ST.GALLEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Am 12. Oktober 2026 bringt ein Startup-Forum an der Olma Gründer, Startups und etablierte Unternehmer zusammen, um Mobilität von morgen praktisch zu diskutieren. Veranstaltet wird das Event in Halle 9.2 in St.Gallen, mit Referaten und persönlichem Austausch. Im Programm stehen unter anderem E-Scooter- und Sharing-Herausforderungen in Städten sowie eine Forschungsperspektive der Universität St.Gallen. Für den nächsten unternehmerischen Schritt wird zudem Business Speed Dating angeboten.

Wer in der Mobilität von morgen etwas bewegen will, braucht mehr als einzelne Tech-Features: Entscheidend ist, wie Ideen im Alltag funktionieren und wie man sie mit passenden Partnern zusammenbringt. Genau darauf zielt das zwölfte Startup-Forum St.Gallen an der Olma am 12. Oktober. Die Veranstaltung richtet sich an Gründungsinteressierte und an Unternehmen, die bereits im Markt aktiv sind, und schafft bewusst eine Bühne für Erfahrungsaustausch statt reiner Präsentationsfolien.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich Mobilität weiterentwickelt und welche Rolle junge Unternehmen übernehmen können. Das diesjährige Programm setzt auf eine Mischung aus Referaten und persönlichen Begegnungen, damit aus Inspiration schneller konkrete Kontakte werden. Neben der inhaltlichen Ausrichtung geht es also auch um die Mechanik dahinter: Wer in kurzer Zeit Gründer, Betreiber und Forschung zusammenbringt, kann schneller validieren, welche Probleme wirklich dringend sind und wo der nächste Pilot sinnvoll startet.
Konkrete Praxisbeispiele liefern dafür gleich mehrere angekündigte Sprecher: Oliver Ouboter von Microlino und Manuel Herzog vom Sharing-Anbieter Dott. Besonders bemerkenswert ist, dass Herzog eine Frage aus dem operativen Alltag adressiert: Was braucht es, damit E-Scooter und Sharing-Angebote in Städten nachhaltig funktionieren? Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Produktidee hin zu Systemfragen wie Betriebskonzepte, Nutzerakzeptanz und der Organisation des Rollouts, also den Faktoren, die darüber entscheiden, ob ein Angebot nach der ersten Begeisterung im Alltag Bestand hat.
Daneben wird die Forschungsperspektive sichtbar: Mit Tamara Wisser und Philipp Scharfenberger vom Institut für Mobilität der Universität St.Gallen (IMO-HSG) kommen Stimmen aus der Wissenschaft auf die Bühne. Wisser arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut, Scharfenberger ist Vizedirektor. In dieser Kombination aus Praxis und Forschung liegt ein typischer Mehrwert für Startup-Teams: Sie erhalten nicht nur Meinungen, sondern Impulse dafür, wie man Problemstellungen in messbare Hypothesen überführt, etwa wenn es um Nutzerströme, Angebotsplanung oder die Wirkung neuer Mobilitätsdienste geht.
Für den nächsten Schritt setzt das Forum zusätzlich auf ein Format, das explizit auf schnelle Gespräche ausgelegt ist: Business Speed Dating. In kurzen Gesprächsrunden können Teilnehmer potenzielle Gründer und Gleichgesinnte kennenlernen, Vorhaben vorstellen und Anknüpfungspunkte für Zusammenarbeit finden. Gerade in der Mobilitätsbranche, in der ein Startup häufig mit bestehenden Stadtprozessen, Infrastrukturbetreibern und späteren Vertriebskanälen verknüpft werden muss, ist dieser „Kontakt pro Zeiteinheit“-Ansatz oft wertvoller als ein langes Networking mit unklaren Folgeaktivitäten.
Die Teilnahme lässt sich außerdem mit einem Besuch der Olma verbinden. Das Startup-Forum findet am Montag, 12. Oktober 2026, in der Halle 9.2 in St.Gallen statt; für den Zutritt ist ein gültiges Ticket erforderlich und eine vorgängige Anmeldung beim Veranstalter ist vorgesehen. Für Startups heißt das konkret: Wer sich vorbereitet, kann die Veranstaltung wie einen Startpunkt für Projektgespräche nutzen – und dabei auch Themen wie KI-gestützte Verkehrs- und Betriebsanalytik ansprechen, etwa wenn es darum geht, aus Nutzungsdaten bessere Entscheidungen für Flottenmanagement und Angebotsdynamik abzuleiten.
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