LONDON (IT BOLTWISE) – Windows 11 bekommt mit einem optionalen Preview-Update die Taskleiste zurück, die sich nicht nur unten, sondern auch an den Seiten platzieren lässt. Wer die Funktion sofort testen will, kann schon jetzt das Update KB5120998 über Windows Update installieren. In der Praxis hängt die Aktivierung jedoch davon ab, ob neue Funktionen gestaffelt freigeschaltet werden. Falls das nicht klappt, zeigt der Artikel den Weg über das ViVeTool mit der konkreten ID 61161244.

Mit der Taskleiste steht in Windows 11 ein Element im Zentrum der täglichen Bedienung, und genau dort stören viele Nutzer seit Jahren eine spürbare Einschränkung: Die Leiste ließ sich in der Standardkonfiguration faktisch nur am unteren Bildschirmrand verankern. Der Grund dafür lag nicht in einem technischen Zufallsfehler, sondern in einer Designentscheidung, die Microsoft im Zuge früherer Updates zeitweise zurückgenommen hatte. Laut der aktuellen Anleitung ist dieser Zustand jedoch wieder aufheboben – und zwar nicht als vage Aussicht, sondern über ein konkretes Update, das schon vor dem geplanten Patchday ausgerollt werden soll.
Der operative Einstieg führt über Windows Update: Als Vorschau-Variante nennt der Text das optionale Preview-Update KB5120998. Wer die neue Taskleisten-Flexibilität sofort nutzen will, muss es im Rahmen der Updates aktiv anstoßen und anschließend den PC neu starten. Damit adressiert die Meldung ein typisches Problem bei Funktionsupdates: Neue UI- oder Shell-Funktionen werden nicht immer am selben Tag für alle Geräte freigeschaltet, selbst wenn das Update eingespielt ist. Auf dem Testsystem der Quelle trat genau dieses Muster auf – nach dem Neustart war die Funktion zunächst nicht verfügbar, obwohl das Update installiert wurde.
Technisch gesehen geht es damit weniger um eine „Magie“ in den Taskleisteneinstellungen, sondern um die Freigabe der entsprechenden Shell-Funktion. Die Anleitung erklärt, dass Microsoft neue Features oft stückweise verteilt, sodass ein Gerät zwar grundsätzlich die Voraussetzungen mitbringt, die konkrete Aktivierung aber noch aussteht. Genau hier setzt das in der IT-Praxis bekannte ViVeTool an: Es soll die Features per Kommandozeile gezielt „auf einen Schlag“ aktivieren. Der Ablauf ist im Text konkret beschrieben: ViVeTool herunterladen, die ZIP-Datei entpacken, danach eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten öffnen, in das entpackte Verzeichnis wechseln und dann den Befehl vivetool /enable /id: 61161244 ausführen. Anschließend wird ein erneuter Neustart empfohlen, damit die Shell die Änderungen übernimmt.
Für die eigentliche Nutzung bleibt anschließend der vertraute Weg über die grafische Oberfläche. Sobald die neue Taskleiste aktiv ist, sollen sich die Platzierungen in den Einstellungen ändern lassen: Mit einem Rechtsklick auf einen freien Bereich der Taskleiste erreicht man den Punkt „Taskleisteneinstellungen“. Dort lässt sich laut Quelle eine bevorzugte Variante auswählen, und Windows schaltet direkt um. Der entscheidende Vorteil für Anwender ist dabei nicht nur, dass die Leiste „verschoben“ wird, sondern dass der Alltag dadurch an unterschiedliche Monitoraufbauten angepasst werden kann – etwa bei sehr breiten Displays oder Setups, bei denen die Unterkante weniger gut erreichbar ist. Wenn die Platzierung doch nicht passt, kann man die Taskleiste wieder auf den ursprünglichen Rand zurücksetzen, ohne das System neu aufsetzen zu müssen.
Praktisch wichtig ist außerdem die Warnung vor Nebenwirkungen bei optionalen Updates. Der Artikel weist darauf hin, dass es auf manchen Systemen Probleme mit angepassten Maus-Cursorn geben kann, sobald das optionale Update eingespielt ist. Das ist insofern relevant, als dass Peripherie- und Cursoranpassungen oft über Zusatzsoftware oder Systemdesigns laufen, die in der Update-Phase unerwartete Inkonsistenzen erzeugen können. Wer solche Anpassungen im Alltag nutzt, sollte entsprechend abwägen, ob ein Preview-Update sofort sinnvoll ist oder ob der Weg über den regulären Rollout genügt. Genau diese Abwägung zieht die Anleitung auch: Wer noch ein paar Tage warten kann, soll die Funktion beim nächsten Schwung Sicherheitsupdates automatisch erhalten, ohne dass man mit Preview-Updates hantiert.
Ein weiterer Punkt ist der Zeitplan: Die Quelle erwähnt, dass Microsoft eine breitere Verteilung der neuen Taskleiste im Rahmen des Patchdays im September plant. Das stützt die Einschätzung, dass KB5120998 zwar den Weg öffnet, aber die endgültige, flächendeckende Verfügbarkeit erst später kommt. Damit rückt auch die Frage nach dem „richtigen Zeitpunkt“ für Unternehmen und Power-User in den Fokus: In produktiven Umgebungen ist der spätere, reguläre Rollout meist die konservativere Wahl, während Technikteams, die UI-Funktionen schnell validieren müssen, mit einem kontrollierten Preview-Test profitieren können. Auch aus Entwicklersicht ist die Meldung interessant, weil Shell-Änderungen wie diese typischerweise ein Zusammenspiel aus OS-Komponenten erfordern – und damit ein Indikator dafür ist, dass Microsoft die Taskleisten-Logik wieder so erweitert, dass seitliches Andocken im UI wieder konsistent unterstützt wird.
Für die konkrete Planung ergibt sich daraus eine klare Empfehlung in zwei Varianten: Wer sofort testen will, installiert KB5120998, startet neu und nutzt gegebenenfalls ViVeTool mit der ID 61161244, um die Freigabe zu beschleunigen. Wer dagegen Stabilität priorisiert, wartet den regulären Rollout ab, bei dem die Funktion ohne die Preview-Phase nachgezogen wird. Unabhängig vom Weg ist der spätere Management-Aufwand überschaubar, weil sich die Platzierung über die Taskleisteneinstellungen jederzeit zurückdrehen lässt. Und genau das ist am Ende die eigentliche Nachricht hinter der Meldung: Die Taskleiste ist wieder flexibel, aber der zuverlässige Zugriff auf die Funktion hängt davon ab, wann das System die Freigabe erhält – und nicht nur davon, ob ein Update existiert.
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