VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA / LONDON (IT BOLTWISE) – Silver Pony Resources hat sein Bohrprogramm 2026 auf dem Projekt Silver Pony im Südosten von British Columbia abgeschlossen. Insgesamt wurden zehn Bohrlöcher mit 2.280,17 Metern Gesamtlänge in den Zielgebieten Black Warrior und Revelstoke gebohrt. Auf dem Revelstoke-Trend sticht SP-26-009 mit einem 7,5 Meter langen, protokollierten Abschnitt aus geädertem und stellenweise brekziösem Marmor hervor, der Bleiglanz und Pyrit enthält. Die geologischen Kernprotokolle und Probenahmen sind erfolgt, die Laboruntersuchungen werden nach Eingang der finalen Zertifikate erwartet.

Mit dem Abschluss seines Bohrprogramms 2026 liefert Silver Pony Resources Corp. einen belastbaren Zwischenstand für das Projekt Silver Pony im Südosten von British Columbia. In den Zielgebieten Black Warrior und Revelstoke gingen dem Unternehmen zufolge zehn Bohrlöcher in Summe über 2.280,17 Meter nieder. Besonders relevant ist dabei, dass es sich um die ersten Bohrungen im Rahmen dieses Projekts in der Unternehmenshistorie handelt. Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Prospektidee hin zu messbaren Geometrien im Gestein – also dorthin, wo später Bohrziele, Modelle und Wirtschaftlichkeitsannahmen erstmals solide kalibriert werden können.
Geologisch wird das Programm durch die Zielstruktur auf dem Revelstoke-Trend geprägt. Das Bohrloch SP-26-009 durchteufte in einer Tiefe von 156,5 bis 164,0 Metern einen mineralisierten Abschnitt in geädertem und stellenweise brekziösem Marmor; darin wurden laut Bohrkernprotokollierung sichtbarer Bleiglanz und Pyrit registriert. Hervorgehoben wird ein 7,5 Meter langer Abschnitt der Mineralisierung, dessen Länge damit innerhalb der genannten Bohrlochlänge protokolliert wurde. Ergänzend beschreibt das Unternehmen eine Aderbrekzie in 78,2 Metern Tiefe sowie disseminierte Pyritanteile im umgebenden graphithaltigen Marmor und Schiefer. Wichtig ist jedoch die in der Mitteilung enthaltene Einordnung: Diese Angaben beruhen auf qualitativen Beobachtungen aus der Kernprotokollierung und ersetzen noch keine Laboranalyse zu Gehalten.
Auch die anderen Bohrungen auf dem Revelstoke-Trend tragen laut Pressekommunikation zur Einengung des geologischen Bildes bei. Alle sechs gebohrten Löcher auf diesem Trend sollen mineralisierte Abschnitte innerhalb desselben Marmor- und kristallinen Schieferpakets durchteuft haben – von der Oberfläche im ersten Fächerbereich bis zum tiefsten Bohrloch auf dem Trend. Besonders für die künftige 3D-Strukturinterpretation ist genau diese Wiederholung der Lithologie über unterschiedliche Tiefen und Aufpunkte hinweg entscheidend: Sie schafft Ankerpunkte für das strukturelle Modell, mit dem sich später Streich- und Einfallrichtungen, Kontaktgeometrien und die Lage möglicher mineralisierter Kontakte konsistent beschreiben lassen. Zugleich sind die tatsächlichen Mächtigkeiten der einzelnen mineralisierten Abschnitte noch nicht endgültig bekannt, weil es sich bei den Tabellenangaben um protokollierte, qualitative Kernabschnitte handelt.
