GRIMES COUNTY, TEXAS / LONDON (IT BOLTWISE) – Tesla und SpaceX starten in Grimes County, Texas, mit dem Bau der Terafab. In der ersten Phase sollen 16,8 Milliarden US-Dollar investiert werden, das Gesamtprojekt wird auf bis zu 119 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Geplant sind spezialisierte Chips für den humanoiden Roboter Optimus, das Cybercab sowie für SpaceX-Datenzentren. Das Vorhaben setzt dabei auf 2nm-Fertigungskapazitäten und eine eigene Energieinfrastruktur, um die erwartete Rechenlast auch langfristig abzusichern.

Der Chip-Ausbau in Texas wirkt auf den ersten Blick wie ein Industrieprojekt „für die Zukunft“ – tatsächlich entscheidet er aber darüber, ob Tesla und SpaceX ihre eigenen Zeitpläne für Robotik und autonome Systeme überhaupt halten können. Laut einer Finanzanalyse vom 8. August 2026 hängt die Erreichung der Ziele in beiden Bereichen maßgeblich davon ab, dass heutige Limitierungen bei den verfügbaren KI-Ausgaben überwunden werden. Genau an dieser Stelle setzt die Terafab an: Sie soll Hochleistungschips liefern, die Tesla für den humanoiden Roboter Optimus sowie das Cybercab benötigt und die SpaceX zusätzlich für Rechen- und Trainingsbedarfe in seinen Datenzentren nutzt.
In Grimes County, rund 45 Meilen nordwestlich von Houston, startet das Projekt auf einem Areal von 3.000 Acres. SpaceX kontrolliert in der Region laut den Angaben insgesamt 13.000 Acres, und der Bau ist in zehn Phasen geplant. Die erste Phase zielt auf mehr als 3.000 Arbeitsplätze ab, wobei etwa 60 bis 80 Prozent aus den umliegenden Landkreisen Grimes und Brazos rekrutiert werden sollen. Der finanzielle Rahmen ist dabei außergewöhnlich groß: In der ersten Ausbaustufe sind 16,8 Milliarden US-Dollar vorgesehen, während das Gesamtvolumen auf bis zu 119 Milliarden US-Dollar ansteigen kann. Schon die Dimensionen verdeutlichen den Anspruch – die geplante Fläche soll 100 Millionen Quadratfuß übertreffen und damit die zehnfache Größe der „Giga Texas“ erreichen.
Technisch ist Terafab vor allem als Foundry-ähnliche Fertigungsbasis für 2nm-Chips beschrieben. Initial sind 100.000 Wafer pro Monat im 2nm-Verfahren geplant, mit einer Ausbauoption auf eine Million Wafer monatlich. Wenn diese Skalierung gelingt, entspräche das den Angaben zufolge etwa 70 Prozent der Kapazität des Branchenführers TSMC. Die Chip-Planung ist dabei nicht nur „generisch“: Reserven sind rechnerisch aufgeteilt – 75 Prozent für Projekte von SpaceX und 25 Prozent für Tesla Optimus. Zielgrößen werden ebenfalls genannt: Produziert werden soll eine Milliarde Full-Reticle-Chips pro Jahr; insgesamt soll daraus eine Rechenleistung von 1 TW pro Jahr entstehen. Solche Zahlen sind in der Praxis nur dann belastbar, wenn Yield, Test-Throughput und Verpackungs-/Boarding-Ketten mitwachsen – gerade bei hochkomplexen Prozessschritten.
Damit die Fabrik nicht an Betriebskosten und Energieflüssen scheitert, adressiert das Projekt Versorgung und Lastspitzen über eigene Infrastruktur. Für die Stromerzeugung sind eigene Gaskraftwerke sowie Batterie-Arrays eingeplant. Die Wasserversorgung soll über das Gibbons Creek Reservoir erfolgen. Diese Kombination ist für Chipstandorte entscheidend, weil moderne Fertigung sowohl stabile Leistungskurven als auch kontrollierbare Wasserflüsse benötigt. Gleichzeitig zeigt sich hier ein typischer Trade-off der Branche: Je stärker der Standort „self-sufficient“ arbeitet, desto weniger hängt er von kurzfristigen Netzengpässen ab – dafür steigt aber der Planungs- und CAPEX-Druck, weil Erzeugungskapazitäten, Speicher und Wasserwege frühzeitig dimensioniert werden müssen.
Operativ soll Terafab offenbar mit industrieller Fertigungsroutine laufen: Als Partner für den Betrieb als Foundry wird Intel genannt, das bereits seit April den 14A-Prozess für die Kooperation bereitstellt. Die operative Leitung übernimmt Gary Jiang, ein ehemaliger Intel-Mitarbeiter, der im Juni 2026 als Direktor eingestellt wurde. Neben der reinen Fertigung adressiert das Projekt außerdem die Auslastungsfrage. Dafür sprechen laut den Angaben vertragliche Signale: Das KI-Unternehmen Anthropic soll bis Mai 2029 monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar für den Zugriff auf Terafab-Ressourcen zahlen, was einem Gesamtaufwand von bis zu 45 Milliarden US-Dollar entspricht. Solche Vorabbeziehungen sind für Foundry-Startups und -Neustarts oft der Hebel, um Kapazitätsrisiken früh zu reduzieren, weil sie die Auslastung über Jahre stabilisieren können.
Während die Terafab die „Hardware-Seite“ stärkt, läuft bei Tesla parallel die Robotikentwicklung konkret an. Nach einer Präsentation des Optimus-Roboters im Dezember 2025 in Berlin finden derzeit Tests in der Fabrik in Fremont statt; als Zeitfenster für die kommerzielle Markteinführung wird Ende 2026 oder Anfang 2027 genannt. Der angestrebte Verkaufspreis soll zwischen 20.000 und 25.000 US-Dollar liegen. Im Wettbewerbsumfeld wird außerdem auf Unternehmen wie Figure AI und Agility Robotics verwiesen – für Tesla ist das relevant, weil Roboter nicht nur Software und Mechanik brauchen, sondern auch Rechencluster, die Training und Inferenz in ausreichender Qualität abdecken. Terafab wäre damit nicht einfach „nur ein Chipprojekt“, sondern ein Baustein, der die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion bis Betrieb stützt.
Auch auf der Kapitalmarktebene spielt das Thema in den Angaben hinein: Das Papier von Tesla schloss zuletzt bei 328,58 US-Dollar. Fair-Value-Einschätzungen und Überbewertungen werden ebenfalls erwähnt, allerdings ohne dass daraus eine Handlungsempfehlung abgeleitet werden soll. Gleichzeitig wird eine mögliche Abspaltung des China-Geschäfts laut den Angaben dementiert. Für Entscheider in Unternehmen und Entwicklerteams ist die zentrale Botschaft dennoch unabhängig von kurzfristiger Kurslogik: Wenn KI-Lasten und Robotik-Roadmaps zeitlich mit Chipverfügbarkeit gekoppelt werden, verschiebt sich die Bewertung von Projekten hin zu Fertigungsfähigkeit, Energie- und Versorgungsplanung sowie dem Zugriff auf belastbare Kapazitäten. Genau diese Faktoren bündelt Terafab – und sie werden in den nächsten Jahren stärker darüber mitentscheiden, welche KI- und Robotik-Strategien wirklich skaliert werden können.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Terafab in Texas: Tesla und SpaceX starten Chip-Fabrik für KI" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Terafab in Texas: Tesla und SpaceX starten Chip-Fabrik für KI" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Terafab in Texas: Tesla und SpaceX starten Chip-Fabrik für KI« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!