EAST LANSING / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Student der Michigan State University hat das Rätsel um die Entstehung von schneemannähnlichen Objekten im All gelöst. Diese Objekte, bekannt als Arrokoth, wurden erstmals 2014 von der NASA entdeckt. Durch eine Simulation konnte der Student zeigen, wie diese Objekte durch gravitative Kollapsprozesse entstehen.

Ein bemerkenswerter Durchbruch in der Astronomie wurde von einem Studenten der Michigan State University erzielt. Jackson Barnes, ein engagierter Absolvent, hat eine Simulation entwickelt, die die Entstehung von schneemannähnlichen Objekten im All erklärt. Diese Objekte, bekannt als Arrokoth, wurden erstmals 2014 von der NASA mit dem Hubble-Weltraumteleskop entdeckt und sorgten seitdem für Rätselraten unter Wissenschaftlern.
Die Simulation von Barnes zeigt, dass diese Objekte durch einen Prozess namens gravitativer Kollaps entstehen. Dabei ziehen sich zwei kleinere Objekte aufgrund ihrer gegenseitigen Anziehungskraft an und verschmelzen zu einem größeren, schneemannähnlichen Gebilde. Diese Entdeckung wurde in der renommierten Fachzeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht und bietet eine neue Perspektive auf die Entstehung von Himmelskörpern im Kuipergürtel.
Der Kuipergürtel, eine Region am Rande unseres Sonnensystems, beherbergt eine Vielzahl von Objekten aus Eis und Staub, darunter auch Pluto. Die Entdeckung von Arrokoth und die anschließende Simulation von Barnes werfen ein neues Licht auf die Prozesse, die in dieser kalten und dunklen Region des Alls ablaufen. Die Erkenntnisse könnten auch auf andere planetesimale Objekte angewendet werden, die in ähnlichen Regionen des Universums existieren.
Die NASA führte 2019 einen Flyby mit der New Horizons Raumsonde durch, um Arrokoth aus nächster Nähe zu untersuchen. Die dabei gewonnenen Daten bestätigten die ungewöhnliche Form dieser Objekte, die sich deutlich von anderen bisher bekannten Himmelskörpern unterscheidet. Die Simulation von Barnes liefert nun eine plausible Erklärung für diese Form und könnte dazu beitragen, die Entstehungsgeschichte anderer Objekte im Sonnensystem besser zu verstehen.
Die Arbeit von Barnes und seinen Kollegen, darunter Stephen Schwartz vom Planetary Science Institute und Seth Jacobson von der MSU, zeigt, dass der Prozess des gravitativen Kollapses nicht selten ist. Wenn etwa 10% der planetesimalen Objekte als Kontakt-Binärsysteme existieren, deutet dies darauf hin, dass dieser Prozess häufiger vorkommt, als bisher angenommen. Diese Erkenntnisse könnten die Art und Weise, wie wir die Entstehung von Planeten und anderen Himmelskörpern verstehen, grundlegend verändern.
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