BOSTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Neue Dokumente des US-Justizministeriums enthüllen, dass Jeffrey Epstein in genetische Tests investierte, um sein Leben zu verlängern. Diese als ‘Venus-Projekt’ bezeichnete Initiative umfasste fortschrittliche genetische Manipulationen und die Nutzung von CRISPR-Technologie.

Die jüngst veröffentlichten Dokumente des US-Justizministeriums werfen ein neues Licht auf die Aktivitäten von Jeffrey Epstein, der trotz seiner Verurteilung im Jahr 2008 weiterhin in wissenschaftliche Projekte investierte. Sein Interesse galt insbesondere der genetischen Forschung, mit dem Ziel, sein Leben zu verlängern. Diese Bemühungen wurden unter dem Namen ‘Venus-Projekt’ bekannt und umfassten eine Vielzahl von genetischen Tests und experimentellen Ansätzen.
Epstein arbeitete dabei mit Joseph Thakuria zusammen, einem damals führenden Arzt am Massachusetts General Hospital in Boston. Thakuria war Teil des Harvard Personal Genome Project, das genetische Daten von Freiwilligen für die Erforschung von Merkmalen und Krankheitsrisiken sammelt. In einem Statement erklärte Thakuria, Epstein sei ein Forschungssubjekt gewesen und es habe Gespräche über mögliche Forschungsfinanzierungen gegeben, die jedoch nie realisiert wurden.
Die Dokumente zeigen, dass Epstein in die Sequenzierung seines Genoms und die Untersuchung genetischer Krankheitsfaktoren investierte. Besonders interessiert war er an der Nutzung der CRISPR-Technologie zur Bearbeitung seiner eigenen Stammzellen, um seine Langlebigkeit zu erhöhen. Diese Ansätze waren jedoch mit erheblichen ethischen und wissenschaftlichen Herausforderungen verbunden, die letztlich die Umsetzung solcher Projekte behinderten.
Das Venus-Projekt selbst, das in den Rechnungen von Thakuria mit 160.000 US-Dollar veranschlagt wurde, beinhaltete die Anschaffung von Hardware und Software für genomische Forschung. Epstein hatte Pläne, das Projekt auf 200 Teilnehmer auszuweiten, was jedoch nie realisiert wurde. Thakuria betonte, dass es sich um eine sehr vorläufige Idee von Epstein handelte, die letztlich nicht weiterverfolgt wurde.
Die Veröffentlichung dieser Dokumente hat zu einer Welle von Spekulationen und Verschwörungstheorien geführt, insbesondere im Hinblick auf Epsteins Tod im Jahr 2019. Trotz der offiziellen Bestätigung seines Suizids in der Haft, halten sich Gerüchte, dass er seinen Tod inszeniert haben könnte, um seine Forschungen fortzusetzen. Diese Theorien werden durch die Hinweise auf seine Bestrebungen zur Lebensverlängerung weiter angeheizt.
Die Enthüllungen werfen auch ein Licht auf Epsteins wissenschaftliches Netzwerk, das Verbindungen zu renommierten Forschern wie George Church von der Harvard University umfasste. Church, bekannt für seine Arbeit mit CRISPR, hatte in der Vergangenheit Spenden von Epstein erhalten und sich später für diese Verbindung entschuldigt. Diese Verbindungen zeigen, wie Epstein trotz seiner kriminellen Vergangenheit Zugang zu bedeutenden wissenschaftlichen Kreisen hatte.
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