NORDAMERIKA / LONDON (IT BOLTWISE) – Die zunehmende Anzahl von Rechenzentren könnte in diesem Winter die Stabilität des Stromnetzes gefährden. Laut einem Bericht der North American Electric Reliability Corporation (NERC) wird der Strombedarf in Nordamerika um 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr steigen. Besonders betroffen sind Regionen wie der mittlere Atlantik, der Westen und der Südosten der USA, wo viele Rechenzentren entstehen.

Die rasante Expansion von Rechenzentren in Nordamerika stellt eine erhebliche Herausforderung für die Stabilität des Stromnetzes dar, insbesondere in den Wintermonaten. Laut einem Bericht der North American Electric Reliability Corporation (NERC) wird der Strombedarf in diesem Winter um 2,5 % höher sein als im Vorjahr, was einem Gesamtbedarf von 20 Gigawatt entspricht. Diese Zunahme ist vor allem auf die steigende Anzahl von Rechenzentren zurückzuführen, die in Regionen wie dem mittleren Atlantik, dem Westen und dem Südosten der USA entstehen.
Besonders Texas steht im Fokus, da die dortige Expansion von Rechenzentren das Risiko von Stromengpässen weiter erhöht. Vor fünf Jahren erlebte Texas massive Stromausfälle während eines extremen Kälteeinbruchs, als Gas-Kraftwerke aufgrund gefrorener Bohrlöcher ausfielen und die Nachfrage nach Erdgas stark anstieg. Trotz der Hinzufügung zahlreicher Batteriespeicher, die bei Bedarf schnell Strom liefern können, bleibt Texas anfällig für längere Kälteperioden, die die Batteriekapazitäten überfordern könnten.
Die meisten in Texas installierten Batterien sind darauf ausgelegt, Strom für einige Stunden bereitzustellen, was für kurzfristige Bedarfsspitzen ausreicht. Doch Rechenzentren benötigen konstant Strom über den gesamten Tag hinweg, was bei einem längeren Kälteeinbruch zu einer Herausforderung für die Stromversorgung werden könnte. NERC warnt, dass bei anhaltend kaltem Wetter die Aufrechterhaltung der Batterieladung zur Versorgung aller Kunden, einschließlich der Rechenzentren, schwierig werden könnte.
Wenn der Winter ohne größere Stürme verläuft, erwartet NERC keine Probleme mit dem Stromnetz in irgendeiner Region. Doch in den letzten fünf Jahren gab es vier schwere Stürme, die die Netzbetreiber zwangen, Strom zu importieren oder große Kunden zu bitten, ihren Verbrauch zu reduzieren. Im schlimmsten Fall könnten rollierende Stromausfälle notwendig werden, um die Netzstabilität zu gewährleisten.
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