POTSDAM / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine bedeutende Klimastudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung wurde nach der Entdeckung von Datenfehlern überarbeitet. Trotz der Korrekturen bleibt die zentrale Botschaft bestehen: Die wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel könnten bis 2050 die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen erheblich übersteigen. Die Studie, die ursprünglich im renommierten Fachjournal ‘Nature’ veröffentlicht wurde, musste aufgrund von Diskrepanzen in den Wirtschaftsdaten angepasst werden.

Die jüngste Überarbeitung einer renommierten Klimastudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat erneut die Dringlichkeit des Klimaschutzes unterstrichen. Trotz der Korrekturen, die aufgrund von Datenfehlern notwendig wurden, bleibt die zentrale Aussage der Studie bestehen: Die wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel könnten bis 2050 die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen erheblich übersteigen. Diese Erkenntnis wurde ursprünglich im April 2024 im Fachjournal ‘Nature’ veröffentlicht, musste jedoch aufgrund von Diskrepanzen in den Wirtschaftsdaten überarbeitet werden.
Die Kritik an der Studie wurde von Solomon Hsiang von der Stanford University und zwei weiteren amerikanischen Forschern ausgelöst. Sie hatten deutliche Abweichungen in den Wirtschaftsdaten Usbekistans im Vergleich zu denen der Weltbank festgestellt, was wesentliche Auswirkungen auf die Klimaprognosen hatte. Diese Unterschiede resultierten aus fehlerhaften Umrechnungen der Wachstumsdaten und führten zu einer zu optimistischen Einschätzung der wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel.
Zusätzlich wies Christof Schötz von der Technischen Universität München und dem PIK auf die Vernachlässigung regionaler statistischer Korrelationen hin. Diese Unachtsamkeit führte zu einer Unterschätzung der statistischen Unsicherheiten. Um diesen Bedenken zu begegnen, hat das Team um Leonie Wenz die Studie überarbeitet und für die wissenschaftliche Diskussion online bereitgestellt. Nach einer Neubewertung könnten die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen bis zur Jahrhundertmitte um 17 Prozent niedriger sein als zuvor angenommen.
Leonie Wenz betont, dass die wesentlichen Erkenntnisse der Studie weiterhin von wachsender Fachliteratur gestützt werden. Es gibt vermehrt Belege dafür, dass die Schäden des Klimawandels gravierend sind und ein ökonomisches Argument für verstärkten Klimaschutz liefern. Die Forschergemeinschaft soll nun Feedback zur überarbeiteten Version beitragen, bevor die Studie erneut zur Begutachtung eingereicht wird.
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