ÖSTERREICH / LONDON (IT BOLTWISE) – Solartelligent erweitert seine PV-Planungs-App um eine Android-Version und macht damit die Planung von Photovoltaik auch mobil nutzbar. Die App führt Solar-Potenzialanalyse, Modulkonfiguration und Ertrags- sowie Wirtschaftlichkeitsrechnung in einer Oberfläche zusammen. Besonders hervor sticht die AR-Funktion: Der Sonnenweg wird live in das Kamerabild eingeblendet, inklusive Verschattungsanalyse. Bis zum 10. September 2026 ist der Download auf Google Play kostenlos.

Solartelligent schließt mit der Android-Version eine Lücke, die in der Praxis schnell auffällt: Wer ein Dach (oder eine andere geeignete Fläche) auf Solar-Tauglichkeit prüfen möchte, landet häufig bei Rechnern, PDF-Broschüren oder pauschalen Annahmen. Genau an diesem Punkt setzt das österreichische Startup rund um den Entwickler Thomas Moder an und bündelt den PV-Planungsprozess so, dass er nicht nur am Desktop funktioniert, sondern auch auf dem Smartphone. Der Android-Launch kommt zudem in eine Phase, in der der Photovoltaik-Ausbau in Deutschland weiterhin stark nachgefragt wird und sich die Planungsarbeit zunehmend zwischen Beratung, Vor-Ort-Termin und schnellen Wirtschaftlichkeitschecks abspielt.
Technisch betrachtet arbeitet die App mit einem durchgängigen Planungsfluss, der mehrere bisher oft getrennte Schritte zusammenführt. Statt Standortdaten nur als groben Input zu behandeln, ergänzt Solartelligent eine Solar-Potenzialanalyse, in der Neigung und Ausrichtung sowie lokale Einstrahlungswerte berücksichtigt werden. Danach lassen sich PV-Module und Konfigurationen in der App zusammenstellen, sodass Leistung, Flächenbezug und Ausrichtung direkt in die Berechnung einfließen. Auf dieser Basis erstellt die App eine Ertragsprognose in Kilowattstunden und setzt sie gegen das mögliche Einsparpotenzial. Der nächste Schritt ist dann die Wirtschaftlichkeit: Interessenten sollen auf einen Blick sehen, ob die Investition sich rechnet und wie sich die Amortisation zeitlich einordnen lässt.
Der deutlichste Differenzierungsfaktor liegt jedoch bei der Verschattungsanalyse und der Art, wie Solartelligent sie visuell vermittelt. Die App verfolgt den Sonnenweg über das gesamte Jahr und macht sichtbar, wann und wie stark Objekte wie Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine die Module beschatten. Damit verschiebt sich der Fokus von einer reinen „Dach passt oder passt nicht“-Bewertung hin zu der Frage, wie viel Leistung in der Realität durch Schatten verloren geht. Für dieses Verständnis sorgt zusätzlich die Augmented-Reality-Integration: Mit der Smartphone-Kamera wird der Sonnenweg eingeblendet, sodass Nutzer den Verlauf der Sonne im Jahresverlauf praktisch „über das Objekt gelegt“ sehen. Für die Business-Variante wird das sogar noch konsequenter, weil sich per AR ein Horizontprofil erfassen lässt; dabei werden potenzielle Schattenwerfer automatisch markiert und in die Berechnung übernommen. Genau dieser Teil spart in der Vor-Ort-Phase Zeit gegenüber manuellen Horizontprofildateien, die sonst erst erfasst, sortiert und dann in den Rechenprozess überführt werden müssen.
Auch die Topografie bekommt bei Solartelligent ein eigenes Gewicht: In hängigen Regionen oder bei Geländeerhebungen reicht es oft nicht, nur den Standort im Koordinatensystem zu betrachten. Berge und Höhenunterschiede verändern den Sonnenstand insbesondere morgens und abends spürbar. Die App bezieht Geländedaten in die Analyse ein und zielt damit auf Prognosen, die auch dort funktionieren sollen, wo standardisierte Online-Tools häufig an ihre Grenzen kommen. Für viele Anwendungen ist das ein praktischer Hebel, weil damit nicht erst nachträglich geklärt werden muss, warum eine erste Rechnung zu optimistisch oder zu pessimistisch war, sondern weil die Annahmen bereits im ersten Entwurf näher an der Realität liegen.
Damit adressiert Solartelligent zwei Zielgruppen, die sonst unterschiedliche Softwarewelten bewohnen. Einsteiger und Hausbesitzer profitieren von einer intuitiven Bedienoberfläche, die Schritt für Schritt durch Standort- und Konfigurationsfragen führt und Ergebnisse verständlich darstellt, ohne dass man Ingenieurkenntnisse mitbringen muss. Profis und Unternehmen – etwa Solar-Installateure, Energieberater oder Architekten – können die App als Werkzeug nutzen, um Ertragsprognosen für Kundenprojekte zu erstellen, Angebote schneller einzuordnen und Vor-Ort-Analysen effizienter zu gestalten. Interessant ist dabei auch der Kontext Smart Home: In Kombination mit einem vernetzten Setup lässt sich die PV-Planung laut App-Logik von der ersten Bewertung bis hin zur Integration in bestehende Systeme digital begleiten. Selbst bei kleineren Projekten wie einem Balkonkraftwerk soll die Logik funktionieren, weil die Verschattungsanalyse und die Ertragsprognose auf verschiedene Flächen übertragbar bleiben – vom Balkon über die Terrasse bis zum Carport.
Für die Markteinordnung ist vor allem die Vertriebsform relevant. Die App ist vom 4. bis 10. September 2026 kostenlos erhältlich, der reguläre Preis liegt bei 12,99 Euro als einmaliger Kaufpreis, nicht als Abo und ohne nachträgliche Feature-Sperren. In einer App-Welt, in der sich viele Tools inzwischen über monatliche Gebühren finanzieren, ist das ein Signal für Planbarkeit in der Kostenstruktur – gerade dann, wenn man die App als Arbeitsmittel in wiederkehrenden Beratungen nutzt. Solartelligent positioniert sich damit als mobile Planungssoftware, die laut eigener Ausrichtung direkt mit Desktop-Tools aus dem Profi-Segment konkurrieren möchte, aber ohne deren typisches Start- und Bedienhindernis. Für den Alltag bedeutet das: Wer Gespräche vorbereitet, Unterlagen schneller einordnet und Vor-Ort-Entscheidungen mit weniger Reibungsverlust treffen will, bekommt mit der Android-Version eine Ergänzung, die nicht nur „anschaut“, sondern Ergebnisse rechnet und visuell erklärt.
Wer die App ausprobieren möchte, kann den Download auf Google Play bis zum 10. September 2026 ohne Kosten durchführen und behält die Software danach dauerhaft. Gerade für Teams in Beratung und Installation dürfte die Kombination aus AR-basierter Verschattungslogik und integrierter Wirtschaftlichkeitsrechnung den größten praktischen Nutzen bringen, weil sie in frühen Projektphasen die Qualität der Annahmen erhöht. Gleichzeitig bleibt Solartelligent auch für private Nutzer interessant, weil die Einstiegshürde durch die geführte Planung reduziert wird und die Ergebnisse nicht nur als Zahlenkolonnen, sondern als nachvollziehbare visuelle Darstellung greifbar werden.
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