SCHIPKAU / LONDON (IT BOLTWISE) – Das höchste Windrad der Welt hat in Schipkau in der Lausitz seine endgültige Höhe von 365 Metern erreicht. Die Anlage kommt auf eine Nabenhöhe von 300 Metern und erreicht mit ihren Rotorblättern die 365 Meter. Für die letzten Arbeiten im Hub des Innenturms waren präzise Schritte nötig, während starke Windböen zuvor den Zeitplan verzögerten. Die offizielle Inbetriebnahme ist für November geplant.

In Schipkau in der Lausitz ist ein Bauprojekt auf einen neuen Höhenrekord zugegangen: Das Windrad mit der Endhöhe von 365 Metern hat seine Zielmarke erreicht. Laut Mitteilung des Projektträgers Gicon ist damit auch die Nabenhöhe auf 300 Meter gestiegen; entscheidend ist jedoch, dass erst die Rotorenblätter die vollständige 365 Meter ergeben. Damit rückt die Anlage nicht nur in den Fokus als „höchste Windenergieanlage der Welt“, sondern sie setzt auch ein sichtbares Signal für den Ausbau der Windenergie in einer Region, die über Jahre stark vom Strukturwandel geprägt war.
Technisch auffällig ist vor allem die Bau- und Montagephase, die im Inneren des Turms ablief. Die letzten Schritte verliefen demnach im Hub des Innenturms über einen Teleskopmechanismus. Solche Verfahren sind in der Windindustrie keine bloße Detailarbeit, sondern ein zentraler Bestandteil der Baulogik: Der Innenturm wird dabei in einer Weise geführt und erweitert, dass Komponenten sicher positioniert und anschließend fixiert werden können. Nach dem Erreichen der Zielhöhe wurde der Innenturm in seiner ausgefahrenen Position fixiert – genau diese Stabilisierung ist die Voraussetzung dafür, dass die späteren Arbeiten am Turm und an den Rotor-Komponenten ohne zusätzlichen Reibungsaufwand fortgesetzt werden können.
Dass der Zeitplan in den letzten Tagen nicht durchgezogen wurde, lag nicht an Planungsproblemen, sondern an der Wetterlage. Starke Windböen hatten Arbeiten im Vorfeld gestoppt und damit die Ausrufung eines Weltrekords verzögert. Die Begründung „Sicherheit geht vor Geschwindigkeit“, die der Geschäftsführer Jochen Großmann für das Vorgehen nennt, spiegelt eine typische Abwägung im hochsensiblen Bereich von Turmbau und Montagefenstern wider: Bei großen Bauhöhen erhöhen Windlasten nicht nur die mechanische Beanspruchung, sondern auch das Risiko für präzise Positionierungen. Ursprünglich sollte der Riese bereits eine Woche zuvor fertig werden; nun sollen abschließende Arbeiten am Höhenwindturm noch einige Tage dauern. Als nächster Fixpunkt ist die offizielle Inbetriebnahme für November vorgesehen.
Der Blick auf den aktuellen Rekord ist auch deshalb interessant, weil die Anlage sich in eine Entwicklung einordnet, bei der Windkraft nicht nur „mehr“ wird, sondern „anders“ dimensioniert. Die weltweit höchste Serien-Windenergieanlage, die zuvor genannt wurde, stammt aus einem Projekt in Winnberg in der Oberpfalz: Dort lagen die Nabenhöhe bei 199 Metern und die Gesamthöhe bei 285 Metern. Der Unterschied zur neuen Anlage ist damit erheblich – nicht allein wegen der Zahl 365, sondern weil bereits die Nabenhöhe und die daraus resultierende Angriffsfläche deutlich größer ausfallen. Der Kernmechanismus dahinter ist relativ gut erklärbar: Je höher die Rotorebene, desto eher treffen Anlagen auf Windverhältnisse, die in ihrer Stärke und Gleichmäßigkeit besser kalkulierbar sind.
