ARJEPLOG / WOLFSBURG / LONDON (IT BOLTWISE) – Volkswagen und Rivian haben erfolgreich Wintertests für ihre neue E-Auto-Architektur abgeschlossen. Diese Tests fanden im nordschwedischen Arjeplog statt und umfassten Fahrzeuge von VW, Audi und der wiederbelebten US-Marke Scout. Die neue Architektur, die 2027 mit dem VW ID.Every1 debütieren soll, zeigt vielversprechende Ergebnisse unter extremen klimatischen Bedingungen.

Volkswagen und Rivian haben einen wichtigen Meilenstein in ihrer Zusammenarbeit erreicht: Die Wintertests für die neue E-Auto-Architektur wurden erfolgreich abgeschlossen. Diese Tests fanden im nordschwedischen Arjeplog statt, einer Region, die für ihre extremen klimatischen Bedingungen bekannt ist. Drei Referenzfahrzeuge von VW, Audi und der wiederbelebten US-Marke Scout wurden auf Herz und Nieren geprüft. Besonders im Fokus stand der geplante Einstiegsstromer VW ID.Every1, der 2027 auf den Markt kommen soll.
Die neue Elektronik-Architektur, die in Zusammenarbeit mit Rivian entwickelt wurde, soll zunächst im VW ID.Every1 zum Einsatz kommen. Volkswagen plant, diese Architektur konzernweit auszurollen, beginnend mit Audi und Scout, gefolgt von Porsche und anderen Marken. Diese Technologie wird ausschließlich in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Konzernchef Oliver Blume betonte die Präzision und Geschwindigkeit, mit der das Joint Venture arbeitet, und hob hervor, dass die Architektur bereits unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig funktioniert.
Volkswagen investiert 5,8 Milliarden Dollar in das Gemeinschaftsunternehmen mit Rivian, das im November 2024 gegründet wurde. Ziel ist es, technologisch zu Tesla und chinesischen Konkurrenten aufzuschließen. Die Architektur wird für westliche Märkte entwickelt, während in China eine separate Entwicklung mit dem Partner Xpeng stattfindet. Die erfolgreiche Durchführung der Wintertests markiert einen wichtigen Meilenstein, der mit einer weiteren Zahlung an Rivian verbunden ist.
Ein zentraler Unterschied der neuen Architektur ist der zonenbasierte Aufbau, der weniger Kontrolleinheiten und kürzere Kabelstränge erfordert. Diese Vereinfachung reduziert die Komplexität und senkt die Kosten. Ähnlich wie Tesla und einige chinesische Hersteller setzt auch Volkswagen auf diese Zonen-Architektur. Die Zusammenarbeit mit Rivian zielt darauf ab, die Steuergeräte mit VW-Bauteilen zu integrieren. Der ID.Every1 wird mit einem Zonen-Kontroller ausgestattet sein, während Premium-Modelle mehr Funktionen bieten werden.
Die VW-Aktie zeigte sich im XETRA-Handel leicht schwächer, während Rivians Aktien im vorbörslichen NASDAQ-Handel leicht zulegten. Diese Entwicklungen unterstreichen das Interesse und die Erwartungen der Märkte an die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen.
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