MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Das mysteriöse Verschwinden des Tengelmann-Milliardärs Karl-Erivan Haub im Jahr 2018 hat eine neue Wendung genommen. Neue Fotos, die angeblich den Unternehmer in Moskau zeigen, werfen Fragen auf und könnten weitreichende Konsequenzen haben.

Das Verschwinden von Karl-Erivan Haub, dem ehemaligen Chef des Tengelmann-Konzerns, ist seit 2018 ein Rätsel. Nun gibt es neue Entwicklungen, die das Schicksal des Milliardärs in ein anderes Licht rücken könnten. Fotos, die angeblich Haub in Moskau zeigen, sind aufgetaucht und sorgen für Aufsehen. Diese Bilder wurden von verschiedenen Überwachungskameras aufgenommen und zeigen eine Person, die eine auffällige blaue Winterjacke mit Pelzkragen trägt.
Christian Haub, der Bruder des Verschollenen, hat Berichten zufolge Kenntnis von diesen Fotos. Obwohl er zuvor jegliche Hinweise auf das Fortleben seines Bruders bestritten hatte, räumt er nun ein, dass die Bilder existieren. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt in diesem Zusammenhang und hat bereits Hausdurchsuchungen durchgeführt sowie technische Geräte beschlagnahmt.
Die Fotos, die im Februar 2021 aufgenommen wurden, zeigen eine Person, die Karl-Erivan Haub verblüffend ähnlich sieht. Zwei biometrische Gutachten bestätigen mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den vermissten Milliardär handelt. Eine Professorin der University of British Columbia kommt zu dem Schluss, dass die Aufnahmen mit einer Sicherheit von 99 Prozent Haub zeigen.
Die Ermittlungen gegen Christian Haub basieren auf einer Strafanzeige, die 2023 eingereicht wurde. Der heutige Firmenlenker hatte 2021 in einer Versicherung an Eides statt erklärt, keine belastbaren Hinweise auf das Fortleben seines Bruders zu haben. Diese Aussage wird nun in Frage gestellt, da die Fotos bereits im Februar 2021 existierten.
Die Veröffentlichung der Bilder könnte weitreichende Konsequenzen für den Erbschaftsstreit innerhalb der Familie Haub haben. Christian Haub hatte versucht, die milliardenschweren Firmenanteile seines Bruders zu übernehmen, was durch die Todeserklärung von Karl-Erivan Haub erleichtert worden wäre. Die Existenz der Fotos könnte jedoch die juristische Grundlage dieser Übernahme gefährden.
Ob Christian Haub die Fotos mit der Familie seines Bruders geteilt hat, bleibt unklar. Sicher ist jedoch, dass das Wissen um die Existenz der Bilder das Todesermittlungsverfahren beeinflusst hätte. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln werden zeigen, ob es sich bei den Aussagen von Christian Haub um eine strafbare Falschaussage handelt.
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