STUTTGART / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Winterflugplan startet Ende Oktober an mehreren Flughäfen im Südwesten und bringt neue Strecken sowie einige Ausfälle. In Stuttgart erweitert Eurowings das Programm unter anderem um Kairo, Amman und Jeddah. Condor fliegt mit neuen Zielen nach Teneriffa, Las Palmas und Hurghada, während Wizz Air zusätzliche Verbindungen ergänzt. Gleichzeitig kündigen Airlines Veränderungen bei Frequenzen und saisonalen Strecken an – Reisende sollten ihre Buchungen jetzt gegenprüfen.

Wer gerade seinen Winterurlaub plant und Flugreisen ab südwestdeutschen Flughäfen ins Auge fasst, bekommt mit dem neuen Winterflugplan für 2026/27 einen klaren Hinweis: Die Angebote verschieben sich nicht nur saisonal, sondern auch entlang einzelner Zielregionen. Der Hintergrund ist eine klassische Umstellung der Flugpläne zum Winterbetrieb, die in der Praxis mit dem Wechsel auf die Winterzeit und dem Taktwechsel bei saisonalen Strecken zusammenfällt. Genau an diesen Punkten setzen die aktuellen Anpassungen an – von neuen Verbindungen über wiederaufgenommene Routen bis hin zu Strecken, die im Winter aus dem Programm fallen.
In Stuttgart nimmt der Flughafen den Winterflugplan am 25. Oktober in Kraft, gleichzeitig mit der Umstellung auf die Winterzeit. Bei der größten Fluggesellschaft am Standort, Eurowings, kommt Kairo neu ins Programm, außerdem sollen die jordanische Hauptstadt Amman sowie Jeddah wieder angeflogen werden. Auch Dubai wird ab Anfang November aufgenommen – allerdings zunächst mit vier Flügen pro Woche. Condor ergänzt das Streckennetz parallel mit Verbindungen nach Teneriffa, Las Palmas und Hurghada; laut Mitteilung werden zu diesen Zielen über den Jahreswechsel zusätzliche Flüge aufgelegt. Für Reisende bedeutet das: Wer bislang nur auf die Sommerroute gesetzt hat, findet im Winter erstmals bzw. wieder konkrete Angebote in Richtung Nahost und Nordafrika.
Weitere Verschiebungen betreffen die kleineren und mittleren Knoten: Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) fliegt GP Aviation neu nach Pristina. Dazu kommt eine Angebotsausweitung von Ryanair; die Billigfluglinie bedient im Winter neu unter anderem Lamezia Terme, Marrakesch, Rabat und Tirana. Auch Wizz Air erweitert laut Mitteilung um Brasov, Podgorica und Pristina. Wiederbelebt wird zudem eine innerdeutsche Verbindung: Mit Fly Vini soll es nach sieben Jahren wieder nach Schönefeld/Trebbin südlich von Berlin gehen. Gleichzeitig gibt es Ausnahmen, denn Wizz Air nimmt Suceava ab Mitte Dezember aus dem Programm und streicht Chisinau und Sarajevo im Winter; Sarajevo soll im Sommer 2027 aber erneut bedient werden. Zusätzlich sollen zwischen 15. Dezember und 15. Januar (über Weihnachten und den Jahreswechsel) weitere Zusatzflüge im Winterprogramm stattfinden.
Auch im Dreiländereck setzt der EuroAirport zusätzliche Akzente, wobei hier das Streckennetz besonders deutlich wächst: Im Winterflugplan 2026/2027 sollen Poznań (bereits seit Ende September), Varna in Bulgarien ab dem 27. Oktober und Yerevan ab dem 18. Dezember 2026 neu im Programm sein. Alle drei Strecken bietet Wizz Air an. Gleichzeitig fallen Ziele wie Dubai, Timișoara und Sibiu in Rumänien aus dem Winternetz. In Memmingen werden dagegen klassische Winterziele wieder hochgefahren: Ryanair nimmt die saisonalen Verbindungen nach Teneriffa und Gran Canaria wieder auf, außerdem kommen Rom und Manchester zurück. Catania und Tirana werden zusätzlich zu Wizz Air auch von Ryanair bedient – ein Signal, dass sich die Kapazitäten für Mittelmeer- und Städtedestinationen im Winter stärker über mehrere Carrier verteilen. Gleichzeitig ist der Winter für einige „Sommerklassiker“ eher dünn: Im Vergleich zum Sommerflugplan sind unter anderem Alghero, Barcelona Girona, Brindisi, Calvi, Dubrovnik, Heraklion, Chania, Pescara, Pula, Riga, Zadar, Craiova und Sarajevo nicht enthalten und sollen voraussichtlich wieder mit Beginn des Sommerflugplans auftauchen. Ein weiterer Punkt betrifft die Nahostroute: Die Verbindung nach Amman werde wegen des Nahost-Konflikts vorerst nicht angeboten, und auch die Antalya-Route bleibt zeitlich begrenzt – sie läuft laut Mitteilung noch bis zum 8. November im Flugplan und startet nach der Winterpause ab dem 19. März wieder.
Im Bodenseeraum zeigt Friedrichshafen, wie gezielt Flughäfen ihre Winterplanung auf Nachfragefenster zuschneiden: Neu aufgenommen werden jeweils Alicante sowie Palma de Mallorca, mit zwei Verbindungen pro Woche. Beim Verkehr nach Hamburg wird die Frequenz um eine zusätzliche Wochenverbindung auf vier Flüge erhöht, während Berlin unverändert bleibt. Für die Praxis ist das vor allem eine Planungsfrage: Wer Reisezeiten flexibel halten kann, profitiert meist von den zusätzlichen Taktungen, während Ausfälle oder vorübergehende Unterbrechungen bei einzelnen Zielen schnell zu Engpässen führen können. Insgesamt lässt sich aus den Änderungen ein Muster ableiten: Südwestdeutsche Flughäfen arbeiten im Winter nicht nur mit „mehr oder weniger“, sondern mit konkreter Streckenlogik – häufig in Form von regelmäßigen Wochenfrequenzen bei Urlaubsdestinationen, ergänzt um saisonale Zusatzflüge über den Jahreswechsel.
Für Unternehmen und Vielflieger heißt das: Die neue Angebotslage wirkt sich auch auf indirekte Faktoren wie Anschlussbuchungen, die Verfügbarkeit bei Last-Minute-Planungen und die Preisbildung aus, weil die Kapazitäten einzelner Strecken typischerweise in Wellen ankommen. Wer für Winter 2026/27 aus Stuttgart, Karlsruhe/Baden-Baden, dem EuroAirport, Memmingen oder Friedrichshafen plant, sollte daher nicht nur die Zielwahl, sondern auch die Carrier-Logik im Blick behalten. Besonders relevant ist der Abgleich zwischen „neu im Winter“, „wieder aufgenommen“ und „fällt im Winter weg“ – denn die Umstellungen betreffen nicht überall die gleichen Regionen und nicht jedes Ziel kehrt automatisch in der gleichen Saison zurück. Der Beitrag basiert auf einer Originalmeldung der dpa und wurde mit KI-Unterstützung automatisiert umformuliert, bearbeitet und geprüft.
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