Gicon beschreibt den Höhenwindturm als eine Konstruktion aus Gitterturm und Stahlkomponenten und ordnet ihn zugleich als Innovation ein. Der grundlegende Vorteil: Der Höhenwindturm nutzt laut Gicon stärkere und gleichmäßigere Windverhältnisse in größeren Höhen. Bei gleichem Rotordurchmesser soll das System dadurch etwa den doppelten Energieertrag gegenüber einer konventionellen Windenergieanlage erreichen. Parallel dazu nennt die Einschätzung des Bundesverbands Windenergie, dass es sich um das größte Windrad der Welt handelt – als Verstärker für die öffentliche Wahrnehmung und als Hinweis darauf, dass die Dimensionen auch im Fachumfeld als relevant gelten.
Auch organisatorisch ist das Projekt mehr als ein einzelner Rekordbau. Die Anlage entsteht im Auftrag der Bundesagentur für Sprunginnovationen, die 2019 gegründet wurde, und die Gicon Gruppe mit Hauptsitz in Dresden setzt den Bau um. Innovationsmanager Martin Chaumet verweist auf einen möglichen Effekt, der über die reine Erzeugungsleistung hinausgeht: Windenergie könne dadurch „viel gleichmäßiger“ über das Land verteilt werden. Der Nebeneffekt, den Chaumet nennt, betrifft den Netzausbau: Wenn bestimmte Engpässe weniger stark entstehen oder langsamer wachsen, könne in Teilen Infrastruktur eingespart werden. In der gleichen Argumentationslinie steht, dass der Strom dadurch „für alle billiger“ werden könne – allerdings ist genau dieser Schritt in der Praxis meist von vielen Faktoren abhängig, etwa von Netzplanung, Anschlusskapazitäten und der zeitlichen Verfügbarkeit des erzeugten Stroms.
In der Kohleregion soll der Höhenwindturm künftig Strom für bis zu 7.500 Haushalte produzieren können. Aus Industriesicht ist dabei vor allem die Größenordnung spannend: Ein Turm dieser Dimension ist nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern auch ein Testfeld für die Frage, wie wirtschaftlich sich neue Bau- und Betriebskonzepte skalieren lassen. Ob die Versprechen zum Energieertrag in der Praxis erreicht werden, hängt dann weniger am theoretischen Wirkprinzip als an operativen Details: Windprofil, Einbindung ins Netz, Wartungslogistik und die Auslegung auf Lastzyklen. Der Rekordcharakter macht diese Anlage sichtbar – die tatsächliche Wirkung im Energiesystem entscheidet sich aber im Zusammenspiel aus Standort, Betrieb und Netzintegration, sobald die offizielle Inbetriebnahme im November anläuft.
Für Unternehmen und Entwickler steckt in dem Projekt zudem eine wichtige Botschaft: Der Fortschritt in der Windenergie verlagert sich zunehmend in die „zweite Ebene“ neben dem Rotor – in Bauverfahren, Sicherheitsfenster, Montagekonzepte und die Beherrschung von Windlasten über sehr große Höhen hinweg. Wer KI-gestützte Planung und Monitoring nutzt, kann solche Projekte zudem besser in den Lebenszyklus integrieren, etwa bei der Prognose von Montage- und Wartungsfenstern oder bei der Mustererkennung für Anomalien im Betrieb. Auch wenn das Höhenwindrad selbst primär eine mechanische und aerodynamische Leistung darstellt, zeigt die Umsetzung in Schipkau, wie sehr moderne Windprojekte inzwischen aus mehreren Disziplinen zusammengebaut werden müssen – von der Stahlkonstruktion bis zur Betriebsstrategie.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "365 Meter: Höchstes Windrad der Welt erreicht Endhöhe in Schipkau" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "365 Meter: Höchstes Windrad der Welt erreicht Endhöhe in Schipkau" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »365 Meter: Höchstes Windrad der Welt erreicht Endhöhe in Schipkau« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!