WOLFSBURG / LONDON (IT BOLTWISE) – VW-Chef Oliver Blume setzt auf eine rasche Verabschiedung des neuen Sparpakets: Ziel ist, im Aufsichtsrat noch in diesem Jahr Beschlüsse auf den Weg zu bringen. In den Gremien gab es zuvor konstruktive, aber auch kontroverse Diskussionen, teils mit Widerstand von Arbeitnehmervertretern und dem Land Niedersachsen. Gleichzeitig spricht Blume von der größten Transformation der Konzerngeschichte und ordnet das Paket als dauerhaften Umbau ein. Offene Punkte bleiben vor allem die konkreten Schritte bei möglichen Stellenanpassungen und den betroffenen Werken.

Oliver Blume will das neue Sparpaket für den Volkswagen-Konzern noch in diesem Jahr in den Aufsichtsrat bringen. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur kündigte der Vorstandschef an, man gehe davon aus, bis zum Jahresende „dort ein großes Stück weiter“ zu sein. Ausgangspunkt ist, dass die Sparpläne vor rund zwei Wochen erstmals im Aufsichtsrat behandelt wurden – und dort nicht nur Zustimmung, sondern vor allem Widerstand bei den Arbeitnehmervertretern sowie beim an VW beteiligten Land Niedersachsen ausgelöst haben. Damit wird aus der reinen Kostenfrage schnell ein Governance-Thema, weil die entscheidenden Weichenstellungen über Gremienbeschlüsse laufen.
Technisch und organisatorisch ist das Paket dabei breiter angelegt als klassische Effizienzprogramme. Blume beschreibt es als das umfassendste und tiefgreifendste Transformationspaket, „was wir je im Volkswagen-Konzern aufgesetzt haben“. Der Umbau betreffe Produkte, Technologien, Wettbewerbsfähigkeit und Strukturen – und damit mehrere Ebenen der Wertschöpfung, vom Portfolio bis zur Produktions- und Organisationsarchitektur. Zugleich ordnet er die Mitbestimmung ein: Nur rund ein Fünftel der Maßnahmen sei zustimmungspflichtig im Aufsichtsrat, etwa wenn Werke betroffen sind, wenn es um Personalanpassungen geht oder wenn sich Strukturen im Konzern verändern. Der Rest liege im Handlungsrahmen des Vorstands, weshalb Blume betont, man habe bereits begonnen, das Programm umzusetzen.
Die Größenordnung der Maßnahmen wird im Raum ebenfalls konkretisiert: Genannt werden vier Werke und bis zu 50.000 zusätzliche Stellen, die auf der Kippe stehen könnten. Gleichzeitig relativiert Blume die Zahl ausdrücklich als rechnerisch: Die 50.000 seien zunächst „theoretisch“. In der aktuellen Phase liege der Fokus laut seinen Angaben darauf, über Marken, Gesellschaften und Regionen im Detail zu ermitteln, welche Personalanpassungen nötig und möglich seien, und diese dann mit „angemessenen Arbeitskosten“ zu verbinden. Wichtiger Kontext: Der angekündigte Stellenabbau soll auf bestehende Einsparziele von 2024 aufsetzen, und bis 2030 plant Volkswagen konzernweit den Abbau von 50.000 Stellen in Deutschland. Bei der Kernmarke sollen 35.000 Jobs wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche; mehr als 37.000 Beschäftigte hätten bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben. Damit verschiebt sich die Diskussion von der Frage „ob“ hin zu „wie“ und „in welcher Reihenfolge“ der Abbau erfolgt.
