KALIFORNIEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Tesla steht in Kalifornien vor einem möglichen Verkaufsstopp seiner Fahrzeuge. Grund ist die irreführende Werbung für das “Full Self-Driving”-System, das laut einem Gerichtsurteil die Fähigkeiten des Autopiloten übertrieben darstellt. Die kalifornische Verkehrsbehörde hat Tesla eine Frist von 60 Tagen eingeräumt, um Änderungen vorzunehmen, bevor die Händlerlizenz für 30 Tage ausgesetzt werden könnte.

In Kalifornien droht Tesla ein Verkaufsstopp seiner Fahrzeuge, da ein Gericht die Bezeichnung “Full Self-Driving” als irreführend bewertet hat. Diese Bezeichnung suggeriert, dass die Fahrzeuge autonom fahren können, obwohl es sich in Wirklichkeit um ein Assistenzsystem handelt, das den Fahrer unterstützt, aber nicht ersetzt. Die kalifornische Verkehrsbehörde hat Tesla eine Frist von 60 Tagen eingeräumt, um die irreführende Werbung zu korrigieren, bevor die Händlerlizenz für 30 Tage ausgesetzt wird.
Die Diskussion um die Vermarktung des “Autopilot”-Systems von Tesla ist nicht neu. Bereits seit Jahren gibt es Bedenken, dass der Name “Full Self-Driving” falsche Erwartungen weckt. Tatsächlich müssen Fahrer jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen, da das System nur als Unterstützung dient. Trotz der Warnungen im Handbuch verlassen sich viele Fahrer zu sehr auf die Technologie, was zu gefährlichen Situationen führen kann.
Interessanterweise hat Tesla bereits Schritte unternommen, um die Bezeichnung zu ändern. In der neuesten Version wird das System als “FSD supervised” bezeichnet, was auf eine Beaufsichtigung durch den Fahrer hinweist. Eine vollständig autonome Version, “FSD unsupervised”, ist noch nicht serienreif, wird jedoch in einigen Testfahrzeugen in Austin, Texas, eingesetzt. Diese Fahrzeuge fahren ohne Fahrer am Steuer, werden jedoch von einem Aufpasser auf dem Beifahrersitz überwacht.
Während Tesla mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert ist, verzeichnet das Unternehmen dennoch Erfolge an der Börse. Die Aktie erreichte kürzlich einen Rekordwert, was das Vertrauen der Investoren in die Zukunft des Unternehmens zeigt. Gleichzeitig expandiert die Konkurrenz: Waymo, eine Schwesterfirma von Google, betreibt bereits über 2500 vollständig autonome Robotaxis in mehreren US-Städten und plant, durch eine Finanzierungsrunde Milliarden für die weitere Expansion zu sammeln.
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