PENARTH / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Mutter aus Penarth, die an Gebärmutterhalskrebs leidet, kritisiert das Gesundheitssystem in Wales scharf. Nach jahrelangem Hin und Her mit Ärzten und Krankenhäusern wurde sie erst nach eindringlichem Bitten um eine MRT-Untersuchung diagnostiziert. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Mängel in der Versorgung von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen.

Jessica Mason aus Penarth in Wales hat eine lange und belastende Reise hinter sich, um eine Diagnose für ihre gesundheitlichen Beschwerden zu erhalten. Trotz wiederholter Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte, bei denen sie über Schwellungen, Blutungen und Schmerzen klagte, wurde sie immer wieder abgewiesen. Erst als sie in Tränen ausbrach und um eine MRT-Untersuchung bat, wurde bei ihr Gebärmutterhalskrebs im Stadium 1 B3 diagnostiziert.
Die 44-jährige Mutter fühlte sich von den Ärzten nicht ernst genommen und verlor das Vertrauen in das Gesundheitssystem. Sie hatte bereits mehrere Ultraschalluntersuchungen und verschiedene Diagnosen erhalten, darunter eine Zyste und Endometriose, doch keine dieser Untersuchungen führte zur richtigen Diagnose. Erst die MRT brachte Klarheit und zeigte die Notwendigkeit einer sofortigen Behandlung auf.
Der Fall von Jessica Mason ist kein Einzelfall. Ein Bericht des Senedd-Gesundheitsausschusses in Wales hat kritische Mängel in der Versorgung von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen aufgedeckt. Trotz früherer Empfehlungen wurden keine spezifischen Mittel für die Verbesserung der Versorgung bereitgestellt, und die Wartezeiten für Behandlungen sind weiterhin unzureichend. Nur 41 % der Patientinnen beginnen ihre Behandlung innerhalb der vorgeschriebenen 62 Tage.
Jessica Mason musste sich einer intensiven Behandlung unterziehen, die ihr Leben und das ihrer Familie stark beeinträchtigte. Die Chemotherapie und Bestrahlung führten zu einer vorzeitigen Menopause, und sie musste ihre Pläne, ein weiteres Kind zu bekommen, aufgeben. Trotz der Behandlung wurde bei einer weiteren MRT im Februar 2023 festgestellt, dass der Tumor noch vorhanden war, was eine Hysterektomie im Juli 2023 erforderlich machte.
Die walisische Regierung hat angekündigt, mit dem NHS zusammenzuarbeiten, um den Zugang zu Diagnosen und Behandlungen für Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen zu verbessern. Jessica Mason erwägt rechtliche Schritte gegen das Gesundheitsamt und fordert mehr Aufmerksamkeit für frauenspezifische Gesundheitsprobleme, die oft als ‘Frauenangelegenheiten’ abgetan werden.
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