Auch bei der Frage nach Werkschließungen bleibt Blumes Linie klar: Diese sollen nur als letzte Option betrachtet werden, die er nach Möglichkeit vermeiden will. Konkret nennt er Werkstandorte, die in öffentlichen Debatten immer wieder auftauchen: Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm. Für diese Standorte gebe es derzeit noch keine „wettbewerbsfähige Belegung“ für die 2030er-Jahre – gleichzeitig müsse das Ziel zunächst sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte im europäischen Vergleich zu steigern. Rüstung bezeichnet Blume als eine Option, über die VW vor allem in Osnabrück nachdenkt, und auch der Bau chinesischer Modelle werde geprüft. Dabei grenzt er das Vorhaben ein: Es geht nur um eigene VW-Modelle, die der Konzern bisher nur in China anbietet, und nur um Segmente, in denen VW in Europa bisher nicht präsent sei. Wettbewerber wie BYD oder Geely will VW laut seiner Aussage nicht in die eigenen Fabriken holen, sondern sich auf eigene Produkte konzentrieren, die man bereits in China entwickelt.
Diese Abgrenzung ist strategisch bedeutsam, weil sie die Realität der Transformation in der Automobilindustrie widerspiegelt: Kostendruck und Portfolioanpassung treffen auf einen Markt, in dem Elektrifizierung, Softwarefunktionen und regionale Nachfrageentwicklung nicht synchron verlaufen. Blume stellt deshalb auch die „VW-Krise“ infrage und spricht stattdessen von einer „Krise der gesamten Automobilindustrie“. Er verweist darauf, dass Europa „den Volkswagen-Konzern“ in den letzten Jahren neu ausgerichtet habe, wodurch sich der Konzern im Wettbewerb behaupten könne. Gleichzeitig sieht er steigende Risiken für die Zukunft und fordert, weiter hart an den Kosten zu arbeiten – mit dem Ziel, mehr Geld mit Fahrzeugen zu verdienen, um daraus wiederum künftige Investitionen finanzieren zu können.
Für die konkrete Umsetzung liefert Blume mehrere Hinweise, die auch für die industrielle Ausführungsplanung relevant sind. Bei der Personalseite nennt er als zentrale Instrumente Altersteilzeit und Abfindungen; betriebsbedingte Kündigungen wurden bis 2030 ausgeschlossen. Damit bleiben die Stellschrauben innerhalb des Sozial- und Arbeitsrechts, allerdings mit dem Risiko, dass sich Kapazitätsanpassungen stärker über natürliche Fluktuation und tarifliche Übergänge strecken. Im September kündigt Blume zudem weitere Gespräche an: Es soll eine weitere Sitzung zum Paket geben, und er geht davon aus, dass es in diesem Jahr nicht bei einem einzigen Termin bleibt. Dieses „Taktungs“-Signal ist in der Praxis entscheidend, weil es den Zeitdruck herausnimmt, ohne die Zielsetzung aufzugeben, und weil die Komplexität der Zustimmungssegmente im Aufsichtsrat offenbar ein zweistufiges Vorgehen begünstigt.
Rückblickend lässt sich der Schritt als typischer Transformationszyklus in einem kapitalintensiven Industriegeschäft einordnen: Von der ersten Portfoliodebatte über die Produktionslogik bis zur Personal- und Standortplanung vergehen in der Regel mehrere Governance-Runden, vor allem wenn Mitbestimmungsstrukturen betroffen sind. Im Fall VW zeigt sich das besonders deutlich: Arbeitnehmer- und Landesinteressen treffen auf ein Programm, das Blume als dauerhaft beschreibt. Er rechnet ausdrücklich nicht mit einem festen Enddatum („kein Projekt mit einem Anfang und einem Ende“), sondern spricht von einer dauerhaften Transformation. Für das Marktumfeld bedeutet das, dass sich Anleger- und Beschäftigtenwahrnehmung nicht nur an Einzelmaßnahmen festmacht, sondern an der Frage, ob das Unternehmen die Kosten- und Portfolioanpassungen in eine kontinuierliche Investitionslogik überführen kann.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "VW-Sparpaket: Oliver Blume will bis Jahresende Aufsichtsratsbeschlüsse sichern" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "VW-Sparpaket: Oliver Blume will bis Jahresende Aufsichtsratsbeschlüsse sichern" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »VW-Sparpaket: Oliver Blume will bis Jahresende Aufsichtsratsbeschlüsse sichern« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!