Der zeitliche und operative Ablauf zeigt außerdem, wie eng die nächsten Schritte an die Laborlogistik gekoppelt sind. Die letzten drei Bohrlöcher wurden demnach von der Plattform im Talboden aus fertiggestellt: SP-26-008 am 23. August in 186,00 Metern Tiefe, SP-26-009 am 26. August in 211,00 Metern Tiefe und SP-26-010 als tiefstes Bohrloch auf dem Revelstoke-Trend in 241,30 Metern Tiefe. Die Bohranlage, das Team und das Lager wurden vom Standort abgezogen; damit ist die physische Datenerhebung abgeschlossen und die Kette von der Probenahme über den Versand bis zur analytischen Auswertung startet in die finale Phase. Laut Unternehmen befinden sich die Bohrkerne aus allen zehn Bohrlöchern in der Endphase des Versands an das Labor; Ergebnisse sollen erst veröffentlicht werden, wenn die endgültigen Laborzertifikate eingetroffen und geprüft sind. Für die Investorenperspektive ist das ein klassischer Punkt: Ohne Laborzahlen bleibt die Bewertung auf das „Was wurde gesehen?“ beschränkt, während „Wie viel ist enthalten?“ noch offen ist.
Ergänzend nennt die Mitteilung Oberflächenergebnisse, die einen Zusammenhang zwischen erhöhten Silberwerten und Blei nahelegen. Dabei wird auf Proben verwiesen, in denen grobkörniger Bleiglanz (Galenit) enthalten war; außerdem wurde Bleiglanz auch visuell in bestimmten Abschnitten des aktuellen Bohrkerns identifiziert. Die Aussage wird aber bewusst begrenzt: Das Vorhandensein von Bleiglanz lasse noch keinen Rückschluss auf den Gehalt oder den Silbergehalt der betreffenden Abschnitte zu, bis die Untersuchungsergebnisse der Bohrkerne vorliegen. Diese Trennung ist technisch nachvollziehbar, denn visuelle Identifikation und Mineralogie sind zwar Indikatoren für die geochemische Signatur, sie ersetzen jedoch nicht die quantitativen Bestimmungen – gerade wenn es um die Beziehung zwischen Sulfidmineralen, Begleitmineralogie und den tatsächlichen Metallverteilungen geht.
Für den Markt und die weitere Projektarbeit bedeutet das Ergebnis vor allem eines: Das Unternehmen hat eine neue Datengrundlage geschaffen, mit der sich die nächste Arbeitsphase deutlich zielgerichteter planen lässt. Die Mitteilung kündigt an, dass die dreidimensionale strukturelle Interpretation der Bohr- und Kartierungsdaten bereits im Vorfeld der nächsten Arbeitsphase läuft. Parallel arbeitet das Team offenbar an Prioritäten für weitere Zielbewertungen, etwa auf Ophir Lade, wo das Gangsystem im Hinblick auf Bohrungen bewertet werden soll, sobald die Geometrie besser verstanden ist. Aus Industriesicht ist das ein typischer Lernzyklus in der Explorationsentwicklung: Erst liefern Bohrprotokolle und Kernbeobachtungen die strukturelle Basis, anschließend folgen Analytik und Modellvalidierung, bevor sich der Fokus auf höhere Konfidenzbereiche für die nächsten Bohrkampagnen verlagert.
Auch die Zahlen zur Bohrlogistik stützen dieses Bild der ersten Projektphase. Die Bohrlochnamen SP-26-001 bis SP-26-004 sind dem Zielgebiet Black Warrior zugeordnet, die Bohrungen SP-26-005 bis SP-26-010 dem Revelstoke Trend. Die veröffentlichten Ansatzdaten umfassen unter anderem Easting, Northing, Höhe sowie Azimut und Neigung und geben damit ein reproduzierbares Gerüst für die spätere Datenintegration in das geologische Modell. Bis die Laborzertifikate vorliegen, bleibt jedoch der entscheidende Schritt aus: Die gezeigten mineralisierten Kernabschnitte sind qualitative „Durchschneidungen“, deren Metallgehalte erst nach den Analysen quantifiziert werden. Genau in dieser Phase entscheiden sich in der Praxis oft die Weichen für die nächsten Investitions- und Bohrentscheidungen – nicht durch einzelne sichtbare Mineralkörner, sondern durch konsistente analytische Muster über mehrere Bohrungen und Tiefen hinweg.
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