WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – In einem bedeutenden Schlag gegen die Online-Piraterie haben US-amerikanische und bulgarische Behörden drei der größten Piraterie-Websites in der EU lahmgelegt. Diese Plattformen boten unautorisierten Zugang zu tausenden von urheberrechtlich geschützten Filmen, Serien und Software.

In einem koordinierten Vorgehen gegen die Online-Piraterie haben die US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden in Zusammenarbeit mit bulgarischen Behörden drei der größten Piraterie-Websites in der Europäischen Union geschlossen. Diese Plattformen boten angeblich unautorisierten Zugang zu tausenden von urheberrechtlich geschützten Filmen, Fernsehsendungen, Videospielen, Software und anderen digitalen Inhalten. Die US-Regierung hat Beschlagnahmungsbefehle gegen drei in den USA registrierte Internetdomains erlassen, die Berichten zufolge aus Bulgarien betrieben wurden. Diese Domains – zamunda.net, arenabg.com und zelka.org – gehörten zu den am häufigsten besuchten Piraterie-Diensten in der Region.
Diese Aktion unterstreicht die wachsende internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen und den Schutz geistiger Eigentumsrechte weltweit. Laut US-Behörden waren die beschlagnahmten Websites angeblich in großem Umfang an der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke beteiligt. Diese Plattformen boten Nutzern Zugang zu unautorisierten Kopien von Inhalten, darunter viele Werke, die im Besitz von US-Unternehmen und -Schöpfern sind. Der Betrieb konzentrierte sich auf Online-Dienste, die Millionen von Downloads urheberrechtlich geschützten Materials ermöglichten und zu erheblichen finanziellen Verlusten für die Unterhaltungs-, Software- und Verlagsbranche beitrugen.
Gerichtsaffidavits, die die Beschlagnahmungsbefehle unterstützen, zeigen das enorme Ausmaß der mit diesen Domains verbundenen Piraterieaktivitäten. Die drei Websites erhielten Berichten zufolge jährlich zig Millionen Besuche, boten tausende von urheberrechtsverletzenden Werken ohne Genehmigung an und generierten Millionen illegaler Downloads. Eine der Domains wurde häufig unter den Top 10 der meistbesuchten Websites in Bulgarien eingestuft, was zeigt, wie tief verwurzelt diese Piraterie-Plattformen im Online-Ökosystem des Landes waren. Die Behörden stellten auch fest, dass die Websites offenbar erhebliche Einnahmen durch Online-Werbung generierten, was Piraterie nicht nur zu einem Urheberrechtsproblem, sondern auch zu einem profitablen kriminellen Geschäftsmodell machte.
Die beschlagnahmten Domains befinden sich nun im Besitz der US-Regierung. Besucher, die versuchen, auf die Seiten zuzugreifen, sehen stattdessen ein offizielles Beschlagnahmebanner. Die Mitteilung informiert die Nutzer darüber, dass die Bundesbehörden die Domainnamen beschlagnahmt haben, Urheberrechtsverletzungen ein schweres kriminelles Vergehen darstellen und die Websites nicht mehr in Betrieb sind. Die Beschlagnahme dieser Domains stellt eine erhebliche Störung der Piraterie-Infrastruktur dar und sendet eine klare Warnung an Betreiber, die ähnliche illegale Plattformen betreiben.
Das Justizministerium lobte die bulgarischen Strafverfolgungsbehörden für ihre entscheidende Unterstützung bei der Zerschlagung. Zu den wichtigsten bulgarischen Partnern gehörten der Nationale Ermittlungsdienst, die Generaldirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität des Innenministeriums, die Staatliche Agentur für nationale Sicherheit und die Staatsanwaltschaft. Auf US-Seite waren das Büro des US-Staatsanwalts für den südlichen Bezirk von Mississippi, die Homeland Security Investigations (HSI) New Orleans Field Office und das National Intellectual Property Rights Coordination Center (IPR Center) an der Operation beteiligt. Das Justizministerium erkannte auch die wichtige Koordinationsrolle von Europol an, zusammen mit technischer Unterstützung des HSI-Büros in Athen und der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) in Sofia.
Diese Fall zeigt, wie internationale Partnerschaften zunehmend unerlässlich werden, um grenzüberschreitende Cyberkriminalität und Piraterie zu bekämpfen. Das Justizministerium stellte fest, dass es weiterhin Unterstützung im Bereich des geistigen Eigentums und der Cyberkriminalität für ausländische Partner durch das International Computer Hacking and Intellectual Property (ICHIP) Programm bereitstellt. Dieses Programm hilft, die globalen Strafverfolgungskapazitäten in Bereichen wie Cyberkriminalitätsuntersuchungen, Durchsetzung von digitalen Pirateriegesetzen, Schutz des geistigen Eigentums und Zusammenarbeit bei Strafverfolgung und Justiz zu stärken.
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