TOKIO / LONDON (IT BOLTWISE) – Japans Exporte verzeichneten im Dezember 2025 ein langsameres Wachstum als erwartet, was auf einen deutlichen Rückgang der Lieferungen in die USA zurückzuführen ist. Trotz eines Handelsabkommens, das die Zölle senkte, sanken die Exporte in die USA um 11,1%, während die Exporte nach China und Hongkong stiegen.

Japans Exporte verzeichneten im Dezember 2025 ein langsameres Wachstum als erwartet, was auf einen deutlichen Rückgang der Lieferungen in die USA zurückzuführen ist. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1%, während Analysten ein Wachstum von 6,1% prognostiziert hatten. Diese Entwicklung folgt auf eine Phase der Unsicherheit in der Mitte des Jahres, die durch Sorgen über US-Zölle ausgelöst wurde.
Ein kürzlich abgeschlossenes Handelsabkommen zwischen Japan und den USA, das die Zölle auf 15% senkte, hatte zunächst für Optimismus gesorgt. Im November stiegen die Exporte in die USA um 8,8%, was den ersten Anstieg seit März darstellte. Doch im Dezember kehrte sich dieser Trend um, und die Exporte in die USA fielen um 11,1%. Diese Schwankungen verdeutlichen die anhaltende Volatilität im Handel zwischen den beiden Nationen.
Während die Exporte in die USA rückläufig waren, zeigten sich andere asiatische Märkte robuster. Die Exporte nach China, Japans größtem Handelspartner, stiegen um 5,6%, und die Lieferungen nach Hongkong verzeichneten einen Anstieg von 31,1% im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt stiegen die Exporte in die asiatische Region um 10,2%, was die Bedeutung Asiens für Japans Handelsbilanz unterstreicht.
Die Importe Japans stiegen im Dezember ebenfalls um 5,1%, was deutlich über den Erwartungen lag. Diese Entwicklung könnte auf eine stärkere Inlandsnachfrage hinweisen, die durch die bevorstehenden Parlamentswahlen in Japan beeinflusst wird. Premierministerin Sanae Takaichi hat für den 8. Februar Neuwahlen angesetzt, und ein Sieg könnte ihre wirtschaftspolitische Agenda stärken, die auf eine schwache Yen-Politik setzt, um die exportorientierte Wirtschaft Japans zu unterstützen.
Seit der Ankündigung der Wahlen haben die japanischen Märkte eine positive Entwicklung gezeigt, die als „Takaichi-Handel“ bezeichnet wird. Die Aktienkurse sind gestiegen, während der Yen schwach geblieben ist. Ein klarer Wahlsieg der regierenden Liberaldemokratischen Partei könnte zu einem weiteren Anstieg der japanischen Aktien führen, jedoch auch zu einem Ausverkauf von Staatsanleihen und dem Yen. Analysten sehen in einem solchen Szenario die Möglichkeit einer expansiveren Fiskalpolitik, die die wirtschaftliche Erholung Japans unterstützen könnte.
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