LONDON (IT BOLTWISE) – In vielen Unternehmen wächst die Skepsis gegenüber der Einführung von KI-Technologien. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Mitarbeiter die firmeneigenen KI-Tools meiden und stattdessen Aufgaben lieber selbst erledigen. Dies führt zu einem erheblichen Zeitverlust, da Mitarbeiter oft die Fehler der KI korrigieren müssen.

Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen sollte eigentlich die Produktivität steigern und Prozesse optimieren. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Mitarbeiter die firmeneigenen KI-Tools meiden und stattdessen Aufgaben lieber selbst erledigen. Dies führt zu einem erheblichen Zeitverlust, da Mitarbeiter oft die Fehler der KI korrigieren müssen.
Eine von der SAP-Tochter WalkMe durchgeführte Umfrage unter 3.750 Führungskräften und Mitarbeitern weltweit zeigt, dass 54 Prozent der befragten Arbeitnehmer die KI-Tools ihres Unternehmens meiden. Ein Drittel der Befragten gab sogar an, die KI überhaupt nicht zu nutzen. Diese Ergebnisse verdeutlichen die wachsende Kluft zwischen den Erwartungen der Unternehmensführung und der Realität am Arbeitsplatz.
Während 61 Prozent der befragten Führungskräfte der Meinung sind, dass KI für komplexe, geschäftskritische Entscheidungen geeignet ist, stimmen dem nur neun Prozent der Mitarbeiter zu. Zudem sind 88 Prozent der Führungskräfte überzeugt, dass die eingesetzten KI-Tools ausreichend sind, während nur 21 Prozent der Mitarbeiter dies bestätigen können.
Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass die Mitarbeiter im Durchschnitt acht Stunden pro Woche damit verbringen, die Fehler der KI zu korrigieren. Dies entspricht 51 Arbeitstagen pro Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Mitarbeiter 36 Tage mit der Behebung von KI-Problemen verbrachten, ist dies ein deutlicher Anstieg.
Experten wie der Ökonom Steve Hanke von der Johns Hopkins University sehen in diesen Ergebnissen eine Bestätigung dafür, dass die Erwartungen an die KI-Technologie oft überzogen sind. Hanke betont, dass die Produktivität nicht wie erwartet gestiegen ist und die Versprechungen der Technologiebranche nicht eingehalten wurden.
Die Ergebnisse der WalkMe-Umfrage sind ein weiterer Beleg für die Skepsis gegenüber KI in Unternehmen. Bereits im letzten Jahr zeigte eine MIT-Studie, dass 95 Prozent der KI-Einführungen in Unternehmen nicht den erwarteten Return on Investment erzielten. Diese Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Führungskräfte und der Realität am Arbeitsplatz könnte langfristig zu einem Umdenken in der Nutzung von KI-Technologien führen.
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