BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Welle von Cyberangriffen bedroht Android-Nutzer weltweit. Experten warnen vor hochentwickelter Spyware, die über beliebte Messenger wie Telegram verbreitet wird, sowie einem Banking-Trojaner, der KI-Plattformen missbraucht. Veraltete Android-Versionen erhöhen das Risiko erheblich.

Die Bedrohungslage für Android-Nutzer hat sich jüngst dramatisch verschärft. Sicherheitsexperten schlagen Alarm, da eine neue Generation von Cyberangriffen gezielt auf Smartphones abzielt. Besonders im Fokus stehen dabei hochentwickelte Spyware-Programme, die über den beliebten Messenger Telegram verbreitet werden. Diese Schadsoftware agiert unbemerkt im Hintergrund und kann sensible Daten wie Passwörter und Nachrichten aus verschlüsselten Diensten abfangen.
Parallel dazu haben Forscher von Bitdefender eine Malware-Kampagne aufgedeckt, die einen Fernzugriffs-Trojaner auf der legitimen Plattform Hugging Face tarnt. Nutzer werden durch gefälschte Update-Aufforderungen in die Falle gelockt. Einmal installiert, nutzt die Malware Android-Barrierefreiheitsfunktionen, um die volle Kontrolle über das Gerät zu erlangen und gezielt Finanzdaten zu stehlen.
Ein strukturelles Problem, das die Bedrohungslage verschärft, ist die weitverbreitete Nutzung veralteter Android-Versionen. Google warnt, dass über eine Milliarde Geräte mit veralteter Software schutzlos sind. Rund 40 Prozent aller aktiven Android-Geräte laufen noch auf Android 12 oder älter, für die es keine Sicherheits-Patches mehr gibt. Diese Schwachstellen werden von Kriminellen gezielt ausgenutzt.
Um sich gegen diese Bedrohungen zu schützen, sollten Nutzer einige Sofortmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört, Apps ausschließlich aus dem Google Play Store zu installieren und alle verfügbaren Sicherheitsupdates umgehend durchzuführen. Zudem sollten Berechtigungsanfragen kritisch hinterfragt und unerwartete Installationsaufforderungen ignoriert werden. Eine seriöse Antiviren-App kann helfen, bekannte Bedrohungen zu erkennen.
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