LONDON (IT BOLTWISE) – Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat eine Untersuchung gegen Elon Musks Plattform X eingeleitet. Grund sind Berichte über von der KI Grok generierte sexualisierte Bilder, die auch Kinder zeigen könnten. Die britische Regierung erwägt drastische Maßnahmen, sollte sich der Verdacht bestätigen.

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat eine umfassende Untersuchung gegen Elon Musks Online-Plattform X gestartet. Anlass sind Berichte über die Nutzung der KI Grok zur Generierung und Verbreitung sexualisierter Bilder, die auch Kinder betreffen könnten. Diese Vorwürfe haben in Großbritannien und der Europäischen Union für erhebliche Besorgnis gesorgt.
Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Berichte als “widerlich” und betonte die Notwendigkeit, gegen solche Praktiken vorzugehen. Mehrere Minister signalisierten ihre Unterstützung für ein mögliches Verbot der Plattform, falls Ofcom Verstöße gegen den britischen Online Safety Act feststellt. Die Behörde hat X um eine dringende Stellungnahme gebeten, die inzwischen eingegangen ist.
Indonesien und Malaysia haben bereits erste Schritte unternommen und den Chatbot Grok vorübergehend gesperrt. Die indonesische Kommunikationsministerin Meutya Hafid erklärte, dass dieser Schritt dem Schutz der Öffentlichkeit vor gefälschten pornografischen Inhalten diene. Sie betonte, dass der digitale Raum nicht zu einem rechtsfreien Raum werden dürfe.
Falls Ofcom Verstöße feststellt, könnte X mit einer Geldstrafe von bis zu 10 Prozent des weltweiten Umsatzes oder 18 Millionen Pfund belegt werden, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Im Extremfall könnte sogar eine Sperrung der Plattform in Betracht gezogen werden. Elon Musk hat bereits auf die Vorwürfe reagiert und der britischen Regierung Zensur vorgeworfen.
Die Europäische Kommission und die britische Regierung kritisierten die Entscheidung von X, den Zugriff auf die KI-Bildergenerierung nur zahlenden Nutzern zu ermöglichen, als unzureichend. Diese Maßnahme sei eine Beleidigung für die Opfer von Frauenfeindlichkeit und sexueller Gewalt, so die Downing Street.
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