LONDON (IT BOLTWISE) – XRP handelt wieder fester, während in den Wallets mit mindestens 1 Million Token ein neues Hoch in 2026 erreicht wird. Zugleich sinkt das Open Interest im Derivatehandel um 28% und deutet auf kräftige Bereinigungen durch Zwangsliquidationen hin. Technisch formt sich eine Falling-Wedge-Struktur, die bei Rückeroberung wichtiger Zonen weiteres Upside eröffnen könnte. Entscheidend bleibt, ob der Markt die Unterstützung um 1,20 bis 1,25 US-Dollar stabil hält.

Der kurzfristige Ton beim XRP-Kurs kippt spürbar in Richtung Stabilisierung: Der Token notiert laut Quelle bei 1,27 US-Dollar und liegt damit seit dem Vortag um 2,15% höher. Auffällig ist dabei die zeitliche Nähe zu einer allgemeinen Beruhigung im Krypto-Markt, nachdem es zuvor im Umfeld eines großen Börsen-Events zu starken Ausschlägen gekommen war. Für Anleger ist weniger die Tagesbewegung allein relevant, sondern die Kombination aus On-Chain-Daten (Wal-Akkumulation) und dem Verhalten der Derivatemärkte, denn beides liefert unterschiedliche Hinweise auf Risikoappetit und Liquiditätsdruck.
Besonders genau wird in der Meldung auf Wallet-Bestände ab 1 Million XRP eingegangen. Demnach erreichte die Gruppe mit mindestens einer Million Token in 2026 den Wert von 2.147 Wallets. In den letzten 10 Tagen kamen 28 neue Wallet-Einträge hinzu; davon sollen 18 bereits in den vergangenen 3 Tagen in den Bereich der 1-Million-Plus-Adressen gewechselt sein. Diese Häufung wird als Signal interpretiert, dass große Marktteilnehmer nicht nur kurzfristig reagieren, sondern ihren Bestand gezielt aufbauen, während kleinere Akteure in der Korrekturphase häufig eher Kapital umschichten oder Risiko reduzieren.
Technisch betrachtet verortet die Quelle den Kurs weiterhin in einer Korrekturphase, die jedoch in eine konkrete charttechnische Formation eingebettet ist: XRP bewege sich innerhalb einer fallenden Wedge, wobei der Kurs derzeit die obere Begrenzung dieser Struktur testet. Die Logik dahinter: In einer solchen Konstellation nimmt der Raum zwischen fallendem Widerstand und steigendem Support meist zu, während die bearish dominierte Dynamik abnimmt. Entscheidend wird damit, ob Käufer die getestete Hürde in eine neue Unterstützungszone verwandeln. Gelingt die Rückeroberung, wird für die nächste Etappe ein weiterer Anstieg diskutiert, unter anderem mit Blick auf gleitende Durchschnitte wie eine 200-Tage-EMA im Bereich um 1,36 US-Dollar.
Während die On-Chain-Seite eher bullish interpretiert wird, zeichnet sich auf der Derivateschiene ein gegenteiliger, aber in der Logik der Korrektur plausibler Effekt ab. Das Open Interest (OI) ist in der Quelle von 3,78 Mrd. US-Dollar Ende September auf 2,88 Mrd. US-Dollar zum Zeitpunkt der Berichterstattung gefallen, also um 28%. Ein sinkendes OI bedeutet typischerweise, dass Positionen geschlossen werden oder weniger neue Kontrakte aufgebaut werden; häufig geschieht das unter dem Druck fallender Kurse, wenn gehebelte Long- oder Short-Positionen aus dem Gleichgewicht geraten. Genau dieser Mechanismus wird in der Meldung mit Zwangsliquidationen und Deleveraging durch retail- bzw. spekulationsnahe Marktteilnehmer verknüpft.
Für die Bewertung des Setups ist diese Gegenläufigkeit wichtig: Akkumulation in großen Wallets kann die psychologische und fundamentale Basis stärken, während ein rückläufiges Derivate-OI die kurzfristige Spekulationskraft aus dem Markt nimmt. In solchen Phasen kann ein Vermögenswert sowohl von „echtem“ Kaufdruck profitieren als auch gleichzeitig noch unter erhöhten Volatilitätsrisiken leiden, weil der Markt nach Liquidationsereignissen oft erst neue Preisanker findet. Die Quelle formuliert daher konkrete Schwellen: So soll sich eine konstruktive Aussicht vor allem dann bestätigen, wenn XRP die Zone um 1,20 bis 1,25 US-Dollar hält und die Zahl der 1-Million-Plus-Wallets nicht unter 2.140 fällt. Auf der Oberseite wären Rückkehrmarken um 1,30 und 1,40 relevante Triggerpunkte.
Entscheidungsrelevant für Trader und Risikoverantwortliche wird zuletzt die Frage, ob die charttechnische Aufwärtschance durch den Derivatemarkt bestätigt wird. Fällt der Support unter 1,20 US-Dollar, würde die bullische Interpretation der Wedge-Formation nach Ansicht der Meldung an Plausibilität verlieren und eine Verlängerung der Korrektur wahrscheinlicher werden. Umgekehrt spricht ein stabilisiertes Preisniveau plus anhaltende Wal-Akkumulation dafür, dass die vorherige Angstphase eher „ausgehärtet“ wird, als dass sie in einen nachhaltigen Abverkauf übergeht. Gerade deshalb lohnt es sich, bei XRP parallel auf On-Chain-Zahlen, OI-Trend und die Reaktion am EMA-/Wedge-Bereich zu achten – denn nur wenn beide Informationsschichten zusammenpassen, wird aus einer technischen Formation zuverlässig ein belastbarer Ausbruch.
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