LONDON (IT BOLTWISE) – David Schwartz, Mitgründer des XRP Ledger aus Ripple-Zeiten, argumentiert: Wenn das Netzwerk im Finanzmarkt stark wird, müsse XRP als native Münze stärker nachgefragt werden. Die Mechanik im Protokoll liefert zwar Nachfrage über Transaktionsgebühren, Mindestreserven und Liquiditätspools. Gleichzeitig begrenzen die geringe Fee-Burn-Intensität und die Möglichkeit, dass ein stabiler Settlement-Token wie RLUSD Handelsvolumen übernimmt, den direkten Preismechanismus. Entscheidend wird daher, ob der Erfolg des Ledgers tatsächlich zu einer nachhaltigen XRP-Liquiditätsnachfrage führt.

David Schwartz, der als CTO emeritus hinter dem XRP Ledger mitgewirkt hat, stellt in einem Beitrag auf die Beziehung zwischen Protokollerfolg und Token-Preis ab. Seine Kernaussage lautet vereinfacht: Wenn der XRP Ledger in Finanzanwendungen „gewinnt“, XRP dürfe nicht dauerhaft unterbewertet bleiben. Um die Spannung der These zu verstehen, lohnt ein Blick auf die zwei Ebenen, die hier vermischt werden: der funktionale Erfolg des Ledgers (mehr Transaktionen, mehr Finanznutzung) und die ökonomische Notwendigkeit, dass genau XRP dabei messbar „gehalten“ oder „verbraucht“ wird. Das XRP-Ledger-Design enthält dafür mehrere Hebel, aber nicht jeder Hebel koppelt den Markterfolg eins zu eins an den XRP-Preis.
Technisch betrachtet beginnt der Nachfragepfad bei den Gebühren. Pro Transaktion wird ein kleiner Betrag in XRP verbraucht („fee burn“). Das soll Spam reduzieren und kann rechnerisch das verfügbare Angebot beeinflussen. In der Praxis wird der Effekt jedoch dadurch abgeschwächt, dass Standard-Fees im Verhältnis zu XRP sehr klein sind und sich bei Netzauslastung nur schrittweise erhöhen. Wer große Tokenisierte Wertpapier- oder Fondspositionen transferiert, „zahlt“ daher meist nicht proportional deutlich mehr XRP als bei kleineren Übertragungen. Damit entsteht zwar Nachfrage durch gebührenbedingtes Verbrennen, aber der Burn-Rate-Mechanismus ist typischerweise nicht stark genug, um den Preis allein über Größenordnungstrends des Ledger-Volumens zu treiben.
Ein zweites Element sind die Reserven. Auf dem XRP Ledger müssen Konten einen Mindestbestand an XRP sowie zusätzliche Reserven für bestimmte Objekte vorhalten – etwa Trust Lines oder offene Angebote. Dieses XRP ist dann nicht frei verfügbar, sondern gebunden. Genau hier liegt ein plausibler Korridor: Mehr Nutzer, mehr Kontostrukturen und mehr Handelsaktivität bedeuten mehr gebundenes Kapital, das nicht sofort in den Markt zurückfließt. Gleichzeitig ist das Reserve-Setup nicht „starr“. Die Protokoll- und Dokumentationslogik sieht vor, die Ledger-Strukturen kompakt zu halten, und in der Diskussion spielt auch die Möglichkeit eine Rolle, dass Validatoren Reserven in XRP-Termen anpassen können. Das bedeutet: Selbst wenn der Ledger wächst, kann die zusätzliche Nachfrage aus Reserven in Relation zur Preisbildung begrenzt bleiben, falls Anpassungen zu einem niedrigeren XRP-Äquivalent führen.
Der dritte, oft entscheidende Pfad ist die Liquidität, und hier kommt die eingebaute Handelslogik ins Spiel: Der Ledger bietet einen Mechanismus mit Order-Book-Elementen und automatisierten Market Maker-Mechanismen (AMMs). Wenn zwei Assets nicht „natürlich“ liquide sind, können Trades über XRP als Zwischenasset laufen, ähnlich wie es in der Vergangenheit als Brückenidee für Bank-Use-Cases beworben wurde. Für den Preis heißt das aber nicht automatisch, dass jede zusätzliche Aktivität im Finanzmarkt dauerhaft XRP-Nachfrage erzeugt. Trader halten das Bridging-Asset in solchen Routen meist nur kurzzeitig. Nachhaltige Nachfrage entsteht eher dort, wo Market Maker XRP in ihren Liquiditätspools wirklich vorhalten. Damit hängt viel daran, welche Handelspaare häufig genug genutzt werden und ob XRP in diesen Routings dauerhaft als Liquiditätsanker fungiert.
