BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Ralph Dommermuth, CEO von 1&1, hat Verkaufsgerüchte an Telefónica entschieden zurückgewiesen. Trotz Spekulationen über den milliardenschweren Netzaufbau in Deutschland bleibt Dommermuth standhaft. Er betont, dass sein Team und er weiterhin hart arbeiten, um das vierte Mobilfunknetz neben Telekom, Vodafone und Telefónica O2 zu etablieren.

Ralph Dommermuth, der CEO von 1&1, hat kürzlich in einem Interview mit der “Welt am Sonntag” klargestellt, dass es keine Verkaufspläne seines Unternehmens an Telefónica gibt. Diese Aussage kommt inmitten von Spekulationen, dass Dommermuth das milliardenschwere Projekt des Netzaufbaus in Deutschland möglicherweise veräußern könnte. Dommermuth betonte, dass er und sein Team seit Jahren hart arbeiten und nicht beabsichtigen, das Projekt aufzugeben.
Der Aufbau eines vierten Mobilfunknetzes in Deutschland neben den etablierten Anbietern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 ist eine herausfordernde Aufgabe. Dennoch zeigt sich Dommermuth offen für Kooperationen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Funktürmen im ländlichen Raum. Solche Modelle sind in anderen europäischen Ländern bereits weit verbreitet und könnten auch in Deutschland zur Effizienzsteigerung beitragen.
Ende 2025 hatte 1&1 nach eigenen Angaben bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte mit seinem Netz versorgt und damit das von der Bundesnetzagentur vorgegebene Ziel von 25 Prozent übertroffen. Bis Ende 2026 soll die Abdeckung auf 35 Prozent steigen. Diese ambitionierten Ziele unterstreichen die Entschlossenheit von 1&1, sich als ernstzunehmender Wettbewerber auf dem deutschen Mobilfunkmarkt zu etablieren.
Ein weiteres Hindernis stellt der aktuelle Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur dar. Diese hatte die Verlängerung der Low-Band-Frequenzen Ende 2025 nur den drei etablierten Netzbetreibern gewährt, 1&1 jedoch ausgeschlossen. Dommermuth bezeichnete diese Entscheidung als rechtswidrig, da diese Frequenzen besonders wichtig für die Versorgung von Gebäuden sind. Trotz dieser Herausforderungen zieht Dommermuth eine positive Zwischenbilanz: Der Eintritt eines vierten Netzbetreibers habe den Wettbewerb belebt und zu günstigeren Tarifen für Verbraucher geführt.
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