BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Studie zeigt, dass mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen soziale Medien in einem riskanten oder sogar krankhaften Ausmaß nutzen. Die DAK-Gesundheit warnt vor den steigenden Zahlen und fordert schärfere Jugendschutzmaßnahmen.

Die Nutzung sozialer Medien hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert, insbesondere unter Kindern und Jugendlichen. Eine neue Studie der DAK-Gesundheit zeigt, dass mehr als ein Viertel dieser Altersgruppe soziale Medien in einem riskanten oder sogar krankhaften Ausmaß nutzt. Diese alarmierenden Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, die Diskussion über strengere Jugendschutzmaßnahmen zu intensivieren.
Im vergangenen Herbst wiesen 21,5 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen eine riskante Nutzung sozialer Medien auf. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu den 21,1 Prozent im Vorjahr. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg bei der Nutzung von Online-Videos, die von 13,4 Prozent auf 21,4 Prozent gestiegen ist. Diese Entwicklung zeigt, dass die digitalen Gewohnheiten junger Menschen zunehmend außer Kontrolle geraten.
Die Studie definiert pathologische Nutzer als diejenigen, die soziale Medien in einem Ausmaß nutzen, dass es zu negativen Auswirkungen in anderen Lebensbereichen kommt, wie etwa schlechteren schulischen Leistungen oder Schlafstörungen. Laut der DAK-Gesundheit sind etwa 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland von einer pathologischen Nutzung betroffen. Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, Maßnahmen zu ergreifen, um die Medienkompetenz zu fördern und die Abhängigkeit zu reduzieren.
Andreas Storm, Vorsitzender der DAK-Gesundheit, betont die Notwendigkeit, schnell zu handeln, um Kinder zu schützen. Er fordert nicht nur die Einführung von Altersgrenzen, sondern auch eine verstärkte Vermittlung von Medienkompetenz. In der politischen Diskussion wird derzeit ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren sowie ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für Plattformen wie TikTok und Instagram erwogen. Diese Maßnahmen könnten helfen, die Risiken der digitalen Welt besser zu kontrollieren.
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