Genau an diesem Punkt wird Schwartz’ Argument nach Quelle zwar nachvollziehbar, aber nicht vollständig. Denn es gibt eine konkurrierende Entwicklung, die in der Diskussion als Risiko für die Preis-Kopplung auftaucht: die Frage, ob XRP im Alltag nur als Netzwerk-Treibstoff endet, während ein anderes Settlement-Asset – etwa der USD-pegged Stablecoin RLUSD – den Großteil der Handels- und Abwicklungsfunktion übernimmt. In der dargestellten Logik könnte RLUSD als primäres Tausch- und Abwicklungsvehikel eingesetzt werden, wodurch tokenisierte Fonds- und Wertpapierpositionen direkt gegen RLUSD getauscht werden. Dann würden Trading-Volumina zwar steigen, aber der Anteil der Trades, der XRP als Zwischenliquidität braucht, könnte schrumpfen. Das ist keine Behauptung über die Funktionstüchtigkeit des Ledgers, sondern eine Verschiebung der „Ökonomie der Rolle“: Wer die Settlement-Last trägt, bekommt den größten Liquiditätseffekt ab.
Als konkretes Szenario wird beschrieben, dass Ripple im Umfeld von DBS und Franklin Templeton eine Kopplung zwischen dem sgBENJI Money-Market-Fund-Token und RLUSD angestoßen habe. Zusätzlich wird auf Pläne verwiesen, die Liquidität für XRP und RLUSD innerhalb von AMMs und dem Order-Book erhöhen sollen, wobei die strategische Ausrichtung auf mehr Liquidität wiederum aus der Logik des Ledger-Handels abgeleitet wird: Wer am Handel verdient, hat Anreiz, die passenden Trading-Pfade auszubauen. Solche Maßnahmen können XRP in zwei Richtungen beeinflussen. Entweder sie erhöhen die Gesamtaktivität und lassen XRP stärker als Liquiditätskomponente erscheinen. Oder sie führen dazu, dass RLUSD-Paare dominieren, während XRP vor allem für Fees und gebundene Reserven benötigt wird. Für Anleger und Firmen, die den Use-Case planen, ist deshalb die Kernfrage weniger „wird der Ledger erfolgreich?“ als vielmehr „welcher Token wird in den realen Märkten zum praktischen Tausch- und Abwicklungsanker?“
Damit ergibt sich ein differenziertes Fazit: Schwartz liegt in dem Punkt richtig, dass Erfolg im XRP Ledger grundsätzlich Nachfrage über Gebühren, Reserven und Liquiditätspool-Beteiligung erzeugen kann. Gleichzeitig zeigt die Mechanik, warum diese Nachfrage bei weitem nicht zwingend „Preiswachstum im gleichen Takt“ bedeutet. Die Fee-Zerstörung bleibt durch die geringe Fee-Basis vergleichsweise klein, Reserven können in Relation zur Strukturkomplexität moderierbar sein, und Bridging ist vor allem dort preistreibend, wo Market Maker langfristig XRP als Liquiditätsbestand halten. Wenn RLUSD als primärer Handels- und Settlement-Kanal stärker wird, könnte die Wertschöpfung stärker an dieser Liquiditätsachse hängen. Für die nächsten Monate wird entscheidend sein, ob sich die Nutzung so entwickelt, dass XRP tatsächlich in den Liquiditätspools und Routings dauerhaft gebraucht wird – oder ob die wachsende Finanzaktivität überwiegend an stabilere Settlement-Assets „andockt“.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Steigt XRP nur, wenn der XRP Ledger erfolgreich ist? Eine technische und marktnahe Einordnung" für unsere Leser?

#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Steigt XRP nur, wenn der XRP Ledger erfolgreich ist? Eine technische und marktnahe Einordnung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Steigt XRP nur, wenn der XRP Ledger erfolgreich ist? Eine technische und marktnahe Einordnung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!