SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – Tesla steht unter Druck, da neue Daten zeigen, dass ein erheblicher Teil der Cybertruck-Verkäufe an Elon Musks eigene Unternehmen geht. Diese Praxis wirft Fragen zur tatsächlichen Marktnachfrage auf und könnte die Glaubwürdigkeit der Verkaufszahlen beeinträchtigen.

Die jüngsten Enthüllungen über Teslas Verkaufsstrategie für den Cybertruck haben in der Automobilbranche für Aufsehen gesorgt. Laut einer Analyse von Branchenexperten gehen fast 20 Prozent der verkauften Cybertrucks an Unternehmen, die ebenfalls zu Elon Musks Imperium gehören, darunter SpaceX und The Boring Company. Diese internen Transaktionen werfen erhebliche Fragen zur tatsächlichen Marktnachfrage auf und lassen Zweifel an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells aufkommen.
Im vierten Quartal 2025 wurden in den USA insgesamt 7.071 Cybertrucks neu zugelassen, von denen 1.279 an SpaceX gingen. Diese Zahl entspricht mehr als 18 Prozent der gesamten Quartalsregistrierungen. Weitere 60 Fahrzeuge wurden an andere Musk-Unternehmen geliefert. Ohne diese internen Käufe wären die Zulassungszahlen um 51 Prozent eingebrochen, was auf eine schwache Konsumentennachfrage hindeutet.
Analysten vermuten, dass Tesla die Produktion des Cybertrucks aufrechterhält, indem es überschüssige Fahrzeuge an verbundene Unternehmen verkauft. Diese Praxis könnte die Verkaufszahlen optisch stabil halten, ist jedoch kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Die Bilder von ungenutzten Cybertrucks auf dem SpaceX-Gelände in Texas verstärken den Eindruck, dass die Fahrzeuge nicht wirklich benötigt werden.
Die Tesla-Aktie hat seit ihrem Höchststand im Dezember 2025 rund ein Fünftel an Wert verloren, was auf das wachsende Misstrauen der Anleger hindeutet. Während Tesla weiterhin der meistverkaufte batterieelektrische Pickup in den USA ist, zeigt der Rückgang der Verkaufszahlen um 45 Prozent im ersten Quartal 2026 die Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. Die Frage bleibt, wie belastbar die Verkaufszahlen des Cybertrucks tatsächlich sind, wenn ein erheblicher Anteil der Registrierungen auf interne Transaktionen entfällt.
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