ZÜRICH / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Lufthansa-Tochter Swiss plant, rund zehn Prozent ihrer administrativen Stellen abzubauen, ohne dabei auf Entlassungen zurückzugreifen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf freiwillige Abgänge und finanzielle Anreize, um den Kostendruck zu mindern. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Sparkurses, der auch das Kabinenpersonal betrifft.

Die Lufthansa-Tochter Swiss hat angekündigt, rund zehn Prozent ihrer administrativen Stellen abzubauen, ohne dabei auf Entlassungen zurückzugreifen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf freiwillige Abgänge und bietet finanzielle Anreize, um die Mitarbeitenden zu motivieren, das Unternehmen freiwillig zu verlassen. Diese Strategie ist Teil eines umfassenderen Sparkurses, der auch das Kabinenpersonal betrifft.
Swiss-Chef Jens Fehlinger erklärte, dass die Fluggesellschaft aufgrund des steigenden Kostendrucks gezwungen sei, ihre Kostenstruktur zu überarbeiten. Neben den gestiegenen Kerosinpreisen nannte er auch die höheren Kosten für Flugzeugwartung, Umweltabgaben und Personalkosten als Gründe für die Sparmaßnahmen. Insgesamt plant die Swiss, zehn Prozent der Kosten zu reduzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss gehört, hatte bereits im April angekündigt, keine neuen Mitarbeitenden mehr einzustellen. Während der Mutterkonzern in der Administration 20 Prozent einsparen will, beschränkt sich die Swiss vorerst auf zehn Prozent. Fehlinger betonte, dass die Fluggesellschaft zwar profitabel sei, jedoch von einigen Konkurrenten in der Profitabilität überholt wurde.
Das Bodenpersonal der Swiss umfasste Ende letzten Jahres insgesamt 3.432 Mitarbeitende, einschließlich der Administration. Beim Kabinenpersonal hat die Swiss bereits ähnliche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Rund 140 Mitarbeitende haben das Unternehmen freiwillig verlassen, nachdem ihnen eine Prämie von 15.000 Schweizer Franken angeboten wurde, wenn sie bis Ende April kündigten.
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