SILICON VALLEY / LONDON (IT BOLTWISE) – Inmitten wachsender Spannungen in den USA haben sich über 1.000 Tech-Mitarbeiter aus Unternehmen wie Google, Amazon und TikTok gegen die Zusammenarbeit ihrer Firmen mit der US-Einwanderungsbehörde ICE ausgesprochen. Diese Bewegung gewinnt an Fahrt, da die Mitarbeiter zunehmend die moralischen Implikationen ihrer Arbeit hinterfragen.

Inmitten der politischen Spannungen in den USA haben sich über 1.000 Tech-Mitarbeiter aus Unternehmen wie Google, Amazon und TikTok gegen die Zusammenarbeit ihrer Firmen mit der US-Einwanderungsbehörde ICE ausgesprochen. Diese Bewegung gewinnt an Fahrt, da die Mitarbeiter zunehmend die moralischen Implikationen ihrer Arbeit hinterfragen. Die jüngsten Vorfälle in Minnesota haben das Fass zum Überlaufen gebracht und die Zurückhaltung vieler Tech-Arbeiter in offene Empörung verwandelt.
Ein offener Brief, der von mehr als 200 Mitarbeitern initiiert wurde, fordert die Führungskräfte der Tech-Industrie auf, ihre Plattformen zu nutzen, um die Entfernung von ICE aus US-Städten zu fordern. Die Unterzeichner, darunter Ingenieure, VPs und Startup-Gründer, betonen, dass viele von ihnen bisher politisch inaktiv waren. Die Tötungen von Renee Good und Alex Pretti haben jedoch einen Wendepunkt markiert.
Ein wesentlicher Faktor für die Unruhe unter den Tech-Arbeitern ist die Angst vor drastischen Änderungen im Einwanderungssystem, die auch ihre eigenen Arbeitsplätze betreffen könnten. Dazu gehören neue Gebühren und Beschränkungen für H1B-Visa. Noch wichtiger ist jedoch das kollektive moralische Bewusstsein darüber, wie ihre Arbeit zur Trennung von Familien, Inhaftierungen und Abschiebungen beiträgt. Technologien von Unternehmen wie Palantir, Amazon und Microsoft ermöglichen ICE überhaupt erst ihre Operationen.
Die Organisationen ICEOut.Tech und die Alphabet Workers Union fordern die Führungskräfte im Silicon Valley auf, ihren politischen Einfluss zu nutzen. Ein Beispiel aus der Vergangenheit zeigt, dass CEOs, die das Weiße Haus im Oktober wegen der Nationalgarde in San Francisco kontaktierten, Erfolg hatten. James Dyett von OpenAI kritisierte seine Kollegen, dass sie mehr Empörung über eine Vermögenssteuer als über die Aktionen von ICE zeigen. Dies wirft ein Licht auf die Werte der Tech-Industrie.
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