der hohen Gebühren. Ein Beispiel ist Javi’s Tacos in Omaha, das nach einem Jahr Gebühren in Höhe von 188.000 US-Dollar den Wechsel zu einem hybriden Liefermodell vollzieht.

Die Welt der Essenslieferungen hat sich seit den 1980er Jahren stark verändert. Damals versprach Domino’s Pizza eine Lieferung innerhalb von 30 Minuten oder das Essen war kostenlos. Heute dominieren Apps wie DoorDash und Uber Eats den Markt, die es Kunden ermöglichen, ihre Bestellungen in Echtzeit zu verfolgen. Diese Apps erlebten während der Pandemie einen Boom, doch die hohen Kommissionen, die sie von Restaurants verlangen, bringen viele Betreiber an ihre Grenzen.
Javier Trujillo, der Besitzer von Javi’s Tacos in Omaha, hat sich entschieden, die Nutzung dieser Apps einzustellen, nachdem er im letzten Jahr 188.000 US-Dollar an Gebühren gezahlt hatte. Er hofft, durch den Verzicht auf diese Kosten sein Personal besser halten zu können und Verluste durch nicht abgeholte Bestellungen zu vermeiden. Ähnlich ergeht es Andrew Kelley, einem Küchenchef in Dallas, der mit seinem Ghost Kitchen ebenfalls unter den hohen Gebühren leidet.
Die Apps erheben nicht nur Kommissionen von 15% bis 30%, sondern auch zusätzliche Gebühren für Marketing und Zahlungsabwicklung. Um diese Kosten auszugleichen, erhöhen viele Restaurants ihre Preise auf den Plattformen um bis zu 20%. Doch die Nutzung von Drittanbietern birgt auch Risiken für die Reputation der Restaurants, da Probleme bei der Lieferung oft dem Restaurant angelastet werden.
Einige Restaurants setzen nun auf hybride Modelle, die es ihnen ermöglichen, Bestellungen über ihre eigene Website abzuwickeln und die Lieferung entweder intern oder über Drittanbieter zu organisieren. Diese Strategie hilft, die hohen Gebühren zu umgehen und gleichzeitig die digitale Präsenz zu wahren. Große Pizzaketten wie Domino’s und Papa John’s nutzen ähnliche Modelle, um ihre Kundenbindung zu stärken.
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